Piastri nach Enttäuschung(en): “Nicht gerade der einfachste aller Tage”
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Der Grand Prix von Ungarn 2026 auf dem Hungaroring war für Oscar Piastri trotz 25 Führungsrunden unterm Strich eine Enttäuschung. Das liegt nicht nur daran, dass der Australier in McLaren-Diensten aufgrund eines Getriebeschadens nicht ins Ziel gekommen ist. Auch die Kollision bei der Überrundung von Williams-Pilot Carlos Sainz war ein Moment, den er lieber nicht erlebt hätte. Piastris Meinung zur Schuldfrage unterscheidet sich gänzlich von Sainz’ Meinung. LAT Images Der McLaren-Mercedes von Oscar Piastri nach dem Ausfall am Sonntag in Ungarn
Das Beste an Piastris Rennen war die Startphase. Nach Rückversetzung von Ferrari-Pilot Lewis Hamilton (Startplatz fünf statt zwei) nahm Piastri das 70-Runden-Rennen vom dritten Startplatz in Angriff. Und nach drei Kurven führte er es an. Denn zwischen Kurve 2 und Kurve 3 – genau dort, wo er 37 Runden später die Kollision mit Sainz hatte – nahm er seinem von der Pole gestarteten McLaren-Teamkollegen Lando Norris die Führung ab. “Der Start war ganz eindeutig das Highlight meines Rennens”, sagt Piastri. Abgesehen von der Phase der Boxenstopps führte der Australier das Rennen bis kurz vor Halbzeit der Distanz an. Dann ging es für ihn in mehreren Schritten “abwärts”, wie er selber sagt.
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“Die Pace auf den harten Reifen war nirgendwo. Und dass ich von einem Hinterbänkler gerammt wurde, das ist natürlich auch nicht das, womit man rechnen würde. Am Schluss dann noch das Getriebe, was bedeutete, dass es alles in allem nicht gerade der einfachste aller Tage war”, so Piastri. LAT Images Anfangs hatte Piastri “alles unter Kontrolle”, dann lief nicht mehr viel zusammen
Gestartet war der Australier wie die meisten im Feld auf den Medium-Reifen. Mit denen konnte er seine Führung im ersten Stint gut verteidigen. Als er beim ersten Boxenstopps auf Hard-Reifen umrüsten ließ, hielt er sich zwar weiter an der Spitze, aber Teamkollege Norris schien mit den harten Reifen besser zurechtzukommen. Diesen Eindruck bestätigt Piastri, indem er sagt: “Mit dem Medium hatte ich alles unter Kontrolle. Mit dem Hard befand ich mich trotzdem noch in der besten Position, aber es wäre nicht einfach geworden. Mit dem Hard hatte ich eigentlich nicht das Gefühl, die Kontrolle zu haben, denn aus irgendeinem Grund fühlte sich das Auto deutlich schlechter an.” “Trotz dessen, dass es so schwierig war, konnte ich trotzdem einen Abstand halten, der groß genug war um nicht überholt zu werden. Ob ich das bis zum Ende des Rennens so hätte durchhalten können, weiß ich nicht. Aus irgendeinem Grund war es mit den harten Reifen wirklich sehr schwierig”, rätselt Piastri. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Die Frage, ob er auch in der zweiten Rennhälfte gegen Norris bestanden hätte, wurde in zweierlei Hinsicht zu Ungunsten von Piastri beantwortet. Erst kam es in der 38. von 70 Runden zur Kollision mit Sainz. Und 18 Runden später rollte der McLaren mit der Startnummer 81 an genau der gleichen Stelle der Strecke mit Getriebeschaden aus. “Ich weiß nicht, was genau kaputtgegangen ist, aber ich hatte auf einmal keinerlei Gänge mehr”, erinnert sich Piastri. Auf Nachfrage von Sky, ob das Getriebe möglicherweise beim aggressiven Fahren über die Randsteine Schaden genommen haben könnte, antwortet er: “Keine Ahnung. Als es kaputtgegangen ist, fuhr ich meine ganz normalen Linien. Daher bin ich mir nicht sicher.” LAT Images War Piastris Ausfall auf das Räubern über die Randsteine zurückzuführen?
Als Siebter der aktuellen Formel-1-Fahrer-WM 2026 weist Piastri in der nun begonnenen Sommerpause einen Rückstand von 36 Punkten auf McLaren-Teamkollege Lando Norris (WM-Fünfter) und einen Rückstand von 127 Punkten auf WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (Mercedes) auf.
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Immerhin: Trotz der Enttäuschung(en) gibt der Ungarn-Grand-Prix Piastri etwas Hoffnung, dass es in der zweiten Saisonhälfte vorangehen kann. “Die Tatsache, dass ich das halbe Rennen lang in Führung lag, die ist trotz dessen, dass es ein schwieriges Rennen war, insgesamt doch ein positives Zeichen”, sagt er. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Ungarn
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Nachholbedarf sieht der WM-Dritte der vergangenen Saison aber auf jeden Fall noch: “Auch wenn ich diesmal das halbe Rennen angeführt habe, so gab es doch eine ganze Reihe von Dingen, die schiefgelaufen sind. Wenn es uns gelingt, noch ein bisschen mehr Pace zu finden, dann werden wir komfortabler in solche Positionen kommen.”
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