Pedro de la Rosa enthüllt, wie Adrian Newey wirklich arbeitet

Pedro de la Rosa enthüllt, wie Adrian Newey wirklich arbeitet

 

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Adrian Newey hat seit seiner Zeit bei McLaren nichts von den Eigenschaften verloren, die ihn zu einem der erfolgreichsten Ingenieure der Formel 1 gemacht haben. Zu diesem Schluss kommt Pedro de la Rosa, der sowohl während seiner Zeit als Testfahrer bei McLaren als auch heute bei Aston Martin mit dem Briten zusammenarbeitet.  Sutton Images Adrian Newey hört Fahrern anders zu als viele Ingenieure

Im Rahmen eines Mediengesprächs wurde de la Rosa gefragt, ob er Unterschiede zwischen der Zusammenarbeit mit Newey vor rund 20 Jahren und heute erkennt. Der Spanier verneinte dies deutlich und erzählte eine Anekdote aus früheren Jahren. “Der einzige Unterschied ist eigentlich, dass ich seine Autos leider nicht mehr fahre”, erklärt de la Rosa. “An Adrian sehe ich überhaupt keinen Unterschied. Er arbeitet mit vollem Einsatz. Seine Arbeitsmoral ist herausragend.” Newey hört auf Fahrer statt nur auf Daten Besonders hob de la Rosa hervor, wie aufmerksam Newey nach wie vor auf das Feedback seiner Fahrer eingehe. In einer Zeit, in der Datenanalysen im Motorsport eine immer größere Rolle spielen, sei dies keineswegs eine Selbstverständlichkeit.
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“Er ist einer dieser Ingenieure, die dem Fahrer mehr zuhören als jeder andere, mit dem ich jemals gearbeitet habe”, sagt de la Rosa. “Heutzutage spricht man manchmal mit einem Ingenieur, und er schaut auf den Bildschirm. Dann weiß man nicht, ob die Daten recht haben oder man selbst. Adrian hingegen schreibt deine Kommentare in sein Notizbuch.” Als sechs Grad den Unterschied machten Als Beispiel erzählt de la Rosa eine Anekdote aus dem Freitagstraining beim Großen Preis von Australien 2005. Damals kam im Freien Training noch ein drittes Fahrzeug zum Einsatz, das der Spanier fuhr. Nach einigen Runden hatte Newey ihm lediglich eine Frage gestellt: “Warum kannst du in Kurve 1 nicht schneller fahren?”  LAT Images Pedro de la Rosa ist noch immer von Neweys Arbeitsweise begeistert

De la Rosa erklärte daraufhin, dass das Auto beim Einlenken stark untersteuere und er deshalb keine höhere Geschwindigkeit mitnehmen könne. Newey fragte anschließend nach dem ungefähren Lenkwinkel am Scheitelpunkt der Kurve. Der Spanier zeigte dies mit den Händen an. “Er sagte sofort: ‘Okay, das sind sechs Grad'”, berichtet de la Rosa heute noch. “Dann erklärte er mir, dass man im Windkanal nicht über sechs Grad hinausgehen könne, weil das Auto dann nicht mehr ausreichend rotieren und den nötigen Gierwinkel erzeugen würde.” Der Hintergrund aus heutiger Sicht Eine solche Fahrsituation ließ sich im Windkanal des Jahres 2005 kaum nachstellen. Dafür hätte das Modellfahrzeug mit einem Gierwinkel angeströmt werden müssen, während gleichzeitig die Räder eingeschlagen gewesen wären und auf dem laufenden Stahlband rollten. Bei Winkeln von mehr als sechs Grad stießen die damaligen Systeme jedoch an ihre Grenzen. Die Reifen begannen auf dem Band seitlich zu schleifen, was zu starker Erwärmung und hohem Verschleiß führte. Genau deshalb waren die Aerodynamiker in diesem Bereich auf die Rückmeldungen ihrer Fahrer angewiesen. Kleine Änderung mit großer Wirkung Newey habe sich damals die Anmerkungen notiert und angekündigt, bereits einige Ideen zur Lösung des Problems zu haben. Schon beim darauffolgenden Rennen seien diese Änderungen am Frontflügel umgesetzt worden. Das Fahrzeug habe anschließend deutlich weniger empfindlich auf Lenkeinschläge reagiert. Für de la Rosa verdeutlicht diese Episode, weshalb Newey im Fahrerlager einen so außergewöhnlichen Ruf genießt. Der Brite höre nicht nur aufmerksam zu, sondern sei auch in der Lage, die Rückmeldungen der Fahrer in konkrete technische Verbesserungen umzusetzen.
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Nach Ansicht des Spaniers macht genau diese Kombination Newey zu einer inspirierenden Persönlichkeit für das gesamte Team von Aston Martin und insbesondere für die jungen Ingenieure des Rennstalls.

 
Formel1.de 

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