Alonso über IndyCar in Barcelona: Warum er vor zu viel Expansion warnt
| . | . | . |
Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso begrüßt die wegweisende Entscheidung der IndyCar-Serie, 2027 ein Rennen in Barcelona auszutragen. Gleichzeitig warnt der Spanier die amerikanische Rennserie davor, bei ihrer internationalen Expansion über das Ziel hinauszuschießen. LAT Images Fernando Alonso begrüßt die Nachricht über das IndyCar-Rennen in Barcelona
Wie IndyCar am Freitag bekanntgab, wird die wichtigste nordamerikanische Formelserie vom 16. bis 18. Juli 2027 erstmals zum IndyCar-Grand-Prix von Barcelona auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gastieren. Die mehrjährige Vereinbarung, die im Rahmen der Pressekonferenz auf zehn Jahre beziffert wurde, markiert die Rückkehr der Serie nach Europa: Zuletzt war IndyCar 2007 auf europäischem Boden gefahren, in Form der Vorgängerserie Champ Car im September 2007 im niederländischen Assen. Das bislang letzte Rennen außerhalb Nordamerikas fand 2013 statt. Das Gastspiel in Spanien bildet den Mittelpunkt der zweiten Phase des Rennkalenders 2027. Zugleich erhält der aus Barcelona stammende fünfmalige IndyCar-Champion Alex Palou damit endlich die Gelegenheit, ein Heimrennen zu bestreiten. Alonso: IndyCar “eine gute Sache” für Barcelona Im Vorfeld des Formel-1-Wochenendes auf dem Circuit of The Americas in Austin würdigt der 45-jährige Aston-Martin-Pilot Alonso, der selbst bereits zweimal beim Indy 500 angetreten ist, die besondere Bedeutung der Rennstrecke für den spanischen Motorsport: “Ich denke, das wird eine gute Sache. Für unser Land und für Barcelona ist das natürlich ein historisches Ereignis”, sagt er.
//jseAo3c(“Rect”);
“Genau darin liegt der Vorteil einer permanenten Rennstrecke: Man hat die Möglichkeit, an jedem Tag des Jahres zu testen, kann aber auch die unterschiedlichsten Rennen austragen. Vergangene Woche fand dort ein Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC statt, jetzt kommt IndyCar dazu, und auch die MotoGP fährt dort. Wenn wir Stadtkurse mit herkömmlichen, permanenten Rennstrecken vergleichen, dann ist das der größte Vorteil.” Alonso unterstreicht insbesondere die Bedeutung des Circuit de Barcelona-Catalunya als ganzjährig nutzbare Teststrecke, die für die Nachwuchsförderung in den unterschiedlichsten Motorsportdisziplinen unverzichtbar sei: “Deshalb ist Barcelona für den Motorsport in Spanien so entscheidend”, erklärt er. “Ohne Barcelona könnten wir nicht überleben. Für die Nachwuchsklassen, für all jene, die dort zum ersten Mal ihre Autos testen. FRECA, Formel 3, Moto3. Man braucht einfach eine Rennstrecke, auf die man jederzeit gehen kann. Dass jetzt auch IndyCar kommt, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie glücklich wir uns schätzen können.” Alonso: IndyCar-Expansion birgt auch ein Risiko Auf die Frage, ob das Rennen in Barcelona auch aus strategischer Sicht ein sinnvoller Schritt sei, um die IndyCar-Serie international weiterzuentwickeln, antwortet Alonso allerdings zurückhaltender. Aus seiner langjährigen Formel-1-Erfahrung kennt er nicht nur die Vorteile einer weltweiten Präsenz, sondern auch die erheblichen Kosten, die mit einem globalen Rennkalender verbunden sind. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP USA
Formel-1-Liveticker: Die Trainings in Austin live!
Formelsport
IndyCar-Kalender 2027 offiziell: Barcelona rein – Nashville und Washington raus
Formel 1
Warum Antonelli besser ist: Russell nennt den entscheidenden Unterschied
Motorrad
Wegen Mandalika-Crash: Zoff zwischen Alonso und Holgado eskaliert
“Das könnte sein. Aber IndyCar ist sehr stark auf den US-amerikanischen Markt ausgerichtet”, gibt Alonso zu bedenken. “Einer der größten Nachteile in der Formel 1, sowohl für die Fahrer als auch für die Teams, ist der enorme Aufwand. Und die Kosten steigen gewaltig, wenn man um die ganze Welt reist.”
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





