Warum die Teamchefs Sainz’ Vorschlag zum Qualifying ablehnen
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Braucht die Formel 1 Strafen für Fahrer, die im Qualifying eine gelbe oder rote Flagge auslösen? Diesen Vorschlag brachte am gestrigen Donnerstag Carlos Sainz ein, nachdem es in Spielberg Diskussionen rund um einen Unfall von Max Verstappen gegeben hatte. Mark Sutton (Getty Images) Die Teamchefs zeigen Sainz’ Vorschlag die rote Flagge
Bei den Teams selbst reagiert man jedoch eher mit Ablehnung auf die Idee: “Ich bin kein großer Fan davon”, winkt Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur ab. “Man muss bedenken, dass man in Q3 manchmal nur eine einzige Runde fährt. Wenn sie dir diese Runde streichen, startest du am Ende des Tages von ganz hinten. Das ist meiner Meinung nach etwas zu hart.” Für den Franzosen besteht der Sinn des Qualifyings darin, zu pushen und bis ans Limit zu gehen. “Manchmal ist man über dem Limit, aber ich finde nicht, dass wir die Jungs bestrafen sollten, die pushen”, so Vasseur. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Sainz bezog sich bei dem Vorschlag vor allem auf absichtliche Versuche, die Runden von anderen Fahrern zu zerstören: “Ich habe mittlerweile so viele Fälle erlebt, in denen die Leute an Orten wie Baku und Monaco in Q1, Q2 und Q3 gelbe Flaggen erzwingen”, sagt er. “Für mich muss da eine Lösung gefunden werden.”
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Allerdings gab Sainz zu, dass es schwierig zu erkennen wäre, ob ein Fehler absichtlich oder unabsichtlich passiert. Und genau das ist für Alpine-Teamchef Steve Nielsen ein Grund, den Vorschlag abzulehnen: “Ich denke, das ist sehr schwierig umzusetzen”, sagt er. “Ich verstehe, warum er das fordert, aber es gibt unzählige verschiedene Gründe, warum eine gelbe Flagge ausgelöst werden kann. Manchmal ist es nicht einmal die Schuld des jeweiligen Fahrers”, so Nielsen. “Ich glaube, wenn man das einfach schwarz-weiß sieht und sagt: ‘Wenn du eine rote oder gelbe Flagge verursachst, bist du raus’, wird man schnell merken, dass es eben nicht so schwarz-weiß ist.” Warum McLaren jetzt ALLES in die Karten spielt! Video wird geladen… McLaren erlebt bislang eine enttäuschende Formel-1-Saison 2026. Doch ausgerechnet der sportliche Rückschlag könnte sich jetzt als Vorteil erweisen.
Genau das sieht auch McLaren-Geschäftsführer Zak Brown so: “Es ist eben nie ganz so schwarz-weiß. Deshalb ist es wahrscheinlich schwierig, das richtige Reglement zu finden, um das umzusetzen”, sagt er. Brown betont aber auch: “Ich verstehe, worauf Carlos hinauswill, und stimme ihm vom Prinzip her zu, dass es sich nicht richtig anfühlt, wenn jemand das restliche Feld behindern und das behalten kann, wovon er vielleicht selbst profitiert hat.” Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Großbritannien
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In der IndyCar-Serie, wo Browns McLaren-Team ebenfalls vertreten ist, wird beispielsweise die schnellste Zeit beim Verursachen einer gelben Flagge gestrichen. Ob so etwas Ähnliches auch in der Formel 1 kommen wird, steht in den Sternen.
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