Sainz skeptisch: Formel 1 kann Finale im Nahen Osten noch nicht garantieren

Sainz skeptisch: Formel 1 kann Finale im Nahen Osten noch nicht garantieren

 

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Obwohl FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem erst vor wenigen Tagen angekündigt hatte, dass die Formel-1-Rennen in Katar und Abu Dhabi wie geplant stattfinden sollen, bleiben Zweifel an der Durchführung. Williams-Pilot Carlos Sainz, der zugleich als Direktor der Formel-1-Fahrervereinigung GPDA fungiert, sieht die Lage kritisch.  LAT Images Carlos Sainz sieht das Saisonfinale im Nahen Osten mit Skeptik

“Sie scheinen sehr überzeugt davon zu sein, dass es stattfinden wird”, meint der Spanier. “Ich persönlich – und ausdrücklich nicht als Vertreter der GPDA – finde es derzeit sehr schwierig, davon überzeugt zu sein, weil im Nahen Osten weiterhin jede Menge passiert.” Eine Lösung im Konflikt zwischen den USA und ihrem Verbündeten Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite ist derzeit nicht in Sicht. Zudem sorgen neue Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien für zusätzliche Spannungen. Die Sicherheitslage im Nahen Osten bleibt angespannt – mit möglichen Folgen für den Formel-1-Kalender.
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“Außerdem stehen in den USA natürlich Wahlen an, und es wird politische Entwicklungen geben, die sich in den nächsten anderthalb Monaten sehr plötzlich auf die Situation auswirken könnten”, ergänzt Sainz mit Blick auf die US-Zwischenwahlen am 3. November. Verschärft sich die Lage im Nahen Osten wieder? Berichten verschiedener Medien zufolge bereiten die USA und Israel für die Zeit nach der Wahl weitere Angriffe auf den Iran vor, was die Situation wieder komplett verändern kann. “Deshalb halte ich es für relativ verfrüht, bereits so überzeugt zu sein”, stellt der Williams-Pilot am Donnerstag vor dem Großen Preis der USA in Austin klar. Formel-1-Rennen, die abgesagt werden mussten

Hinter den Kulissen arbeitet die Formel 1 dennoch an möglichen Alternativen. Als Ausweichstrecke für das Saisonfinale scheint Imola bereits gesetzt. Dort könnte am ursprünglich für Abu Dhabi vorgesehenen Wochenende gefahren werden. Eine solche Verlegung gilt allerdings nur als Option für den äußersten Notfall. Die bisherigen Aussagen der Verantwortlichen deuten darauf hin, dass die Rennen in Katar und Abu Dhabi nach Möglichkeit wie geplant stattfinden sollen. Grundlage dafür sind die aktuell verfügbaren Informationen sowie die Zusicherungen verschiedener Beteiligter. Sainz: Fahrer werden auf FIA und Formel 1 hören Sainz sieht die Fahrer unterdessen in einer Position, in der sie auf die Einschätzung der Formel-1-Verantwortlichen angewiesen sind. Diese verfügten über umfassendere Informationen zur tatsächlichen Lage vor Ort und müssten beurteilen, ob eine sichere Durchführung der Rennen gewährleistet werden kann. “Nach aktuellem Stand würden wir nach Katar und Abu Dhabi reisen. Wenn die FIA und die Formel 1 zu dem Schluss kommen, dass das weiterhin sicher und eine gute Lösung ist, müssen wir Fahrer uns meiner Meinung nach nach ihrer Entscheidung richten”, so Sainz. “Es ist nicht so, dass wir über dieselben internen Informationen verfügen wie sie.”
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“Deshalb müssen wir ihrer Einschätzung folgen und darauf vertrauen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.” Eine endgültige Entwarnung ist das für den Williams-Piloten jedoch nicht. Zu groß ist die Unsicherheit angesichts einer geopolitischen Lage, die sich innerhalb weniger Wochen grundlegend verändern könnte. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Aber das gilt nur für den aktuellen Stand”, sagt Sainz. “Die Welt kann sich in den nächsten anderthalb Monaten stark verändern. Deshalb müssen wir auf das reagieren, was passiert, und nicht einfach fahren, nur weil wir es zum jetzigen Zeitpunkt wollen.”

 
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