“Drehe dir den Hals um”: Antonelli verrät irre Ansage von Papa Marco
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Sieg in Spa-Francorchamps, Führung in der Weltmeisterschaft – sportlich läuft es für Kimi Antonelli in der Formel 1 hervorragend. Doch die Marotte des Mercedes-Youngsters, die Streckenbegrenzungen bis aufs Äußerste auszureizen, sorgt nicht nur an der Mercedes-Kommandobrücke für dünne Nerven, sondern ruft auch seine Familie auf den Plan. LAT Images Andrea Kimi Antonelli spricht über die Kritik seines Vaters
Nach seinem Triumph in Belgien musste sich der Italiener von seinem Vater Marco eine besonders bildhafte Ansage anhören, denn Antonelli hatte sich auf dem Weg zu seinem jüngsten Erfolg in Spa bereits früh im Rennen zwei Warnungen wegen Überschreitens der Tracklimits eingehandelt. Während Renningenieur Peter Bonnington am Boxenfunk gewohnt ruhig mahnte, wählte Vater Antonelli im Anschluss an die Siegerehrung deutlich drastischere Worte. “Ich schätze, ihr wisst alle, dass ich die Strecke manchmal etwas zu sehr ausnutze”, schmunzelt Antonelli im Medienkreis am Hungaroring. “Das ist etwas, woran ich zu arbeiten versuche. Wenn ich auf Spa zurückblicke, waren die zwei Tracklimits, die ich mir eingehandelt habe, wirklich dumm. Ich dachte mir nur: ‘Was zum Teufel mache ich da eigentlich?'” Vater Marco droht mit “Huhn-Ansage” Rennfahrer suchen naturgemäß nach dem letzten Millimeter Asphalt, um Schwung auf die Geraden mitzunehmen. Wird die Strecke jedoch ohne Not verlassen, drohen gravierende Konsequenzen – im Rennen winkt ab dem vierten Vergehen eine Fünf-Sekunden-Strafe. Eine Gefahr, die Antonellis Vater Marco sofort ansprach.
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“Manchmal muss man die Streckenbegrenzung im Rennen vielleicht nutzen. Aber wenn ich es tue, ohne dass es nötig ist, bringe ich mich nur selbst in Schwierigkeiten”, erklärt Antonelli. “Daran arbeite ich definitiv. Mein Vater war einer der Ersten, die nach dem Rennen in Belgien zu mir kamen. Er sagte: ‘Glückwunsch, aber…’ – es gibt eben immer ein Aber, wisst ihr.” Danach folgte die denkwürdige Warnung: “Er meinte zu mir: ‘Wenn ich sehe, dass du noch einmal wegen nichts über die Track Limits fährst, dann drehe ich dir den Hals wie bei einem Huhn!'”, verrät der WM-Spitzenreiter lachend. Strafen in Barcelona und Miami als Warnschuss Die Besorgnis der Familie kommt nicht von ungefähr, schließlich haben Antonelli die Tracklimit-Verstöße in der laufenden Saison bereits mehrfach ein geholtes Ergebnis gekostet. Im Sprint von Miami belegte der Italiener auf der Strecke eigentlich den vierten Platz, fiel durch eine nachträgliche Fünf-Sekunden-Strafe aber auf Rang sechs zurück und büßte wertvolle Punkte ein. Ohne Gridstrafe: Hätte McLaren in Belgien gewinnen können? Video wird geladen…
In Barcelona folgte die nächste Fünf-Sekunden-Strafe wegen vierfacher Überschreitung der weißen Linien. Zwar blieb das Vergehen dort ohne Auswirkungen auf das Klassement, da Antonelli später wegen eines technischen Defekts aufgeben musste, doch das Problem war offensichtlich. Die FIA hatte das vierte Vergehen erst im Nachgang festgestellt, was für Diskussionen sorgte. Seit den Vorfällen in Spanien steuert Mercedes-Renningenieur Peter Bonnington aktiv dagegen: “Bono” warnt seinen Schützling am Funk mittlerweile extrem frühzeitig vor – meist schon nach dem zweiten “Ping”, um den kritischen Bereich der Strafandrohung gar nicht erst zu erreichen. Die Familie als Fels in der Brandung Trotz der deutlichen Worte betont Kimi Antonelli, wie essenziell die Unterstützung seines Vaters und des engen Umfelds für seine Entwicklung in der Königsklasse ist. Papa Marco begleitet den Youngster bereits seit den gemeinsamen Tagen im Kart-Sport zu jedem Rennwochenende.
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“Ein tolles Team und eine fantastische Familie um mich herum zu haben, hat mir auf dieser Reise bisher enorm geholfen und tut es immer noch”, unterstreicht Antonelli. “Mein Vater ist wie mein Fels in der Brandung, weil wir so viele Dinge gemeinsam teilen.” “Ich höre mir nach den Sessions, nach dem Rennen oder dem Qualifying immer sehr gerne seine Sicht der Dinge an, denn genau so haben wir es von den Kart-Zeiten an gemacht.”
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Für den F1-Superstar ist der Rückhalt unersetzlich: “Jemanden wie ihn in diesem wichtigen Jahr an meiner Seite zu haben, ist enorm wichtig. Er kennt mich von allen Menschen am besten. Er spielt nach wie vor eine gewaltige Rolle.”
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