Alonso warnt: Silverstone wird “keinen Spaß machen”
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Der Große Preis von Großbritannien 2026 dürfte für viele Fahrer in den neuen Boliden nicht allzu viel Spaß machen. Gerade Fernando Alonso zeigt sich am Donnerstag vor dem Grand Prix in Silverstone alles andere als begeistert. Sutton Images Fernando Alonso freut sich nicht auf den Großen Preis von Großbritannien
“Ich denke, die nächsten beiden Rennen werden sich deutlich von dem unterscheiden, was wir in Silverstone und Spa gewohnt sind”, so seine Worte in einer Medienrunde, in der auch unser Schwesterportal Motorsport.com zu Gast war. “In der Vergangenheit waren das wunderschöne Kurse, vor allem mit der [letzten Generation] der Ground-Effect-Autos. Silverstone war vermutlich der beste davon und hat perfekt zu diesen Fahrzeugen gepasst.”
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“Dieses Jahr”, so Alonso, “wird das völlig anders werden. Das Fahren wird hier keinen Spaß machen. Wenn man sich die Zeiten im Simulator anschaut, dann wird das ziemlich traurig, sowohl für uns Fahrer als auch für die Zuschauer.” In Silverstone fehlt es den Formel-1-Boliden des Jahrgangs 2026 an Möglichkeiten, die eigene Batterie häufig genug aufzuladen. Dementsprechend dürfen wir mit Szenen rechnen, wie wir sie schon in Australien oder Japan gesehen haben. Sprich: Superclipping in schnellen Kurven und viel Lift-and-Coast stehen auf dem Programm. Formel-1-Quiz
Das Alpine-Team konnte in der Formel 1 wie viele Rennen anführen?
16 11 4 44 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Die legendäre Passage Maggots-Becketts-Chapel bezeichnet Alonso am Donnerstag folglich als “Ladestation” für die aktuellen Boliden. Das Problem? Auf den ikonischen Kurvenkomplex folgt die lange Hangar-Straight, für die viel Batterieleistung notwendig ist. Solche Szenarien wiederholen sich auf dem 5,891 Kilometer langen Kurs häufiger. So dürften die Fahrzeuge beispielsweise bereits viel Energie auf dem Weg in Richtung der Luffield-Kurve verbraucht haben, wobei bis zu Maggotts eine signifikante Möglichkeit fehlt, die Batterie ohne Lift-and-Coast oder Superclipping aufzuladen. “Wenn du in einer Kurve verlangsamen musst, dann ist das ein etwas schlimmeres Gefühl als am Ende einer Geraden”, lautet die Einschätzung des aktuellen Aston-Martin-Fahrers. “In meiner Erinnerung waren diese Kurven sehr herausfordernd und du konntest die G-Kräfte wirklich fühlen. Diese Kurven waren physisch sehr anspruchsvoll, doch jetzt sind sie einfach viel langsamer.” “Das Problem ist”, so Alonso, “dass, wenn du schon in der Kurve verlangsamst, folglich auch dein Luftwiderstand größer wird. Zudem hast du durch deine Reifen einen rollenden Widerstand, sobald du lenkst. Du verlierst also durch den bloßen Luftwiderstand Geschwindigkeit und verlierst nochmal mehr Geschwindigkeit, wenn du einlenkst. Der Effekt in der Kurve wird also verdoppelt.”
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Allzu überraschend ist die Reaktion des Altmeisters nicht. Auch Max Verstappen zeigt sich nach ersten Proben im Simulator vor dem Wochenende in Silverstone nicht besonders glücklich. Zudem hat die FIA das sogenannte Harvest-Limit für den Großen Preis von Großbritannien nach unten geschraubt. Dadurch kann pro Runde weniger Energie zurückgewonnen werden, was auch zu noch langsameren Rundenzeiten führt. Alpine, die Vierte: Warum sollte Fernando Alonso das tun, Marc Surer? Video wird geladen… Fernando Alonso will nochmal Weltmeister werden. Muss er dafür schon wieder das Team wechseln?
Dabei sind einige Teams von dieser Entscheidung alles andere als begeistert. Schließlich hatten ein paar von ihnen schon am Montag versucht, die Rückgewinnung der Energie im Lauf einer Runde basierend auf einem anderen Limit zu optimieren.
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“Das ist echt hart”, erklärt Oliver Bearman am Donnerstag. “Du verbringst die gesamte Session damit, den Einsatz der Energie, das Clipping und die Leistung an verschiedenen Stellen zu optimieren.” “Und dann nehmen sie dir ein Megajoule weg und du musst von vorne anfangen. Und sie machen das zu einem Zeitpunkt, an dem es für dich unmöglich ist, wieder in den Simulator zu gehen, gerade bei unseren begrenzten Sim-Tagen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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