Steiner schießt gegen FIA-Präsident: “Ist nicht das Problem des Verbands”
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Der ehemalige Haas-Teamchef Günther Steiner hat FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem für dessen Aussagen über Fernando Alonso und Aston Martin scharf kritisiert. Steiner hält es für falsch, dass sich der Automobil-Weltverband in die sportliche Situation eines einzelnen Teams einmischt, um einem Fahrer zu besseren Ergebnissen zu verhelfen. circuitpics.de Günther Steiner ist mit den Aussagen des FIA-Präsidenten nicht einverstanden
Bin Sulayem hatte zuvor angesichts der schwierigen Formel-1-Saison 2026 von Aston Martin erklärt, dass ein zweimaliger Weltmeister wie Alonso es nicht verdiene, seine Karriere aufgrund mangelnder Konkurrenzfähigkeit beenden zu müssen. Genau an diesem Gedanken stößt sich Steiner. “Niemand verdient es, dort oder irgendwo anders zu sein. Nicht nur in der Formel 1. Man muss dafür arbeiten, dort zu sein. Man muss dort sein wollen, aber man verdient es nicht einfach”, sagt Steiner im The Red Flags Podcast. “Was bedeutet überhaupt ‘verdienen’? Meiner Meinung nach verdient im Sport niemand irgendetwas. Im Leben ist das etwas anderes. Zu sagen, Aston Martin müsse das in den Griff bekommen: Das ist deren Problem. Das ist nicht das Problem des Verbands.”
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Steiner reagiert damit auf Aussagen des FIA-Präsidenten, der angesichts der schwierigen Saison von Aston Martin öffentlich seine Unterstützung angeboten hatte. Bin Sulayem hatte erklärt, verhindern zu wollen, dass der zweimalige Weltmeister Alonso aufgrund mangelnder Konkurrenzfähigkeit seine Formel-1-Karriere beendet. Steiner: Und warum hilft die FIA nicht Cadillac? Für Steiner wirft eine solche Haltung jedoch die Frage nach der Gleichbehandlung der Teams auf. Dabei verweist der ehemalige Haas-Teamchef auch auf andere Rennställe, die in der Saison 2026 mit erheblichen Schwierigkeiten kämpfen. Cadillac etwa ist in diesem Jahr als elftes Team neu in die Formel 1 eingestiegen und wartet noch immer auf seine ersten WM-Punkte. “Was soll Cadillac dann sagen? ‘Oh, wir verdienen es, besser zu sein. Wir brauchen etwas Hilfe'”, sagt Steiner. “Die brauchen übrigens jede Menge Hilfe, viel mehr als Aston Martin, denn Aston Martin kann sich selbst helfen – und sie werden sich selbst helfen.” Was bin Sulayem über Alonso gesagt hat Ausgangspunkt der Diskussion waren Aussagen bin Sulayems vor dem Grand Prix von Spanien. Angesichts der bis dahin schwierigen Saison von Aston Martin bezeichnete es der FIA-Präsident als “nicht akzeptabel”, dass Alonso nicht konkurrenzfähig sei. Gleichzeitig stellte er Unterstützung in Aussicht, um zu verhindern, dass der Spanier seine Karriere deshalb beendet. Video wird geladen…
“Es gibt keine Möglichkeit, dass wir zulassen können, dass Fernando aufhört – Alonso, ein großer Champion – nur aufgrund der Umstände”, sagte bin Sulayem. “So sollte man die Bühne nicht verlassen. Er muss erfolgreich sein und dann aufhören, wann immer er will, und nicht, weil er aufgrund der Performance gezwungen war aufzuhören.” Bin Sulayem kündigte zudem an, persönlich mit Alonso sprechen zu wollen: “Ich werde mit ihm sprechen. Ich habe zu ihm gesagt: Ich habe gesehen, dass er sehr traurig war, und ich habe gesagt: ‘Fernando, ich verstehe das. Es ist nicht akzeptabel, dass du in dein eigenes Land kommst und jetzt, nachdem du zweimal Weltmeister warst …'”
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Anschließend verwies der FIA-Präsident auf Maßnahmen, die bereits zuvor zugunsten des Teams beziehungsweise dessen Antriebssituation ermöglicht worden seien: “Wir haben schon früher, im Mai, legal etwas für das Team hinsichtlich des Motors getan, damit es sich verbessern kann. Und dann habe ich zu ihm gesagt: ‘Ich werde dir nicht sagen, was wir tun werden. Bitte sag mir, was du willst, denn du bist der Fahrer. Komm zu mir und sag mir, was wir tun sollen, um diese Ergebnisse zu verbessern.'” Ein FIA-Sprecher stellte anschließend klar, dass sich bin Sulayems Aussagen auf das ADUO-System (Additional Development and Upgrade Opportunities) bezogen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Alonsos Vertrag mit Aston Martin läuft am Ende der Saison aus. Entsprechend gibt es Spekulationen über seine Zukunft, darunter einen möglichen Wechsel zu Alpine oder ein Karriereende nach der Saison 2026.
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