Antonelli: Budapest war die falsche Wahl, um das Training abzugeben
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Hatten Kimi Antonelli und Oscar Piastri im Qualifying einen Nachteil, weil sie am Freitag im ersten Training einen Rookie ans Steuer lassen mussten? Beide hatten das erste Training am Hungaroring ausgelassen, um eine Pflicht zu erfüllen, die jeden Stammfahrer – außer er ist selbst ein Rookie – zweimal im Jahr trifft: das eigene Auto zugunsten eines anderen Fahrers abgeben. LAT Images (Fotomontage) Kimi Antonelli hatte das erste Training an Frederik Vesti gegeben
Wann die Teams ihre Pflicht erfüllen, bleibt ihnen überlassen. Natürlich gibt es Strecken, auf denen man das vermeiden möchte: Stadtkurse wie Monaco, neue Strecken wie Madrid oder Wochenenden, an denen aufgrund des Sprintformats ohnehin nur ein Training zur Verfügung steht. Stattdessen werden meist die Strecken ausgewählt, auf denen man ohnehin genügend Erfahrung hat, wie Barcelona oder Abu Dhabi – oder eben Budapest. Gleich fünf Teams hatten am Freitag die Chance genutzt, eine der vier Pflichtsessions zu absolvieren – darunter auch Mercedes und McLaren.
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Statt Antonelli saß Mercedes-Reservist Frederik Vesti im Auto, bei McLaren durfte Formel-2-Meister Leonardo Fornaroli für Piastri im Auto sitzen. Doch nach dem Qualifying waren die beiden alles andere als glücklich über den Zeitpunkt. “Ich habe mir wahrscheinlich nicht die besten Rennen ausgesucht, um das erste Training auszulassen, weil sich die Bedingungen auch hier als viel anspruchsvoller herausgestellt haben als erwartet”, muss Antonelli zugeben, nachdem Mercedes zum ersten Mal in dieser Saison die Poleposition verpasst hat. “Ich habe dieses Jahr realisiert, dass es besonders mit diesem Auto nie optimal ist, das erste Training zu verpassen, weil man sich erst einmal in den Rhythmus fahren muss. Das wirft einen also auf jeden Fall ein Stück weit zurück, besonders wenn die Bedingungen so anspruchsvoll sind wie an diesem Wochenende”, sagt der Italiener. Piastri: Auslassen hatte größere Auswirkungen als gedacht Er glaubt, dass er noch etwas mehr aus dem Auto hätte holen können, wenn er die erste Session gefahren wäre. “Auch die Abstimmung hätte man vielleicht etwas anders gewählt”, sagt er. Denn dann hätte er auch einen anderen Input für die Set-up-Richtung geben können. “Es war also definitiv nicht ideal.” Ähnlich äußert sich auch Oscar Piastri, der nur auf dem fünften Platz gelandet war, während Teamkollege Lando Norris auf die Pole fahren konnte. Zwar wurde seine letzte Runde durch Lewis Hamilton zerstört, doch ohnehin sei es für ihn an diesem Wochenende nicht so einfach gewesen, nachdem er durch das Auslassen der ersten Session im Hintertreffen war. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Ich glaube, das verpasste erste Training hatte definitiv etwas mehr Auswirkungen, als ich dachte, weil die Streckenbedingungen ziemlich anders waren als das, was wir gewohnt sind”, sagt der Australier. “Wenn man das bedenkt, waren die Bedingungen heute zwar ganz anders als gestern, aber es war einfach schwer, den Rückstand aufzuholen.” “Und ich hatte das Gefühl, dass ich mich mit jeder Runde im Qualifying langsam herangetastet habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich diese zweite Runde in Q3 mehr brauchte als an den meisten anderen Wochenenden, und sie nicht fahren zu können, war ziemlich frustrierend”, merkt er an. Auch Colapinto und Bearman verlieren Teamduell Tatsächlich schien Budapest für das Nutzen der Freitagsregel nicht die glücklichste Wahl zu sein, denn auch Franco Colapinto (Alpine), der für Paul Aron weichen musste, und Oliver Bearman (Haas), der Ryo Hirakawa ans Steuer ließ, verloren ihre jeweiligen Teamduelle am Samstag. Die Freitagsfahrer in der ÜbersichtTeamStammfahrerFreitagsfahrerGrand PrixMcLarenLando NorrisLeonardo FornaroliBarcelonaOscar PiastriLeonardo FornaroliUngarnMercedesGeorge RussellKimi AntonelliFrederik VestiBarcelonaFrederik VestiUngarnRed BullMax VerstappenIsack HadjarAyumu IwasaBarcelonaFerrariCharles LeclercDino BeganovicÖsterreichLewis HamiltonDino BeganovicBarcelonaWilliamsAlexander AlbonLuke BrowningBarcelonaCarlos SainzLuke BrowningÖsterreichRacing BullsLiam LawsonAyumu IwasaÖsterreichArvid Lindblad–Aston MartinFernando AlonsoJak CrawfordJapanJak CrawfordBelgienLance StrollJak CrawfordÖsterreichHaasEsteban OconRyo HirakawaÖsterreichOliver BearmanRyo HirakawaUngarnAudiNico HülkenbergPaul AronBarcelonaGabriel BortoletoPaul AronÖsterreichAlpinePierre GaslyFranco ColapintoPaul AronUngarnCadillacSergio PerezColton HertaBarcelonaColton HertaValtteri BottasColton HertaUngarnColton Herta “Ich bin immer noch am Aufholen”, hadert Colapinto. “Ohne das erste Training konnte ich das Auto nicht wirklich so abstimmen, wie ich es wollte, und dann muss man im zweiten Training sehr viel auf einmal erledigen. Die Strecke war verrückt, es war windig und das Auto war ziemlich bescheiden zu fahren und wie immer etwas unberechenbar.”
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Die Folge: Colapinto flog im zweiten Training ab und verlor weitere wertvolle Zeit auf der Strecke, inklusive der Erfahrung mit vollen Tanks. “Ich bin gestern kaum Runden gefahren, es waren nur vier schnelle Runden, drei schnelle Runden”, meint er. “Heute mussten wir extrem viel aufholen.” Antonelli hat seine Pflicht erfüllt Die Regel mit den Freitagsfahrern wurde 2022 eingeführt, um Nachwuchsfahrern mehr Zeit im Auto zu verschaffen. Zunächst hatte jedes Team einmal pro Saison und Auto die Pflicht, einen Rookie im Training fahren zu lassen, der noch nicht mehr als zwei Grands Prix gefahren hat. Seit dem vergangenen Jahr wurde die Regel auf zwei Einsätze pro Auto erweitert. “Ich denke, es hilft nicht, aber du musst es machen”, sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gegenüber Sky in Bezug auf die fehlende Erfahrung Antonellis in Budapest. “Irgendwann einmal musst du aussetzen und vielleicht hat es uns da mehr geschadet.” Video wird geladen…
Aber: Mit dem Einsatz hat Antonelli seine Pflicht in dieser Saison getan, da Vesti auch schon in Barcelona in seinem Auto saß. “Zumindest ist das jetzt abgehakt, sodass ich mir für den Rest der Saison darüber keine Sorgen mehr machen muss”, sagt der Italiener.
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Teamkollege George Russell hat seine beiden Sessions hingegen noch nicht abgegeben (zur Übersicht der Freitagsfahrer 2026).
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