Ralf Schumacher: Charles Leclerc “lässt sich so ein bisschen vorführen”
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Während bei Ferrari aktuell die “Wiederauferstehung” von Lewis Hamilton gefeiert wird, rutscht Charles Leclerc immer tiefer in die Krise. In Barcelona blieb der Monegasse im zweiten Rennen in Folge ohne Punkte. Das war ihm zuvor zuletzt im Sommer 2024 vor zwei Jahren passiert. LAT Images Bei Charles Leclerc läuft es aktuell nicht rund
Zwar sorgte am Sonntag in Barcelona ein Defekt am Ferrari für seinen Ausfall. Doch auch bis dahin lag Leclerc lediglich auf einem unspektakulären sechsten Platz, während Teamkollege Hamilton das Rennen anführte und schließlich seinen ersten Sieg für Ferrari feierte. “Charles muss jetzt aufpassen. Er lässt sich jetzt so ein bisschen vorführen gerade von Lewis”, warnt Ralf Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. In Barcelona war Leclerc im Qualifying gecrasht, und auch bei seinem Heimrennen zuvor in Monaco sah er die Zielflagge nach einem Unfall nicht.
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Schumacher vermutet, dass der Crash am Samstag in Barcelona mit dem Druck zusammenhängt, den Hamilton durch seine guten Ergebnisse gerade ausübt. Deswegen habe es Leclerc im Qualifying einfach übertrieben, so der sechsmalige Grand-Prix-Sieger. Lewis Hamilton hätte auch ohne VSC gewonnen! Video wird geladen… Nach dem Großen Preis von Barcelona-Catalunya analysiert Datenexperte Kevin Hermann die wichtigsten Zahlen des Rennwochenendes.
Er erklärt, dass man sich als Fahrer in gewissen Kurven bis zur Qualifikation oft bewusst zurückhalte. “Wo man sagt: Okay, da kann ich im Qualifying auf einmal noch ein Zehntelchen oder zwei rausholen und bin dann schneller als mein Teamkollege”, so Schumacher. “Und ich glaube, das hatte Charles so im Blick. Das wollte er machen”, vermutet der Experte. Doch stattdessen sei der Ferrari-Pilot “viel zu schnell in die Kurve reingefahren” und mit “annähernd zehn km/h” zu viel schließlich abgeflogen. Schumacher: Leclerc darf keine “Panik” bekommen Mit solchen Dingen müsse er nun “aufhören”, sagt Schumacher und erklärt: “Er muss einfach einen Schritt zurück. Das abrufen, was er kann.” Denn vom reinen Speed her sei Leclerc seiner Meinung nach “immer noch besser” als Teamkollege Hamilton, betont er. “Er muss halt jetzt nur ein Stück weit zurückrudern und nicht das Auto überfahren”, sagt Schumacher und erklärt, Leclerc dürfe “keine Panik bekommen, dass Lewis Hamilton jetzt nah dran ist”. Sein Eindruck ist, dass Leclerc Hamilton so dominieren möchte wie im Vorjahr. Doch das funktioniert 2026 gegen einen wiedererstarkten Hamilton nicht mehr. “Selbst wenn er nur ein Zehntel schneller ist als ein siebenfacher Weltmeister, ist das immer noch genug”, erinnert Schumacher. Barcelona: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Leclerc müsse “verinnerlichen, dass er nicht mehr diese drei bis fünf oder sechs Zehntel [Vorsprung] hat”, erklärt er. In Hamiltons erster Ferrari-Saison 2025 war der Rekordweltmeister regelmäßig noch deutlich hinter Leclerc gelandet.
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In der WM setzte sich der Monegasse am Ende des Jahres klar mit 242:156 Punkten durch. Zudem stand er im Verlauf der Saison siebenmal auf dem Podium, während Hamilton es kein einziges Mal auf das Treppchen schaffte. 2026 ist dieses Verhältnis gekippt. Leclerc stand bislang erst zweimal auf dem Podest, während Hamilton schon viermal auf dem Treppchen jubeln durfte und zudem am vergangenen Wochenende in Barcelona den ersten Ferrari-Sieg seit 2024 einfuhr.
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Diese neue Realität muss Leclerc laut Schumacher schnellstmöglich akzeptieren.
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