Ayao Komatsu: Unser Saisonstart war beeindruckend, aber dann …
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Stark gestartet, stark nachgelassen: So lässt sich die bisherige Formel-1-Saison des Haas-Teams kurz und prägnant zusammenfassen. Der amerikanische Rennstall war in den ersten Rennen die große Überraschung und lag mit Oliver Bearman zeitweise sogar auf Rang fünf der Fahrerwertung, genauso drastisch war aber auch der Absturz. Sutton Images Von Haas’ guter Frühform ist nicht mehr viel übrig
Nach dem zweiten Saisonrennen konnte Bearman nur noch einen einzigen Zähler holen, und auch bei Esteban Ocon reichte es insgesamt nur zu drei Pünktchen, sodass Teamchef Ayao Komatsu ein gemischtes Fazit ziehen würde. “Der Saisonstart war natürlich ziemlich beeindruckend. Damit hatte ich ehrlich gesagt auch nicht gerechnet”, hebt er zunächst das Positive hervor. Er lobt: “Was das Teamwork, unsere Zuverlässigkeit und das Herausholen des Besten aus dem Auto angeht – sowie das eigentliche Potenzial des Autos -, war das viel mehr, als ich erwartet hatte, wenn man bedenkt, dass wir das kleinste Team sind und dies die größte Reglementänderung ist, die wir je erlebt haben.” Mitarbeiter nicht schuld am Leistungsschwund Doch dann kommt das Aber: “Aber natürlich sind wir danach, besonders nach der April-Pause, was die Entwicklung betrifft ins Hintertreffen geraten, weil die Konkurrenz so viel Performance ans Auto gebracht hat.”
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Zwar habe auch Haas sein Auto verbessert, allerdings nicht genug, um mit der Konkurrenz Schritt halten zu können. “Das ist nicht die Schuld unserer Leute”, wirft Komatsu ein. “Ganz ehrlich, sie machen einen hervorragenden Job. Denn wenn man sich einfach die Größe unseres Teams und die Einschränkungen anschaut, die wir haben, kann man nicht mehr verlangen.” Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause
“Sie sind sehr proaktiv, ihr Teamgeist ist extrem gut, sie arbeiten sehr kollegial zusammen und tun alles, was möglich ist.” Zudem sei jeder bei Fehlern transparent gewesen und habe gemeinsam an einer Lösung gearbeitet, um sich zu verbessern. “Ich kann also nicht mehr verlangen”, so der Teamchef. “Es ist eher eine Frage an mich, wie ich versuchen kann, ihnen ein besseres Umfeld zu bieten. Genau das, was ich letztes Jahr gesagt habe: Wo wir jetzt stehen, ist keine Widerspiegelung der Fähigkeiten unserer Leute, sondern des Umfelds, das sie vorfinden – und das liegt in meiner Verantwortung.” Mit 21 Punkten liegt Haas aktuell auf Rang sieben der Konstrukteurswertung. Nach vorne geht nichts mehr, da Alpine bereits 61 Punkte sammeln konnte, und nach hinten muss man aufpassen, dass man nicht noch von Audi kassiert wird. Die haben zwar erst zwölf Punkte gesammelt, jedoch zehn davon in den letzten drei Rennen. Spielen Ressourcen die größte Rolle beim Rückstand? Was jedoch auch unter dem neuen Formel-1-Reglement offensichtlich wurde, ist, dass die Topteams weiterhin einen deutlichen Vorsprung vor dem Rest des Feldes haben. Nicht wenige hatten gehofft, dass die neuen Regeln eine Chance für ein neues Kräfteverhältnis bieten würden, stattdessen sind die großen Teams noch weiter vorne als zuvor. Kommen die deutlich größeren Ressourcen der Spitzenteams durch das Reglement noch mehr zum Tragen? “Nein, ich glaube nicht, dass es nur eine Ressourcenlücke ist”, meint Komatsu. “Es ist zu einfach gedacht, das so zu sagen.” Erst Sainz, dann das Getriebe: Piastri verflucht Ungarn I Rennen F1 Budapest 2026 Video wird geladen…
Als Beispiel nennt der Japaner die Racing Bulls, die seiner Ansicht nach nicht besonders stark in die Saison gestartet waren, dank einer starken Entwicklung aber Dauergast in den Punkten geworden sind. “Wo sie jetzt stehen, ist sehr, sehr beeindruckend”, lobt er. Auf der anderen Seite habe mit Audi ein namhafter Werkshersteller noch Verbesserungsbedarf. “Ja, sie haben Ressourcen, aber sie sind nicht auf dem Niveau der Topteams”, meint er.
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“Dass Williams dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr Probleme hat, liegt meiner Meinung nach nicht an den Ressourcen. So einfach ist das also nicht”, so Komatsu. “Aber um in der Formel 1 erfolgreich zu sein, muss man einfach alles richtig machen. Man braucht die richtige Menge an Ressourcen und finanzieller Unterstützung, aber die Prozesse müssen stimmen und die Umsetzung muss perfekt sein.”
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