Vettel über Regeldebatte: “Wir müssen die Dinge verbinden, die wir lieben”
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Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel ist überzeugt, dass die Formel 1 über die technologischen Möglichkeiten verfügt, ihre Nachhaltigkeitsziele mit einem aufregenden Produkt auf der Rennstrecke zu verbinden. circuitpics.de (KI-bearbeitet) Sebastian Vettel in Michael Schumachers Ferrari F2002 in Monza 2026
Als Rennfahrer mit einer tief verwurzelten Leidenschaft für die Geschichte der Rennserie gehörte Vettel nicht gerade zu den größten Befürwortern der Turbohybrid-Motoren, als diese 2014 in der Formel 1 eingeführt wurden. Er kritisierte sowohl ihren gedämpften Sound als auch die Auswirkungen ihrer Komplexität auf das Renngeschehen. Nach einem Defekt am Hybridsystem seines Ferrari beim Grand Prix von Russland 2019 forderte Vettel über Funk bekanntlich: “Bringt die verdammten V12 zurück!” Als prominenter Verfechter des Umweltschutzes schienen Vettels Überzeugungen und seine Liebe zum Motorsport alter Schule lange Zeit nur schwer miteinander vereinbar zu sein. Doch obwohl er “nicht mit allem einverstanden” ist, was das aktuelle Reglement vorsieht, ist der Deutsche zugleich der Ansicht, dass die gegenwärtigen technologischen Fortschritte neue Möglichkeiten eröffnen, Nachhaltigkeit und Faszination künftig miteinander zu verbinden. Vettel: “Was ist eigentlich das beste Auto?” “Ich finde das spannend”, so Vettel beim Grand Prix von Italien in Monza, wo er den Formel-1-Ferrari seines engen Freundes Michael Schumacher aus dem Jahr 2002 fuhr – angetrieben von einem kreischenden, reinrassigen V10-Motor. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Wenn man sich die Formel 1 anschaut, gibt es so viel mehr, was man dabei berücksichtigen kann. Natürlich möchte ich aus Fahrersicht das beste Auto fahren und Rennen gewinnen. Aber was ist eigentlich das beste Auto? Das Auto von 2002 war damals der Stand der Technik und verkörpert so vieles von dem, wofür die Formel 1 steht.”
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“Die heutigen Autos tun das Gleiche. Und ich glaube, es geht um Performance, Präzision, Disziplin und harte Arbeit, aber eben auch um Verantwortung und darum, sich Gedanken über die Zukunft zu machen – und genau das versuchen diese Autos zu leisten. Aus Fahrersicht bin ich wahrscheinlich nicht mit allem einverstanden, was wir derzeit im Reglement haben. Aber wenn ich nach vorne schaue, sehe ich genau darin eine riesige Chance, die Menschen mitzunehmen.” “Das eine muss das andere nicht ausschließen. Ich glaube, wir müssen bei allem Wege finden, die es uns ermöglichen, die Dinge miteinander zu verbinden, die wir lieben.” Vettel gilt als Fan von Verbrennermotoren mit E-Fuels Vettel setzt sich seit Langem für den Einsatz synthetischer Kraftstoffe und E-Fuels ein. Der Umstieg der Formel 1 auf fortschrittliche nachhaltige Kraftstoffe in dieser Saison kam zwar zu spät, um noch mit seiner eigenen aktiven Formel-1-Karriere zusammenzufallen. Doch der viermalige Weltmeister zeigt sich begeistert von den Möglichkeiten, die dieser Schritt für künftige Reglements eröffnet. Diese sollen bis 2030 oder 2031 auch die Rückkehr größerer und lautstärkerer V8-Motoren beinhalten. “Ich glaube, nachhaltige Kraftstoffe sind der richtige Schritt nach vorne”, sagt der 39-Jährige. “Da steckt enormes Potenzial drin – nicht nur für die Formel 1, sondern auch, um andere Rennserien zu inspirieren. Wenn man die nächste Fahrzeuggeneration gestaltet, gibt es großes Potenzial, das auf verantwortungsvolle Weise zu tun. Denn manche Dinge, die aus technologischer Sicht vielleicht unglaublich sind, lassen sich womöglich nicht auf Straßenfahrzeuge übertragen. Ich glaube, es besteht auch eine Verantwortung, genau das zu tun.”
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“Ich freue mich darauf, was die Zukunft bringt. Denn ich glaube, die Formel 1 verkörpert so viele schöne Werte, die mich geprägt und in meinem Leben inspiriert haben, und sie berührt sehr viele Menschen auf der ganzen Welt. Sie hat die Kraft, das auch bei vielen anderen Themen zu tun, die von Bedeutung sind und etwas bewirken können.” Formel-1-Quiz
Auf welchem Reifen wurde Sebastian Vettel in der Saison 2010 Weltmeister?
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Vettel beendete seine aktive Rennfahrerkarriere nach der Formel-1-Saison 2022, tritt aber weiterhin regelmäßig beim Show-Event Race of Champions an. Für die RoC-Ausgabe in Neuseeland im Januar hat er seine Teilnahme bereits bestätigt.
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