Besseres Racing dank Superclipping? Russell freut sich auf Silverstone
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George Russell gehört zu den wenigen Fahrern, die sich auf den Großen Preis von Großbritannien freuen. Während Fernando Alonso oder Max Verstappen bereits vor den Konsequenzen der Hybrid-Generation 2026 warnen, zeigt sich der Mercedes-Pilot vor seinem Heim-Grand-Prix in bester Stimmung. LAT Images George Russell freut sich auf seinen Heim-Grand-Prix in Silverstone
“Silverstone wird großartig”, so seine Worte vor dem Wochenende. “Wir wussten, dass es mit diesen Regeln für 22 Fahrer auf manchen Kursen etwas schwieriger werden würde.” “[Es gibt] in Silverstone”, so die Einschätzung des Zweitplatzierten in der Weltmeisterschaft, “600.000 Fans, denen das Energiemanagement vermutlich recht egal ist. Auf der anderen Seite haben die herausforderndsten Strecken in puncto Energie wie Melbourne oder China viel besseres Racing produziert, als in der Vergangenheit auf eben jenen Strecken.”
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Damit bezieht sich Russell unter anderem auf das sogenannte Jojo-Racing. Durch die Energiearmut der aktuellen Formel-1-Boliden und den Einsatz der Batterie in verschiedenen Streckenabschnitten war es in Melbourne und Shanghai zu ungewöhnlichen Duellen gekommen. Manche Fans lobten die unkonventionellen Zweikämpfe, während andere das Spektakel als künstliche Show beschrieben. Seit Beginn der Saison zeigt sich Russell als Fan dieser Show. “Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Racing auf energiearmen Strecken besser sein wird”, so seine Worte. “Es wird vermutlich etwas chaotischer, und das kann man eben auch positiv sehen. Aber natürlich sind wir auf einer Qualifying-Runde nicht so schnell wie in den vergangenen Jahren.” In Silverstone fehlt es im Vergleich zu den letzten Rennwochenenden insbesondere an Energie. Dementsprechend müssen die Fahrer auch in ikonischen Passagen wie Maggotts-Becketts-Chapel versuchen, so viel Energie wie möglich zu sparen, um dafür auf Geraden wie der Hangar-Straight Zeit zu gewinnen. Alonso betitelt diese Kombinationen vor dem Wochenende als “Ladestationen”, während Verstappen nach ersten Runden im Simulator gar von einer völlig anderen Strecke spricht. Auf die Frage, ob sich die Boliden in dieser Saison fürchterlich anfühlen, antwortet der Mercedes-Pilot: “Fürchterlich ist ein starkes Wort. Es kommt darauf an, was du erwartest. Ehrlich gesagt macht es mir natürlich Spaß, die schnellsten Autos mit den schnellsten Motoren der Welt zu fahren.”
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Dabei betont Russell, dass ein schneller Bolide noch keineswegs automatisch den Fahrspaß anhebt: “In meiner Formel-1-Karriere war der Williams von 2020 vermutlich das schnellste Rennauto, das ich gefahren bin.” “Und wir”, so der heutige Mercedes-Fahrer, “haben damals keinen einzigen Punkt geholt. Hatte ich daran Spaß? Auf keinen Fall. Dabei war meine Runde im Qualifying von Silverstone 2020 vermutlich deutlich schneller, als das, was ich an diesem Samstag erreichen werde.” “Aber ich hoffe”, so Russell, “dass ich diesen Samstag mehr Spaß haben werde. Wir sind alle kompetitive Tiere, wir wollen alle racen, wir wollen uns mit unseren Kontrahenten messen.”
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“Das habe ich an der Formel 2 geliebt”, betont der Formel-2-Champion von 2018. Vor seinem Debüt im Grand-Prix-Sport konnte sich Russell die Krone in der ehemaligen GP2 sichern, damals dicht gefolgt von Lando Norris. Zeitreise Silverstone 1950: Impressionen vom allerersten Formel-1-Rennen
“Die Rundenzeiten waren zehn Sekunden langsamer als das, was wir jetzt in der Formel 1 erreichen. Und, wie gesagt, dieses Wochenende werden 600.000 Fans hier sein und sich nicht sagen: ‘Das ist fürchterlich.'” “Ich glaube”, so die abschließenden Worte des WM-Zweiten, “wir müssen da ein wenig offen bleiben. Ich denke ja, die besten Rennwagen aller Zeiten gab es in den frühen 2000ern, aber wenn du die Anzahl der Überholmanöver in einer Saison zählst, dann sind das vermutlich genauso viele, wie heutzutage in einem einzigen Rennen. Wir können also nicht alles haben.”
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Auch ohne Superclipping, Batteriemanagement oder Lift-and-Coast galt Silverstone in den letzten Jahren als Garant für spektakuläre Rennen. 2025 konnte sich Nico Hülkenberg sein erstes Formel-1-Podium sichern, während 2024 den letzten Heimerfolg von Lewis Hamilton für Mercedes markiert.
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