Party-Plan gegen den Teamkollegen: So will Russell Antonellis WM verhindern

Party-Plan gegen den Teamkollegen: So will Russell Antonellis WM verhindern

 

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George Russell hat vor dem Großen Preis der USA (hier live im Ticker verfolgen) einen ungewöhnlichen Plan präsentiert, um Kimi Antonellis vorzeitigen WM-Triumph zu verhindern: Er will seinen Mercedes-Teamkollegen in Austin zum Trinken ausführen.  LAT Images George Russell sieht nur noch eine Chance, Kimi Antonelli vom Titel abzuhalten

Bei einem gemeinsamen Fan-Forum vor dem Rennwochenende nahm Russell die Titelchancen seines Teamkollegen mit Humor. Antonelli reist mit 102 Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten Russell nach Austin und kann sich beim Rennen auf dem Circuit of The Americas vorzeitig zum Formel-1-Weltmeister krönen. Russells Gegenmaßnahme? Eine gemeinsame Partynacht. “Ich könnte dich auf ein paar Drinks einladen”, schlug er Antonelli vor. “Das könnte tatsächlich ein guter Weg sein, dich in der Weltmeisterschaft zu schlagen – indem ich dafür sorge, dass du Sonntagnacht verhaftet wirst.”
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Der Spruch sorgte beim Publikum für Lacher. Besonders pikant: Antonelli ist erst 20 Jahre alt und damit in den USA noch nicht alt genug, um legal Alkohol zu trinken. Ob Russell seinen Plan tatsächlich in die Tat umsetzen wird, darf bezweifelt werden. Als humorvolle Reaktion auf die Kräfteverhältnisse bei Mercedes kam der Vorschlag jedenfalls gut an. In den sozialen Medien feierten Fans den lockeren Umgang des Briten mit seiner Situation. Ein Nutzer schrieb, Russell bekomme zu viel Hass ab, habe aber akzeptiert, dass es für ihn in dieser Saison nicht gereicht habe, und nehme die Situation nun mit Humor. Ein anderer kommentierte augenzwinkernd: “Es ist ein Scherz … es sei denn …” Russell verschenkt im Qualifying eine bessere Startposition Auf der Strecke lief es für Russell am Samstag allerdings weniger lustig. Während Antonelli mit einer starken Runde die Poleposition eroberte, muss sich sein Teamkollege mit Startplatz sechs begnügen. Dabei hatte Russell nach eigener Einschätzung durchaus das Potenzial, deutlich weiter vorne zu stehen. “Das Qualifying sah eigentlich ganz gut aus. Wir haben uns gut bis in Q3 gebracht, und ehrlich gesagt habe ich dann einfach zwei schlechte Runden erwischt – und genau das hat uns da hingebracht, wo wir jetzt stehen”, erklärt er. “Kimi hat offensichtlich einen tollen Job gemacht. Ich glaube, ich hätte da vorne in den Top 3 landen können.” Wie viel er nach eigener Einschätzung liegen ließ, zeigt der Vergleich seiner Rundenzeiten: In Q2 war Russell rund zweieinhalb Zehntelsekunden schneller als in seinem besten Versuch im entscheidenden Qualifying-Abschnitt. “Das ist von meiner Seite aus natürlich schlichtweg nicht gut genug”, räumt er ein. Besonders in den letzten Kurven bekam der Mercedes-Pilot seine Runde nicht zusammen. Im ersten Sektor habe sich das Auto noch gut angefühlt, in den langsameren Passagen sei es dagegen schwieriger geworden. Eine komplizierte Erklärung will Russell dafür nicht liefern: “Ich glaube, von meiner Seite aus waren es im Q3 einfach zwei schlechte Runden. So einfach ist das im Grunde.”
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Auch die wechselnden Wetterbedingungen spielten eine Rolle. Über Austin zogen Wolken, die später wieder aufrissen. Dadurch veränderten sich die Streckenbedingungen während des Qualifyings. Russell vermutet, dass sich auf der letzten Runde kaum noch ein Fahrer verbessern konnte, nachdem die Sonne zurückgekehrt war. Den entscheidenden Fehler machte er allerdings bereits zuvor. “Es war einfach ein einziger Rutscher in Kurve 12, und danach kam eines zum anderen – ich habe im dritten Sektor alles verloren”, schildert er. “Und ja, so war das.” Wenn die Sonne herauskommt, steigt die Streckentemperatur um einige Grad. Das kann entscheidend dafür sein, ob die Reifen im optimalen Arbeitsfenster bleiben. Gerade im letzten Sektor mit seinen anspruchsvollen Kurven macht sich das bemerkbar. “Wenn man dann in den dritten Sektor kommt, macht das einen riesigen Unterschied aus, ob die Reifen im optimalen Arbeitsfenster sind oder eben nicht”, erklärt Russell. Kann Russell Antonelli im Rennen noch ärgern? Die Ausgangslage könnte kaum unterschiedlicher sein: Antonelli startet von ganz vorne und hat die Chance, seine ohnehin komfortable WM-Führung weiter auszubauen. Russell muss sich dagegen durch das Feld kämpfen und hoffen, dass sich im Rennen Möglichkeiten ergeben. Video wird geladen…  

Der Brite hat zwar noch rechnerische Chancen auf den Titel, doch dafür müsste einiges zusammenkommen. Eine Inhaftierung würde Russells Chancen natürlich noch einmal steigen lassen. Für den Fall, dass der Plan mit den Drinks nicht aufgeht, bleibt ihm immerhin noch die klassische Motorsport-Variante: schneller fahren als der Mann auf der anderen Seite der Garage.
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Doch selbst das dürfte in dieser Saison nicht mehr reichen.

 
Formel1.de 

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