Erklärt: Das Mercedes-Startproblem von George Russell in Ungarn
| . | . | . |
Der Große Preis von Ungarn nahm für Mercedes-Pilot George Russell (wieder einmal) keinen guten Anfang: Der Brite blieb beim Start beinahe stehen und fiel bereits auf den ersten Metern des Rennens auf den 19. Platz zurück. Die Ursache war allerdings kein Fahrfehler, sondern ein Problem mit der Software. LAT Images George Russell hatte in Ungarn (wieder) Probleme mit seinem Mercedes
“Es sieht so aus, als hätte er ungefähr zehn Prozent Gas gegeben und das Ganze ist auf maximale Drehzahl hochgegangen”, bestätigte Mercedes-Teamchef Toto Wolff bereits kurz nach dem Rennen bei Sky. “Er ist vom Gas gegangen und dann ist die Drehzahl abgesackt.” “Ich bin also wirklich nicht glücklich über die zu vielen Fehler, die passiert sind. Das war der Grund, und dann ist er sehr gut gefahren.” Der Österreicher stellte damit klar, dass Russell keine Schuld am schlechten Start trifft und stattdessen ein technisches Problem vorlag.
//jseAo3c(“Rect”);
Zwar nahm Russell seinen Fuß tatsächlich vom Gas und reduzierte die Gaspedalstellung laut Telemetriedaten von etwa 30 Prozent auf unter zehn Prozent, während die Lichter der Startampel noch leuchteten. Doch das war nicht die eigentliche Ursache für den schlechten Start, sondern vielmehr die Folge eines anderen Fehlers. Drehzahl beim Mercedes von Russell spielt verrückt “Ich war auf dem Gas und hielt die Drehzahl”, berichtet Russell selbst. “Und dann, ungefähr vier Sekunden bevor die Lichter ausgingen, begann der Motor plötzlich völlig unkontrolliert hochzudrehen. Und ich reagierte mit meinem Gaspedal, aber es bewirkte überhaupt nichts. Der Motor reagierte also nicht auf das Gaspedal.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); In diesem Jahr müssen die Fahrer eine präzise Gaspedalstellung halten, um den erforderlichen Turbolader-Ladedruck aufzubauen. Überwachen können sie das direkt am Lenkrad, denn der Startvorgang beinhaltet eine Anzeige, die signalisiert, ob die Motordrehzahl zu hoch oder zu niedrig ist und entsprechend nachgeregelt werden muss. Ein Blick auf die Onboard-Aufnahmen von Russell macht bereits deutlich, dass der Verlauf der Motordrehzahl während des Aufleuchtens der fünf roten Lichter alles andere als linear war. Die Telemetriedaten bestätigen dieses Detail vollständig. Das beweist auch ein Vergleich mit seinem Teamkollegen Kimi Antonelli: Zu Beginn der Sequenz, während der in diesem Jahr eingeführten zusätzlichen Vorbereitungsphase von fünf Sekunden, erreichten beide Fahrer wie im normalen Ablauf eine Gaspedalstellung von rund 30 Prozent. Budapest: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Während Gaspedalstellung und Motordrehzahl beim Italiener bei ungefähr 12.300 U/min jedoch vollkommen stabil blieben, sah die Situation bei Russell deutlich anders aus. Bei ihm begann die Motordrehzahl über 12.700 U/min anzusteigen und erreichte kurzzeitig sogar einen Spitzenwert von 12.800 U/min, also ein außergewöhnlich hoher Wert. George Russell reduziert Gaspedalstellung, aber … Genau deshalb versuchte Russell, wie er später erklärte, seine Gaspedalstellung zu modulieren, indem er den Fuß fast vollständig vom Pedal nahm. Doch selbst das reichte nicht aus, um die Situation zu stabilisieren. Tatsächlich zeigt die Telemetrie, dass die Motordrehzahl für einen kurzen Moment deutlich unter 12.000 U/min fiel. Anschließend stieg sie allerdings wieder auf etwa 12.600 U/min an, obwohl Russell weniger als zehn Prozent Gas gab. Daraus ergab sich der zweite Teil des Problems: Als der Brite von seinem Startplatz losfahren wollte, hielt er das Gaspedal nur bei neun Prozent und konnte es nicht weiter öffnen, während Antonelli bei 30 Prozent lag, um den üblichen Vortrieb beim Start zu erzeugen. Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat
Als Russell versuchte, aus seiner Startbox loszufahren, verlor der Motor plötzlich deutlich an Drehzahl – wahrscheinlich auch deshalb, weil er mit weniger als zehn Prozent Gas startete. Während die Motordrehzahl bei Antonelli im Moment des Kupplungsschlusses bei etwa 5.800 U/min lag, fiel sie bei Russell auf 4.500 U/min ab.
//jseAo3c(“Rect”);
Aus diesem Grund aktivierte sich die Anti-Stall-Funktion. Dabei handelt es sich um eine automatische Steuerung, die verhindert, dass der Motor ausgeht, indem sie die Kupplung selbstständig öffnet oder schließt, sobald die Drehzahl unter einen kritischen Wert fällt. In der Folge fiel der Brite kurz nach dem Start auf den 19. Platz zurück. Mit einem ähnlichen Problem hatte Mercedes offenbar schon beim Wintertest in Bahrain zu kämpfen. “Ich glaube, es war etwas, das wir während der Vorsaison irgendwann schon einmal gesehen hatten, aber ja, ich habe keine Ahnung”, ist Russell ratlos. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
Martin Brundle über Verstappen: “Ich bin fasziniert von Max”
Motorrad
Yamaha setzt auf David Munoz als Schlüsselperson für Martin-Wechsel
Motorrad
Neue MotoGP-Ära: Testteams arbeiten weiter an Motorrädern für 2027
Formelsport
IndyCar zeigt erste Bilder: So sieht das neue Einheitsauto ab 2028 aus!
“Es war natürlich ein brandneuer Motor.” Der Mercedes-Pilot bekam für das Rennen eine neue Antriebseinheit, nachdem er im Qualifying am Samstag zu heftig über die Randsteine gefahren war und damit wohl ein Wasserleck verursacht hatte. Die unglückliche Serie bei Russell setzt sich fort.
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.




