Bestzeit unter Gelb: Warum George Russell straffrei blieb
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George Russell konnte sich trotz einer kontroversen Szene beim Großen Preis von Österreich die Poleposition sichern. Dabei hatte es im letzten Sektor eine gelbe Flagge gegeben. Wieso blieb der Mercedes-Pilot dennoch straffrei? LAT Images George Russell startet am Sonntag in Spielberg vom ersten Platz ins Rennen
“Es war ein Single-Yellow”, erklärt Toto Wolff am Sky-Mikrofon. “Er hat einen 100-Meter-Lift gemacht, und für ihn freut es mich ganz besonders.” Im sportlichen Reglement der Formel 1, Artikel B1.9.4, findet sich die Erklärung für die Entscheidung: Fahrer sind bei einfach geschwenkter gelber Flagge dazu verpflichtet, die eigene Geschwindigkeit zu reduzieren und sich auf eine Richtungsänderung vorzubereiten.
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Wenn die Rennkommissare der Meinung sind, dass diese Anforderungen ausreichend erfüllt wurden, so wie im Fall des Mercedes-Piloten, dann bleibt die Runde bestehen. Sekunden nach seiner Polerunde wendete sich Russell sofort an sein Team und betonte, wie viel Geschwindigkeit er in den letzten beiden Kurven verloren hatte. Wirft man einen Blick auf GP-Tempo, so bestätigt sich dieser Eindruck. Vergleicht man die Polerunde mit seiner vorherigen Bestzeit, so sieht man, dass Russell in der Anfahrt auf Kurve 9 deutlich früher vom Gas geht. Laut Teamchef Wolff dürfte Russell, so seine Aussage bei Sky UK, rund eineinhalb Zehntel verloren haben. Dennoch gelang dem Drittplatzierten in der Fahrer-WM eine Poleposition mit über zwei Zehnteln Vorsprung auf Charles Leclerc. “Ich fühle mich unglaublich”, so die Wortwahl des Polesitters nach der Session. “Ich habe die gelbe Flagge gesehen und bin auf dem Weg zur Kurve vom Gas gegangen. Ich hatte vorher fünf Zehntel Vorsprung, und der lag nach der letzten Kurve noch bei zweieinhalb Zehnteln.” Video wird geladen…
“Zudem”, so Russell, “war es eine einfach geschwenkte gelbe Flagge und keine doppelt geschwenkte.” “Es war ein echt schwieriger Tag, aber diese Runde zusammenzubekommen, das war echt besonders. Alles hat sich so gut angefühlt, und ich bin wirklich stolz auf den Job, den wir alle abgeliefert haben.
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Auf die Frage, wieso Kimi Antonelli seine Runde im Q3 nicht auch fortgesetzt hat, antwortet Teamchef Wolff bei Sky UK: “Ich glaube, er dachte, es wäre Doppel-Gelb.” Der WM-Führende startet beim Grand Prix von Österreich von Position vier aus ins Rennen. Verpasste Chance für Antonelli “Ich weiß nicht, wieso, aber ich dachte, es wäre Doppel-Gelb”, bestätigt Antonelli bei Sky UK. “Ich habe meine Runde komplett abgebrochen und die erste Startreihe verpasst.” Auf die Frage, ob der WM-Spitzenreiter richtig gehandelt hat, antwortet er: “Nein, das hätte ich nicht machen sollen. Das war mein Fehler.”
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“Ich habe die Runde abgebrochen. Dabei wäre ich sehr nah an George dran gewesen. Zwischen uns lagen nur wenige Zehntel, das wäre also die ersten Startreihe geworden. Es ist also echt schade.” Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Österreich
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Die gelbe Flagge wurde aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen geschwenkt. Der viermalige Weltmeister hatte im Kampf um die Poleposition sein Auto in Kurve 9 verloren und in den Reifenstapel geworfen.
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