Pierre Gasly: Wenn du Helmut Marko überlebt hast, haut dich nichts mehr um!

Pierre Gasly: Wenn du Helmut Marko überlebt hast, haut dich nichts mehr um!

 

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Pierre Gasly steht in Brasilien vor einer besonderen Herausforderung: Da Argentinien auf absehbare Zeit keinen Grand Prix haben wird, pilgern viele argentinische Fans nach Sao Paulo, um seinen Teamkollegen Franco Colapinto anzufeuern: “Man spürt den Support auf jeden Fall”, sagt der Franzose. Doch das könnte in seinem Fall zum Problem werden.   Pierre Gasly und Helmut Marko waren lange auf derselben Seite

Denn dass die argentinischen Fans sehr leidenschaftlich sind und dabei auch gerne einmal über das Ziel hinausschießen, haben sie in der jüngeren Vergangenheit mehrfach bewiesen. Da wird auch nicht davor zurückgeschreckt, gegen das eigene Team zu schießen – und gegen den Teamkollegen natürlich auch. Doch den zusätzlichen Druck in Brasilien gegen die eigene Person sieht Gasly gelassen: “Ich bin seit zehn Jahren in der Formel 1 – und wenn du erst einmal mit Helmut Marko zu tun hattest, bedeutet alles andere keinen Druck mehr.”
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Was Gasly meint: Als ehemaliger Red-Bull-Junior stand er jahrelang unter den Fittichen von Marko, der als harter Hund galt und den Druck auf Fahrer enorm erhöhen konnte. Auch Gasly bekam das zu spüren und wurde bei Red Bull nach nur einem halben Jahr wieder fallen gelassen und ins zweite Glied zurückversetzt. Mexiko-Stadt: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Daher kann ihn jetzt nichts mehr schocke. “Ich weiß genau, was meine Aufgabe ist, und darauf konzentriere ich mich”, betont er. “Ich finde, das ist im Allgemeinen das Schöne an der Formel 1, und ich ziehe aus solchen Momenten eigentlich sehr gute Energie. Ich mag es, geärgert zu werden, um dann auf der Strecke die passende Antwort zu geben.” Zuletzt in Mexiko wurde Gasly ziemlich geärgert – und zwar von den Rennkommissaren. Diese gaben ihm und Teamkollege Colapinto nach dem Rennen Zeitstrafen, da sie unter gelben Flaggen nicht stark genug verlangsamt hatten. Dadurch fielen beide Alpines aus den Punkten, was man jetzt in Brasilien natürlich wieder gutmachen möchte. Starke Brasilien-Bilanz für Gasly Statistisch sieht es ganz gut aus, denn Brasilien ist eine der besten Strecken für Gasly: Hier holte er 2019 sein erstes Podium in der Formel 1 und fuhr in den letzten sechs Ausgaben fünf Mal in die Punkte – darunter 2024 mit dem außergewöhnlichen Doppelpodium für Alpine und 2025, wo es Gaslys einzige Top-10-Platzierung in der gesamten zweiten Saisonhälfte war. Auf die gute Bilanz angesprochen, strahlt er: “Du hast mir gerade den Tag gerettet, denn das wusste ich noch gar nicht! Ich wurde heute Morgen um 6 Uhr für einen Dopingtest aus dem Bett geklingelt, weshalb meine Laune nicht gerade auf dem Höhepunkt ist – ich hatte nämlich eine beschissene Nacht”, sagt er. “Aber ja, das ist eine großartige Statistik und ich liebe diesen Ort einfach. Das ist die einzige Strecke, auf der ich bisher zwei Podestplätze in der Formel 1 geholt habe: meinen allerersten 2019 und dann den 2024 im Regen. Und für Sonntag sieht es ganz danach aus, als würde es wieder regnen. Ich bin also extrem vorfreudig!”   Pierre Gasly jubelt über sein erstes Podium beim Rennen in Brasilien 2019

Doch er weiß auch, dass sich Alpine für ein gutes Ergebnis wird strecken müssen: “In Mexiko fehlten uns etwa sechs Zehntel auf die Poleposition, also fordere ich jetzt eine ganze Sekunde vom Team”, sagt er. “Das ist genau das, was wir zu finden versuchen.”
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Er betont auch: “Insgesamt haben wir in allen Bereichen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Mechanisch an der Aufhängung gibt es noch ein paar Dinge, die wir optimieren können. Aerodynamisch wissen wir, dass da Komponenten am Auto sind, mit denen wir nicht vollkommen glücklich sind und die wir für nächstes Jahr ändern.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Aber: Es gebe eigentlich keinen einzelnen Bereich, in dem Alpine im Vergleich zu den anderen massiv hinterherhinke. “Ich hoffe also sehr, dass wir einen weiteren Schritt nach vorne machen werden.”

 
Formel1.de 

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