Warum Formel-1-Neueinsteiger Cadillac noch nicht an “Feinarbeit” denkt

Warum Formel-1-Neueinsteiger Cadillac noch nicht an “Feinarbeit” denkt

 

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Als einziges Team der Formel-1-Saison 2026 ist Cadillac zur Sommerpause noch ohne Punkte. Das ist laut Teamchef Graeme Lowdon auch kein Wunder. Er sagte: “Wir befinden uns immer noch mitten im Aufbau. Es ist so, als würde man ein Flugzeug bauen, während man damit fliegt – oder ein Schiff, während man bereits damit segelt.”  LAT Images Sergio Perez im Cadillac MAC-26 beim Formel-1-Rennen in Belgien 2026

Sein Team könne nach nur elf Rennwochenenden in der Formel 1 unmöglich mit anderen Teams mithalten, die schon jahrelang in der Motorsport-“Königsklasse” aktiv sind. “Wir bauen ja immer noch unsere Infrastruktur auf”, erklärte Lowdon. Andere Teams verfügen bereits über diese Infrastruktur – und damit über einen entscheidenden Vorteil. Bis Cadillac aufgeschlossen haben wird, dauert es also noch. “Es gibt noch unglaublich viel erledigen”, sagte Lowdon. “Neben meinem Schreibtisch liegen Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen und ein Bauhelm, weil wir regelmäßig Baustellen besuchen. Eine riesige entsteht gerade in Indianapolis, eine kleinere in Silverstone. Außerdem baut unser Motorenpartner seine Fabrik in Charlotte auf. Parallel dazu stellen wir weiter neue Mitarbeiter ein.” Warum die Formel 1 für Cadillac “wie in der Schule” ist Gleichzeitig fährt Cadillac Rennen in der Formel 1. Lowdon versteht die Grands Prix jedoch in erster Linie als erweiterte Testfahrten mit dem MAC-26: “Wir hatten im zweiten Quartal erstmals die Möglichkeit, die Stärken und Schwächen unseres Autos besser zu verstehen. Das gleiche gilt für die operativen Abläufe in unserem Team.” Die Motorhomes der Formel-1-Teams 2026

“Wir sagen intern gern: Jeder Tag ist ein Schultag. Wenn wir an einem Tag nichts Neues lernen, dann war es ein vergeudeter Tag. Deshalb suchen wir ständig nach Bereichen, in denen wir uns verbessern können.”
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Doch selbst nach einem halben Jahr in der Formel 1 geht das nur schleppend voran: “Es geht momentan noch um große Themenblöcke, weil einfach so vieles neu ist und noch so viel getan werden muss. Wir sind noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem es nur noch um Feinarbeit geht”, erklärte Lowdon. Das sei der große Unterschied zu den etablierten Teams. Fährt Cadillac in der Formel 1 auf Jahre hinterher? Wann Cadillac diesen Punkt erreichen wird? Lowdon gibt sich realistisch: “Ich glaube tatsächlich, dass das Jahre dauert.” Er verweist auf berühmte Beispiele aus der Formel-1-Geschichte: “Das gemeinsame Merkmal aller erfolgreichen Teams ist Stabilität. Man könnte fragen: Was hat Jean Todt bei Ferrari so erfolgreich gemacht? Wahrscheinlich waren es fünf oder sechs Jahre, in denen das Team noch gar nicht gewann. Entscheidend war die Stabilität – es wurde Schritt für Schritt aufgebaut.” Fährt Cadillac 2026 nur hinterher? Video wird geladen… Der große Cadillac-Check für die F1-Saison 2026

Entscheidend bei dieser Entwicklung ist für Lowdon vor allem gutes Personal. Sein Credo: “Man holt die besten Leute – nicht nur in der Technik, sondern auch im kaufmännischen Bereich und in allen anderen Abteilungen. Dann sorgt man dafür, dass sie alles haben, was sie für ihre Arbeit benötigen, und lässt sie ihren Job machen.”
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“Ich bin fest davon überzeugt, dass auf diese Weise am Ende ein Hochleistungsteam entsteht. Aber auch das braucht Zeit. Viele Grundlagen müssen erst geschaffen werden. Wir sprechen häufig über Daten und deren Auswertung, doch zunächst muss man diese Daten überhaupt erst einmal sammeln.” Selbst Haas liegt meilenweit vor Cadillac Hier seien die anderen Formel-1-Teams klar im Vorteil. Selbst Haas als das zweitjüngste Team im Feld ist Cadillac meilenweit voraus mit seiner inzwischen zehnjährigen Erfahrung. “Das ist ein gewaltiger Unterschied”, sagte Lowdon. “Wir dagegen waren auf den Strecken der zweiten Saisonhälfte noch nie mit unserem Auto unterwegs.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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WM-Punkte erscheinen daher weiterhin unrealistisch für Cadillac. Lowdon scheint diese Einschätzung zu teilen: “Es gibt also noch sehr viele Puzzleteile, die erst zusammengesetzt werden müssen. Und dafür braucht es schlicht Zeit.”

 
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