Reifen-Fehlgriff in Kanada: Warum McLaren den Inter-Start nicht bereut
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Leichter Regen hatte den Kurs in Montreal den gesamten Vormittag über fest im Griff, doch pünktlich zum Start um 16 Uhr Ortszeit besserten sich die Bedingungen. Die überwiegende Mehrheit des Feldes entschied sich für Slicks. LAT Images Nach drei Formationsrunden wurde es für die Mclaren nach dem Start viel zu schnell viel zu trocken
Nicht so McLaren. Lando Norris und Oscar Piastri wagten aus der zweiten Startreihe heraus als einzige im Spitzenfeld den Intermediate-Poker. Eine Wahl, die sich schnell als teurer Fehlgriff entpuppte. Beide Piloten steuerten nahezu unmittelbar die Box an, um auf den Medium-Reifen zu wechseln. Von diesem Moment an geriet das Rennen für McLaren völlig außer Kontrolle. Während seiner Aufholjagd kollidierte Piastri mit Alex Albon, während Norris seinen Boliden später mit einem mechanischen Defekt vorzeitig abstellen musste. (Zum Rennbericht)
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Das Pech mit den zusätzlichen Formationsrunde Doch nach dem Rennen betonte Teamchef Stella, dass die Entscheidung für den Intermediate zu jenem Zeitpunkt, als sie getroffen werden musste, keineswegs falsch war. Der gestrandete Racing-Bulls-Bolide von Arvid Lindblad erzwang gleich zwei zusätzliche Formationsrunden und raubte McLaren so jeglichen potenziellen Startvorteil. Video wird geladen…
Genau in der Phase, als die Streckenbedingungen am schlechtesten waren, fehlten diese entscheidenden Runden unter Rennbedingungen. “Man muss bedenken, dass die Reifen fünf Minuten vor dem Start montiert werden und wir ein Zeitfenster von etwa sieben Minuten hatten, um operativ eine Entscheidung zu treffen”, erklärte Stella. “Aus unserer Sicht war die Strecke extrem schmierig. Auf trockenem Asphalt war es schon schwer genug, Temperatur in die Reifen zu bekommen, aber in diesem Moment war es eben schmierig und es regnete. In so einer Situation muss man abwägen, welcher Reifen für diesen exakten Moment der richtige ist.” Und dann begann der Überlebenskampf” “Danach hörte der Regen rasend schnell auf, und die doppelte Formationsrunde hat uns meiner Meinung nach den gesamten Vorteil dieser Entscheidung gekostet”, fuhr der Italiener fort. “Ich hätte wirklich gerne gesehen, wie die Autos auf Trockenreifen klargekommen wären, wenn das Rennen pünktlich gestartet wäre. Wir hatten also einfach etwas Pech, dass der Regen genau dann aufhörte und wir diese extralangen Formationsrunden drehen mussten. Im Nachhinein wurden wir für die Entscheidung bestraft, aber als wir sie treffen mussten, sprachen die Bedingungen absolut für den Intermediate.” Formel-1-Quiz
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Spa-Francorchamps Abu Dhabi Buenos Aires Imola Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Stella, der schon im Vorfeld vor Regen warnte, verriet zudem, dass er persönlich in die Entscheidungsfindung eingegriffen habe. Er wollte unbedingt sicherstellen, dass seine Piloten die ersten Runden unbeschadet überstehen. Kühle Bedingungen machten es für die Slick-Starter zudem schwer, die Vorderreifen auf Temperatur zu bringen. Stella wollte erste Runden unbeschadet überstehen Wie viel Grip der Inter zunächst bot, zeigte sich direkt am Start: Der von Rang 3 losgefahrene Norris katapultierte sich mit einem überragenden Launch an die Spitze, bevor sich sein Reifenvorteil in einen handfesten Nachteil verwandelte.
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“Was die eigentliche Entscheidungsfindung angeht, haben sich der Kommandostand und die Fahrer das relativ gut aufgeteilt. Als der Ruf nach einer Entscheidung kam, habe ich sogar selbst meinen Input gegeben”, fügte Stella hinzu. “Ich wollte einfach sichergehen, dass wir auf einem Reifen unterwegs sind, mit dem wir die erste Runde überleben.”
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Abschließend warb der Teamchef um Verständnis: “Wir müssen immer ein wenig vorsichtig sein, wenn wir Entscheidungen nur anhand des Endresultats beurteilen. Man muss solche Entscheidungen in dem Moment bewerten, in dem sie getroffen werden müssen. Hätte der Regen nur ein paar Minuten länger angehalten und wäre das Rennen pünktlich gestartet, hätten wir Autos gesehen, die auf Trockenreifen massiv zu kämpfen gehabt hätten.”
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