Oliver Bearman schimpft: Haas-Form ist aktuell ein “Albtraum”

Oliver Bearman schimpft: Haas-Form ist aktuell ein “Albtraum”

 

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Oliver Bearman macht keinen Hehl daraus, dass der US-Rennstall derzeit den Anschluss im Formel-1-Mittelfeld verliert. Nach seiner Einschätzung haben Fahrer und Team zwar das Maximum herausgeholt, die Grenzen des VF-26 seien inzwischen jedoch unübersehbar.  LAT Images Haas-Fahrer Oliver Bearman beim Grand Prix von Österreich 2026

“Es gibt nicht viel zu erzählen. Es war ein sehr unauffälliges Wochenende”, resümiert Bearman. “Ich habe sowohl im Qualifying als auch im Rennen mein Bestes gegeben und versucht, alles zu maximieren. Ich glaube wirklich, dass mir das gelungen ist.” Ein besseres Ergebnis sei unter den gegebenen Umständen schlicht nicht möglich gewesen. “Wenn man sich anschaut, wo ich ins Ziel gekommen bin, glaube ich nicht, dass ich viel besser hätte abschneiden können. Ich bin so schnell gefahren, wie ich konnte, habe alles so gut gemanagt, wie ich konnte, aber wir waren an diesem Wochenende einfach nicht schnell genug.” Grundproblem liegt im Auto Dabei handelt es sich laut Bearman keineswegs um ein streckenspezifisches Problem. Vielmehr spiegelt das Ergebnis die aktuelle Leistungsfähigkeit des Autos wider.”Dort stehen wir im Moment”, erklärt der Brite. “Die Abstände verändern sich je nach Strecke und Länge der Geraden. Hier waren wir vielleicht etwas weiter zurück, aber in Barcelona war es ähnlich. Auch in Monaco war es vergleichbar. Das ist unser derzeitiges Tempo. Leider haben wir noch einiges zu tun.”
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Als größte Schwäche nennt Bearman den mangelnden Abtrieb, insbesondere an der Hinterachse. Die Folgen seien während des gesamten Rennens deutlich spürbar gewesen. “Das ist unser größtes Problem. Es geht generell um Abtrieb, aber vor allem am Heck. Wir haben große Schwierigkeiten in der Einlenkphase und müssen deshalb mit einer sehr niedrigen Aero-Balance fahren, um überhaupt zurechtzukommen.” Besonders drastisch beschreibt er das Fahrverhalten des VF-26: “Die Traktion war zu Beginn des Rennens ein Albtraum. Schnelle Kurven waren ein Albtraum und auch die Kurvenausgänge waren ein Albtraum. Es war wirklich schwierig, die Reifen zu schonen und das Tempo zu halten.” “Das ist die harte Realität” Für Bearman steht fest, dass weder Fahrer noch Ingenieure an diesem Wochenende mehr hätten erreichen können. “Wenn ich auf alles schaue, was in unserer Kontrolle lag und auch in der Kontrolle der Ingenieure, dann haben wir alles maximiert. Ich bin mit dem Set-up zufrieden, das wir gewählt haben.” Sein Fazit fällt entsprechend ernüchternd aus: “Das ist einfach die harte Realität, wo wir im Moment stehen. Es gab nichts, was wir hätten tun können, um weiter vorne zu landen, außer wenn andere Autos ausgefallen wären.” Besonders deutlich wird Bearman beim Vergleich mit der Konkurrenz. Während sich andere Teams im Verlauf der Saison sichtbar verbessert hätten, sei Haas auf der Stelle getreten.”Die anderen Teams haben mehr Updates gebracht und auch effektivere Updates. Sie haben einen großen Schritt nach vorne gemacht und wir nicht. So einfach ist das.” Ocon: “Wir kennen das Problem” Auch Esteban Ocon bestätigt die Analyse seines Teamkollegen. Haas habe an diesem Wochenende alles versucht, das grundlegende Defizit des Autos jedoch nicht kaschieren können.  LAT Images Esteban Ocon kämpft mit den Defiziten des VF 25.

“Es lief so, wie wir es erwartet haben. Wir wissen, dass es ein Problem mit dem Auto gibt. Positiv ist aber, dass wir an diesem Wochenende alles gegeben haben. Wir haben das Maximum herausgeholt und versucht, jede Komponente zu verändern, die wir verändern konnten. Trotzdem kämpfen wir noch immer mit demselben Problem.”
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Der Franzose verweist zwar auf den starken Rennstart, der kurzfristig Hoffnung machte, letztlich habe der fehlende Abtrieb das Team aber erneut eingeholt: “Der Start war unglaublich. Wir haben als Team sehr hart gearbeitet, um ihn so gut wie möglich hinzubekommen. Ich habe beim Start alle überholt und war in der ersten Runde fast in den Punkterängen. Ich war bei den Racing Bulls, wurde später aber überrundet. Das ist schwer zu akzeptieren.”
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Das Kernproblem beschreibt Ocon ähnlich wie Bearman: “Wir müssen das Auto wieder in einen gesunden Zustand bringen. Das ist der erste Schritt. Uns fehlt sehr viel Abtrieb und deshalb rutsche ich permanent über die Reifen. Die ersten Runden kann ich das noch kontrollieren, danach werde ich von den anderen Autos überholt.” Komatsu sieht Entwicklungsarbeit als Schlüssel Teamchef Ayao Komatsu schlägt zwar etwas versöhnlichere Töne an, bestätigt die Einschätzung seiner Fahrer jedoch. Von den Abläufen her habe Haas ein sauberes Wochenende abgeliefert, doch die eigentliche Baustelle sei längst offensichtlich. “Operativ haben wir auch heute wieder gute Arbeit geleistet. Mit der Unterstützung aus Banbury und Maranello hat alles funktioniert. Das ist der positive Aspekt. Wir haben am Samstag und am Sonntag das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Jetzt müssen wir die Grundperformance anheben. Das bedeutet, dass wir ein schnelleres Auto brauchen. Daran arbeiten wir und hoffen, die nötige Leistung so schnell wie möglich ans Auto bringen zu können.”
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Die Botschaft aus dem Haas Lager ist damit eindeutig. Nicht Strategie, Set-up oder Fahrfehler kosten derzeit Zeit, sondern die fehlende Performance des Autos. Während die direkte Konkurrenz mit erfolgreichen Updates Fortschritte gemacht hat, wartet Haas noch immer auf den entscheidenden Entwicklungsschritt.

 
Formel1.de 

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