Russell vor Rätsel: Antonelli setzt Mercedes-Star immer stärker zu

Russell vor Rätsel: Antonelli setzt Mercedes-Star immer stärker zu

 

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George Russell steht in der Formel-1-Saison 2026 vor einer schwierigen Phase. Nachdem er das Jahr mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg in Melbourne begonnen hatte, gerieten seine Titel-Ambitionen durch mehrere Rückschläge ins Stocken. Ungünstige Safety-Car-Phasen, technische Probleme und ein Ausfall beim Großen Preis von Kanada kosteten ihn wichtige Punkte im Kampf um die Weltmeisterschaft.  LAT Images Russell versteht selbst nicht, warum er nicht abliefert

Parallel dazu zeichnet sich jedoch ein weiterer Trend ab, der für Russell zunehmend zum Problem werden könnte, sein Fahrstil scheint derzeit weniger gut mit den Eigenschaften des Mercedes W17 zu harmonieren als jener seines Teamkollegen Kimi Antonelli. Erstmals wurde dieser Unterschied in Miami deutlich. Dort verlor Russell sowohl im Sprint-Qualifying als auch im Qualifying für den Grand Prix rund vier Zehntelsekunden auf den Italiener. Damals führte er den Rückstand noch auf die spezielle Charakteristik des Miami International Autodrome und dessen glatten Asphalt zurück. Antonelli nutzt seine Stärken auf Stadtkursen Ähnliche Muster zeigten sich anschließend jedoch auch auf den Stadtkursen von Montreal und in Monaco. Im Fürstentum fiel der Vergleich deutlich zugunsten von Antonelli aus. Der Italiener sicherte sich die Poleposition, während Russell nur Rang sechs in der Startaufstellung belegte und rund vier Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit seines Teamkollegen hatte.
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“Ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, was gerade los ist”, erklärt ein ratlos wirkender Russell nach dem Qualifying. “Es liegt offensichtlich etwas an meiner Fahrweise, das dem Auto im Moment nicht hilft.” Besonders auffällig war in Monaco die Problematik beim Aufwärmen der Reifen. Dieses Thema beschäftigte mehrere Fahrer im Feld, doch Antonelli schien die Reifen deutlich einfacher in das optimale Arbeitsfenster zu bringen. Vor allem in den Sektoren zwei und drei verlor Russell entscheidende Zeit. Mercedes sucht nach den Ursachen Mercedes analysiert nun die Unterschiede zwischen den beiden Fahrern detailliert. Dabei stehen sowohl Anpassungen am Fahrstil während der Aufwärmrunden als auch mögliche Änderungen am Fahrzeug-Set-up im Fokus. “Es gibt eindeutig einen Unterschied im Fahrstil zwischen uns beiden. Das war schon im vergangenen Jahr so”, erläutert Russell. “Damals hat mir das sehr geholfen, dieses Jahr spielt es offensichtlich perfekt in seine Hände. Aber das erklärt noch nicht, warum ich zu Saisonbeginn so stark war und jetzt so große Schwierigkeiten habe.” Der Brite ergänzt: “Das sieht man klar in den Daten. Die Art und Weise, wie wir fahren, hat einen großen Einfluss auf die Reifen. Er bringt die Reifen einfach besser in das richtige Fenster als ich. Dadurch hat er über die gesamte Runde eine bessere Balance und die Geschwindigkeit kommt für ihn leichter. Ich weiß nicht genau, warum das so ist.” Barcelona wird zum wichtigen Härtetest Mit Blick auf den bevorstehenden Grand Prix von Spanien könnte sich jedoch ein anderes Bild ergeben. Der Circuit de Barcelona-Catalunya verfügt über mehrere schnelle und langgezogene Kurven, die die Reifen deutlich stärker beanspruchen. Das Rennen gilt daher als wichtiger Gradmesser dafür, ob die Schwierigkeiten von Russell tatsächlich streckenspezifisch sind oder nicht.

Gleichzeitig entwickelt sich Antonelli immer mehr zu einem ernsthaften Herausforderer innerhalb des Teams. Der 19-Jährige präsentiert sich deutlich konstanter und reifer als noch während seiner Debütsaison 2025. Antonelli besteht die bisher größte Bewährungsprobe Besonders eindrucksvoll war seine Leistung im Qualifying von Monaco. Dort musste er sich im Kampf um die Poleposition gegen den viermaligen Weltmeister Max Verstappen behaupten. Auf einem Kurs, auf dem kleinste Fehler sofort bestraft werden, lieferte Antonelli eine fehlerfreie Runde ab und sicherte sich den ersten Startplatz.
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“Das ist eine der intensivsten Qualifying-Sessions des Jahres, wenn nicht sogar die intensivste”, sagt Antonelli nach seiner Poleposition. “Man versucht im Training ständig, näher ans Limit zu kommen. Die letzten zwei Zehntelsekunden zu finden, ist nicht einfach, weil die Mauern immer näher rücken und es schwierig ist, Vertrauen aufzubauen.” Antonelli zeigt sich mit seiner Leistung äußerst zufrieden: “Ich habe mich heute Morgen großartig gefühlt und freue mich, dass wir die Aufgabe heute erledigen konnten. Es war eine dieser Runden, die wir eine magische Runde nennen.” Bono als wichtiger Faktor für Antonellis Entwicklung Auch die Zusammenarbeit mit seinem erfahrenen Renningenieur Peter Bonnington entwickelt sich positiv. Der langjährige Mercedes-Ingenieur, der zuvor unter anderem Lewis Hamilton betreute, scheint Antonelli wichtige Impulse für dessen Entwicklung zu geben.
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Mit jedem Rennwochenende fühlt sich Mercedes in seiner Entscheidung bestätigt, Antonelli bereits 2025 in die Formel 1 zu bringen und ihm die Möglichkeit zu geben, in seiner ersten Saison wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Neben seinem offensichtlichen Tempo überzeugt der Italiener vor allem durch seine schnelle Lernfähigkeit und seine Fähigkeit, Erkenntnisse unmittelbar auf der Strecke umzusetzen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Die kommenden Wochen mit sechs Rennen innerhalb von acht Wochen dürften zeigen, ob die aktuellen Schwierigkeiten von Russell lediglich eine vorübergehende Erscheinung auf bestimmten Streckentypen sind oder ob Antonelli sich dauerhaft als neuer Maßstab innerhalb des Mercedes-Teams etabliert.

 
Formel1.de 

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