Trotz zweitem ADUO-Upgrade: Ungeahnte Probleme für Honda und seinen Motor

Trotz zweitem ADUO-Upgrade: Ungeahnte Probleme für Honda und seinen Motor

 

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Nach einem überraschend erfolgreichen Formel-1-Wochenende in Malaysia waren die Erwartungen bei Aston Martin auch für Singapur hoch – eine Strecke, die dem AMR26 auf dem Papier hätte liegen müssen.  LAT Images Aston Martin bekam in Singapur ungeahnte Probleme mit der Power-Unit

Die Konkurrenzfähigkeit auf dem Marina Bay Street Circuit erwies sich jedoch als recht enttäuschend, woraufhin Fernando Alonso nach dem Rennen auf Probleme mit der Honda-Power-Unit hinwies – insbesondere im Hinblick auf die Fahrbarkeit. Honda schickte daraufhin sowohl seine Ingenieure als auch die Motoren für eingehendere Untersuchungen zurück nach Sakura. Diese Überprüfungen brachten keinen spezifischen Hardware-Defekt ans Licht.
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Stattdessen stellte sich heraus, dass der japanische Hersteller in erster Linie mit dem Turboloch zu kämpfen hatte – also der Zeit, die der Turbolader benötigt, um auf Touren zu kommen, und der daraus resultierenden Verzögerung zwischen dem Tritt aufs Gaspedal und dem Einsetzen des Ladedrucks. Das ist an sich kein neues Problem. Tatsächlich war es einer der Faktoren, die die Fahrbarkeit mit der in Zandvoort eingeführten neuen Spezifikation der Power-Unit beeinträchtigten. Doch genau aus diesem Grund nutzte Honda in Madrid seinen zweiten ADUO-Token des Jahres, um einen neuen Turbolader einzuführen, der das Problem eigentlich beseitigen sollte. Honda erklärt das Problem Hondas Einsatzleiter Shintaro Orihara enthüllt jedoch, dass es in Singapur unerwartet erneut zu einem Problem geworden war: “Obwohl wir einen neuen Turbolader eingeführt haben, um das Turboloch in den Griff zu bekommen, hatten wir in Singapur aufgrund des einzigartigen Streckenlayouts und der energiereichen Gesamtsituation weiterhin Mühe, dieses Verharren zu steuern”, sagt er. “Das hat dem Fahrer eine unbeständige Beschleunigung beschert.” Auf die Frage, ob sich das Turboloch teilweise durch den Einsatz der MGU-K an anderen Stellen als üblich kompensieren ließe, erklärt Orihara, dass dies nur bis zu einem gewissen Grad funktioniere – wenngleich er betonte, dass die MGU-K auf andere Weise zu dem Problem beigetragen habe. Video wird geladen…  

“Der MGU-K-Einsatz kann zwar gegen das Turboloch helfen, reicht aber nicht aus, um es vollständig zu kompensieren. Wenn wir auf energiereiche Strecken kommen, nutzen wir normalerweise die MGU-K-Rekuperation, um das Turboloch auszugleichen. Wenn wir genügend MGU-K-Ladeleistung zur Verfügung haben, kann der Motor in den Phasen ohne Gasbetätigung mit einem hohen Betriebspunkt laufen.”
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“Das hilft gegen das Turboloch und ist eine feine Sache. Aber wenn wir auf energiereiche Kurse reisen, ist es aufgrund dieser speziellen Energiesituation manchmal schwierig, genügend Rekuperationsleistung über die MGU-K zu generieren”, so der Japaner. “In diesem Fall reicht der Betriebsmodus des Motors nicht aus, um das Turboloch zu kontrollieren, und genau deshalb hatten wir in Singapur solche Schwierigkeiten.” Keine Defekte festgestellt Die Tatsache, dass Honda bei seinen Überprüfungen im Werk in Sakura keine konkreten mechanischen Defekte feststellen konnte, könnte durchaus Anlass zur Sorge geben. Schließlich legt dies den Schluss nahe, dass dasselbe Problem erneut auftreten könnte, sobald Aston Martin wieder auf einer energiereichen Strecke fährt.
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Honda betont jedoch, dass man Lehren aus dem Vorfall gezogen habe, die zu neuen Maßnahmen führten – nicht auf Hardware-Seite, sondern vielmehr darin, wie Honda die Power-Unit über die Software und die Abstimmungseinstellungen betreibt. Die größten Fehlkonstruktionen der Formel 1: Diese Autos scheiterten

“Ja, wir haben einiges aus Singapur gelernt und bereiten deshalb Gegenmaßnahmen für die Zukunft vor. Wir haben verstanden, dass wir unsere Steuerung zur Kontrolle des Turbolochs verbessern müssen”, so Orihara. “Im Moment entspricht unsere Steuerung nicht den Anforderungen der Fahrer, weshalb wir nun Gegenmaßnahmen anwenden. Aber auch hier müssen wir erst prüfen, wie genau sie sich auf unserer Power-Unit auswirken.” Die mentale Lektion, die Aston Martin in Singapur gelernt hat Was das Rennen in Singapur betrifft, erklärt Aston Martins Einsatzleiter Mike Krack, dass die Enttäuschung dadurch verstärkt wurde, dass die Erwartungen im Vorfeld des Rennwochenendes schlicht zu hoch gesteckt waren. Auch das sei etwas, woraus Aston Martin gelernt habe und in Austin vermeiden wolle.
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“Ich nenne das immer die emotionalen Dynamiken”, sagt er auf die Enttäuschung angesprochen. “Ich denke, Sepang hat uns vom Ergebnis her wahrscheinlich überrascht, und das hat das Erwartungsniveau [für Singapur] vielleicht sogar über das hinaus geschraubt, was realistisch war.” “Und wenn man das dann aus verschiedenen Gründen nicht auf die Straße bringt, sind alle enttäuscht, und das Wochenende gestaltet sich umso schwieriger. Das ist ganz offensichtlich”, so der Luxemburger.
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Solche Faktoren lassen sich jedoch nur schwer vorhersehen – vor allem, weil die Fahrbarkeit durch Simulationswerkzeuge nicht vollständig erfasst werden kann, wie auch Krack einräumt. Formel-1-WM ohne Topteams: So würde die

“Das ist etwas, wovon man sich in Simulationen kein wirklich klares Bild machen kann. Wie viel Zeit kostet einen das beispielsweise? Wenn man ein Ladedruckloch hat oder das eintritt, was Orihara bezüglich des Stopps der MGU-K-Unterstützung erwähnt hat – und wie sich das auf die Fahrbarkeit auswirkt. Das geht über einfache Sensitivitäts-Simulationen hinaus.” Abgesehen vom Verständnis der genauen Ursache und den von Honda ergriffenen Maßnahmen betont Krack, dass das Team aus dem Rückschlag in Singapur auch eine mentale Lektion mitgenommen habe.
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“Ich denke, es ist wichtig, sich nach einem solchen Event neu zu sammeln und zu versuchen zu verstehen, warum es passiert ist, in welchen Bereichen wir verloren haben, und dann die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Und unsere Erwartungen ein wenig besser zu steuern – oder zumindest, wenn man Erwartungen weckt, dass man eine Reihe von Risikofaktoren auf dem Schirm hat, die das Ganze beeinträchtigen könnten. Das haben wir in Singapur versäumt.”

 
Formel1.de 

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