Zak Brown: McLaren-Tür steht für Verstappen “weiterhin weit offen”

Zak Brown: McLaren-Tür steht für Verstappen “weiterhin weit offen”

 

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McLaren hat mit Lando Norris und Oscar Piastri eine langfristig gebundene Fahrerpaarung. Trotzdem hält Zak Brown die Tür für Max Verstappen offen. Im Gespräch mit De Telegraaf spricht der McLaren-Rennsportchef erstmals ausführlicher über seine Annäherungsversuche an den viermaligen Weltmeister.  LAT Images Zak Brown kann sich eine Zusammenarbeit mit Max Verstappen weiter gut vorstellen

Demnach kam es im vergangenen Sommer mehrfach zu Gesprächen zwischen dem 54-jährigen US-Amerikaner und Verstappen. “Ich habe im vergangenen Sommer ein paar Mal mit Max gesprochen. Einfach, weil ich ihn besser kennenlernen wollte”, sagt Brown im Gespräch mit der niederländischen Zeitung. Das Kennenlernen habe bei ihm einen unerwarteten Eindruck hinterlassen. Brown beschreibt Verstappen mit einem Wort, das er nach eigener Aussage vor den Gesprächen nicht mit dem Red-Bull-Star verbunden hätte: “charmant”.
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“Ich wette, niemand, der ihn nicht gut kennt, würde ihn so beschreiben. Aber ich bin wirklich beeindruckt von ihm. Ein Racer durch und durch”, erklärt Brown. Womit Verstappen Brown am meisten beeindruckt hat Die Wertschätzung des McLaren-Chefs beschränkt sich dabei nicht auf Verstappens Leistungen in der Formel 1. Brown hebt insbesondere hervor, wie intensiv sich der Niederländer mit anderen Bereichen des Motorsports beschäftige. Verstappen arbeitet unter anderem an seinem GT3-Programm und befasst sich auch intensiv mit der technischen Seite des Rennsports. Für Brown ist diese Herangehensweise ein Zeichen dafür, dass Verstappen Motorsport nicht ausschließlich aus Sicht der Formel 1 betrachtet. “Sein Fokus und die Art und Weise, wie er aus der Perspektive eines Rennfahrers auf den Motorsport blickt, haben mich sehr beeindruckt.” In dem Zusammenhang erinnert sich Brown an eine ähnliche Eigenschaft bei Fernando Alonso. Der Spanier habe während des gemeinsamen Indy-500-Projekts von McLaren ebenfalls eine außergewöhnliche Detailversessenheit gezeigt. Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Fahrer

Brown schildert eine Szene auf einem Flug nach Indianapolis: Während er selbst ein Glas Wein bestellte, habe Alonso stundenlang auf seinen Bildschirm geschaut. “Wissen Sie, was er sich angesehen hat? Onboard-Aufnahmen von einer früheren Ausgabe des Indy 500. 200 Runden lang”, erzählt Brown beinahe ungläubig. “Das muss so ziemlich das Langweiligste sein, was es gibt. Aber Fernando wollte nichts dem Zufall überlassen.” Genau diese kompromisslose Beschäftigung mit dem Rennsport erkennt Brown auch bei Verstappen. Der McLaren-Boss sieht zwischen den beiden mehrfachen Weltmeistern deshalb deutliche Parallelen.
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Trotz der Gespräche kam es anschließend nicht zu einem konkreten Wechsel. Verstappen bekannte sich zu Red Bull und verlängerte seinen Vertrag bis Ende 2030. Damit ist der Niederländer langfristig an seinen aktuellen Arbeitgeber gebunden. McLaren hält Tür für Verstappen bewusst weiter offen Auch McLaren selbst hat seine Fahrersituation geklärt. Norris und Piastri stehen für das Team an der Spitze der sportlichen Planung. Brown betont deshalb, dass die Gespräche mit Verstappen nicht als unmittelbarer Versuch verstanden werden sollten, einen seiner aktuellen Fahrer zu ersetzen. “Ich bin mit meiner aktuellen Fahrerpaarung ausgesprochen glücklich und zufrieden”, stellt der US-Amerikaner klar. Vielmehr habe es sich um ein gegenseitiges Abtasten gehandelt. Brown wollte Verstappen besser kennenlernen und offenbar zugleich ausloten, ob sich irgendwann eine gemeinsame Perspektive ergeben könnte. “Denn man weiß nie, was die Zukunft bringt.”
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Besonders überrascht habe ihn dabei Verstappens Auftreten abseits der Rennstrecke. Brown hatte offenbar mit einem anderen persönlichen Eindruck gerechnet. “Aber ich war von ihm als Mensch viel beeindruckter, als ich erwartet hatte.” Daraus habe sich bei ihm eine sehr klare Erkenntnis ergeben: “Ich dachte mir: Mit diesem Kerl kann ich wirklich Rennen fahren. Denn ich hasse es, gegen ihn Rennen zu fahren.” Dass Verstappen inzwischen langfristig bei Red Bull gebunden ist, verändert Browns grundsätzliche Haltung offenbar nicht. “Die Tür steht für Max weiterhin weit offen”, betont er und nennt mögliche Zeiträume: “Für 2028, 2029 oder welches Jahr auch immer.”
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McLaren bleibt also grundsätzlich offen für eine Zusammenarbeit mit Verstappen, sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt eine entsprechende Möglichkeit ergeben. Browns persönliches Interesse an einer gemeinsamen Zukunft ist dabei unmissverständlich. “Es hat mir großen Spaß gemacht, ihn besser kennenzulernen, und ich würde eines Tages sehr gerne mit ihm zusammenarbeiten”, so der 54-Jährige.

 
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