Warum das Audi-Update in Baku noch nicht sein wahres Gesicht gezeigt hat

Warum das Audi-Update in Baku noch nicht sein wahres Gesicht gezeigt hat

 

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Audi hatte beim Großen Preis von Aserbaidschan ein großes Update-Paket im Gepäck: Nicht weniger als 14 Bereiche am Audi R26 wurden überarbeitet, doch der erhoffte Performance-Gewinn blieb in Baku zunächst aus. Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto lagen in der ersten Rennhälfte deutlich außerhalb der Punkteränge.  LAT Images Audi blieb in Baku trotz großem Update ohne WM-Punkte

Erst der Unfall von Alexander Albon und das Chaos beim Restart spülten Hülkenberg kurzzeitig in die Punkte. Am Ende musste sich der Deutsche jedoch mit dem elften Platz begnügen und verpasste den letzten Zähler damit knapp. Beim Großen Preis von Bahrain in Malaysia sollen die WM-Punkte nun allerdings wieder in Reichweite liegen. “Ich denke schon”, ist Hülkenberg überzeugt. “Wir müssen natürlich gut fahren und dürfen keine Fehler machen. Ich denke, da ist noch mehr Potenzial im Update.” Denn der Baku City Circuit legte einmal mehr die größte Schwäche von Audi offen: die Antriebseinheit.
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Bei einem Vollgasanteil von mehr als 50 Prozent wurden Hülkenberg und Bortoleto trotz der zahlreichen Updates schnell durchgereicht. “Es hat sich in Baku in den Kurven deutlich verbessert”, meint der Deutsche, doch “wir hatten eher Probleme auf den Geraden, was die Höchstgeschwindigkeit angeht, die dort natürlich entscheidend ist.” Audi ist der Meinung, “dass das Upgrade funktioniert hat” Auf dem Sepang International Circuit wird das “etwas anders”, glaubt Hülkenberg. “Ich bin also optimistisch, dass wir konkurrenzfähig sein und uns wieder in die Punkte kämpfen können.” In den vergangenen drei Rennen konnte der Audi-Pilot aber lediglich einen Zähler für die WM-Wertungen sammeln. Als die Formel 1 zum letzten Mal in Malaysia fuhr …

Teamkollege Bortoleto ist sogar bereits seit fünf Rennen ohne Zählbares. Dennoch glaubt auch der Brasilianer, der in der Fahrer-WM noch immer knapp vor Hülkenberg liegt, an das Potenzial der neuesten Updates. “Nach der Analyse vieler Daten sind wir der Meinung, dass das Upgrade funktioniert hat”, sagt er zuversichtlich. “In Baku hatten wir nur andere Probleme, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte, was hier und da hätte besser laufen können”, ergänzt der Audi-Pilot, ohne dabei ins Detail zu gehen. Angesichts der zahlreichen Verbesserungen war im Vorfeld ein großer Sprung von Audi erwartet worden. Anzeige FORMEL 1 Fanartikel
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“So war es dann aber nicht”, erinnert Bortoleto. “Trotzdem waren wir im Rennen sehr konkurrenzfähig, was das Tempo angeht, und haben um Punkte gekämpft.” Bei Audi gebe es deshalb “keine Zweifel”, dass das neue Paket funktioniert – nur eben nicht in Baku. Bortoleto überzeugt: Können “bessere Ergebnisse erzielen” “Und versteht mich nicht falsch, es liegt nicht nur am Antrieb”, sagt der Brasilianer. “Wir hatten am Rennwochenende auch andere Dinge, die wir nicht früh genug bemerkt haben und erst sehr spät, was uns komplett aus dem Rennen geworfen hat.” “Aber wenn man sich unser Tempo im Rennen ansieht, im Vergleich zu Williams, die es in Q3 geschafft haben: Ich habe Carlos Sainz eingeholt, ihn überholt und einen Vorsprung herausgefahren”, erinnert der Audi-Pilot, der allerdings unter gelber Flagge überholt hatte und dafür nach dem Rennen bestraft wurde.  LAT Images Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg glauben an das Audi-Update

“Ich denke, wir hatten ein gutes Tempo. Es kommt nur darauf an, wie wir das über das Wochenende ausbauen. Und ich glaube nicht, dass wir daran zweifeln. Wir wollen das Paket besser verstehen. Wir können das Set-up am Auto noch weiterentwickeln und mit dem neuen Paket, für das wir nicht so viel Zeit hatten, bessere Ergebnisse erzielen.” Sepang wird für Audi zur Standortbestimmung Audi denkt jedenfalls nicht daran, zur alten Spezifikation zurückzukehren. “Auf keinen Fall”, wird der Brasilianer deutlich, zumal Baku nur begrenzte Aussagekraft hatte. Denn um die wahre Performance des R26 abzubilden, müsse man die Antriebseinheit außer Acht lassen.
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Unter diesen Voraussetzungen “hatten wir im Laufe der Saison zeitweise das viert- oder fünftbeste Chassis”, sagt der 21-Jährige. “Und das basiert alles auf Daten. Die GPS-Daten, die wir von anderen Teams haben, zeigen, dass wir in den Kurven oft mit McLaren mithalten konnten, besonders zu Beginn der Saison.” Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet, denn viele Teams haben zuletzt ebenfalls umfangreiche Update-Pakete an ihre Autos gebracht. “Ich glaube, das Mittelfeld ist in Sachen Chassis etwas näher an uns herangerückt”, ergänzt der Audi-Pilot, der gespannt auf das kommende Wochenende (alle Sessions im Liveticker) blickt. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“[Sepang] wird es eine gute Strecke sein, um das Paket zu vergleichen und zu verstehen, wo wir mit unserem Chassis stehen”, meint Bortoleto. “Aber normalerweise haben wir ein recht ordentliches Chassis, damit bin ich ziemlich zufrieden.”

 
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