“Eine altmodische Regel”: Esteban Ocon kritisiert Formel-1-Regel bei Rennabbruch

“Eine altmodische Regel”: Esteban Ocon kritisiert Formel-1-Regel bei Rennabbruch

 

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Esteban Ocon hat sein umstrittenes Überholmanöver gegen Alexander Albon beim Großen Preis der Niederlande verteidigt. Der Haas-Pilot nutzte das Chaos nach dem Unfall von Max Verstappen, um am Williams vorbeizuziehen. Dass er beim Neustart wieder hinter Albon eingeordnet wurde, stößt bei Ocon auf Unverständnis.  LAT Images Ocon hatte den Williams von Albon im Chaos nach dem Verstappen-Unfall überholt

“Ich habe Alex überholt, ja, aber ich durfte das, weil es grün war”, erklärte der Franzose nach dem Rennen. Anders als etwa Franco Colapinto, der Yuki Tsunoda unter gelber Flagge überholt hatte und dafür eine Durchfahrtsstrafe erhielt, war Ocons Manöver tatsächlich regelkonform. Der entscheidende Grund, warum der Haas-Pilot seinen Platz trotzdem wieder hergeben musste: Für den zweiten Start wurde die Reihenfolge anhand der Klassifizierung am Ende der ersten Runde bestimmt. Ocons Überholmanöver fand kurz nach der Ziellinie statt und floss deshalb nicht mehr in die Reihenfolge ein.
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“Was wirklich schade ist, ist, dass man all diese Risiken eingehen muss”, meinte der 29-Jährige anschließend. “Man spielt entweder damit, eine Strafe zu bekommen oder nicht. Ich bekam keine Strafe, aber es war sehr knapp, weil ich ihn gerade überholt hatte, als es grün war. Und dann setzen sie dich beim Rennstart wieder zurück.” Esteban Ocon kritisiert “altmodische” Formel-1-Regel Ocon ist überzeugt, dass die Startaufstellung anhand einer aktuelleren Klassifikation hätte bestimmt werden müssen. Schließlich sei zwischen seinem Überholmanöver auf der Start-Ziel-Geraden und dem anschließenden Abbruch noch ausreichend Zeit vergangen. “Die rote Flagge kam erst nach Kurve fünf”, sagt er. Teamwork und Widerstand: Mercedes stärkt Kimi, Hamilton sauer auf Leclerc I F1 Rennen Zandvoort 2026 Video wird geladen…  

“Wir hatten also Sektor eins passiert und fuhren in Sektor zwei hinein. Deshalb hätte ich vor Alex starten sollen – weil das mein Rennen verändert hat.” Zudem bemängelte der Haas-Pilot, dass die Formel 1 technisch längst in der Lage sei, die Positionen der Fahrer deutlich genauer zu bestimmen. “Wir werden doch nicht glauben, dass wir in der Formel 1 nicht alle 20 Meter Zeitmessschleifen haben, oder? Das ist wirklich eine sehr altmodische Regel”, findet Ocon. “Sie nehmen immer noch die Linie, die etwa zwei Kilometer zurückliegt. Das sollte nicht so sein, es sollte der letzte Moment sein.” Alexander Albon schimpft über “verrücktes” Ocon-Manöver Die Regelung ist allerdings bekannt – und deshalb ahnte Ocon bereits, was ihm beim folgenden Neustart drohen würde. “Ich habe es über Funk gesagt: Lasst uns Alex beim Neustart nicht wieder nach vorne setzen. Denn das sollte nicht der Fall sein”, ärgerte sich der Haas-Pilot. “Und aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl, dass sie ihn beim Neustart wieder nach vorne setzen würden.” Für den Franzosen hatte die Entscheidung durchaus sportliche Konsequenzen: Im ersten Rennabschnitt hing Ocon hinter Albon fest und stoppte bereits in Runde 16, um freie Fahrt zu bekommen.
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In Runde 53 musste der Haas-Pilot sein Rennen wegen eines Problems mit der Antriebseinheit allerdings vorzeitig beenden. Auch Albon ließ im Teamfunk unmittelbar durchblicken, was er von dem Manöver seines Kontrahenten hielt: “Tut mir leid, aber was Esteban gemacht hat, ist verrückt. Er überholt mich mitten im Unfall.”

 
Formel1.de 

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