Platz sieben weg: Leclerc erhält für Lawson-Kollision Zeitstrafe
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Charles Leclerc muss den Großen Preis von Sao Paulo auf Platz acht statt auf Rang sieben beenden. Nach einer Untersuchung der Kollision mit Liam Lawson in der Schlussphase des Rennens sprachen die FIA-Kommissare eine Zeitstrafe von fünf Sekunden gegen den Ferrari-Piloten aus. Damit rutscht Leclerc in der endgültigen Wertung hinter den Racing-Bulls-Fahrer zurück. LAT Images Charles Leclerc verliert Rang sieben in Brasilien nachträglich
Der Zwischenfall ereignete sich in Runde 69 in Kurve 12. Leclerc kämpfte dort mit Lawson um den siebten Platz und berührte beim Überholversuch das Auto des Neuseeländers. Beide Fahrer konnten das Rennen fortsetzen. Leclerc gelang es anschließend, an Lawson vorbeizukommen und zunächst Platz sieben ins Ziel zu bringen. Die Rennkommissare nahmen den Vorfall nach dem Rennen genauer unter die Lupe. Nach Anhörung beider Fahrer sowie der Teams und einer Auswertung der Videoaufnahmen, Onboard-Bilder und Daten kamen sie zu dem Schluss, dass Leclerc eine Kollision verursacht hatte. FIA sieht sportlichen Vorteil durch die Berührung In ihrer Begründung räumten die Kommissare ein, dass der Kontakt nur geringfügig gewesen sei. Lawson habe seine Position zunächst sogar halten können. Allerdings habe der Zwischenfall Auswirkungen auf den weiteren Zweikampf gehabt.
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Lawson erklärte, dass durch die Berührung möglicherweise die hintere linke Felge seines Autos beschädigt worden sei. Zudem habe der Kontakt Leclerc ermöglicht, näher an ihn heranzukommen und ihn fünf Kurven später zu überholen. Entscheidend war für die FIA, dass Lawson durch die Berührung tatsächlich beeinträchtigt wurde. In der Begründung heißt es, der Kontakt habe das Auto des Racing-Bulls-Piloten gestört und Leclerc dadurch ermöglicht, wieder neben Lawson zu gelangen, obwohl er vor der Berührung noch weiter zurückgelegen hatte. Die Kommissare sahen deshalb eine klare sportliche Auswirkung. Die F1-Show zum Grand Prix von Brasilien | Sonntag F1 São Paulo 2026 Video wird geladen…
Nach den geltenden Richtlinien für Zweikampfsituationen habe Lawson in Kurve 12 das Recht auf die Kurve gehabt. Es sei an Leclerc gewesen, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Kollision zu vermeiden. Die FIA berücksichtigte bei der Strafzumessung allerdings auch die Umstände des Vorfalls. Der Kontakt sei gering gewesen und habe sich unter schwierigen Bedingungen auf nasser Strecke ereignet. Deshalb entschieden sich die Kommissare für eine Fünf-Sekunden-Strafe statt der üblichen zehn Sekunden. Leclerc: “Für mich gehört das zum Rennsport” Leclerc hatte unmittelbar nach dem Rennen noch keine Kenntnis von der Untersuchung. Auf die Frage nach dem Zweikampf mit Lawson erklärte er, dass es aus seiner Sicht eng, aber noch im Rahmen gewesen sei.
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“Es war am Limit, aber für mich gehört das zum Rennsport”, so der Monegasse. Erst im Anschluss habe er erfahren, dass die Rennkommissare den Vorfall untersuchten. Wie andere die Situation bewerten würden, müsse man abwarten. Für ihn selbst sei es ein unterhaltsamer Zweikampf gewesen – auch wenn andere das möglicherweise anders sähen. Lawson schilderte die Situation zurückhaltender. Er habe versucht, Leclerc hinter sich zu halten, und es sei dabei zur Berührung in Kurve 12 gekommen. Was genau passiert sei, wolle er sich zunächst noch einmal ansehen. Lawson vermutet Schaden am Hinterrad Der Racing-Bulls-Pilot hatte nach dem Kontakt offenbar Glück, dass sein Auto keinen größeren Schaden davontrug. Auf die Frage, ob er einen Reifenschaden befürchtet habe, antwortete Lawson: “Ich denke, sein Frontflügel hat meinen Reifen getroffen. Ich glaube, wir hatten wirklich Glück.”
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Anschließend zog der Neuseeländer einen Vergleich zu einem früheren Zweikampf Leclercs mit Alexander Albon in Abu Dhabi, bei dem es ebenfalls zu einer ähnlichen Situation gekommen sei. “Vielleicht ist das seine Spezialität”, scherzt Lawson. Ob das Manöver regelkonform gewesen sei, müsse man noch überprüfen. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Sao Paulo
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Die FIA hat diese Frage nun beantwortet: Leclerc wurde für die Kollision verantwortlich gemacht und verliert durch die nachträgliche Zeitstrafe seinen siebten Platz. Für Lawson bedeutet die Entscheidung, dass er den Sao-Paulo-Grand-Prix nun als Siebter beendet.
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