Erklärt: Warum Racing Bulls aktuell “Best of the Rest” ist
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Noch vor wenigen Rennen gehörte Racing Bulls zu den vielen Teams im engen Formel-1-Mittelfeld. Inzwischen hat sich das Bild deutlich verändert. Seit dem Kanada-Grand-Prix präsentiert sich der Red-Bull-Nachwuchsrennstall konstant als stärkste Kraft hinter den vier Topteams Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull. Dass dieser Aufschwung kein Zufall ist, erklären sowohl die Verantwortlichen des Teams als auch die Konkurrenz. Sutton Images Die Racing Bulls haben das Formel-1-Mittelfeld aktuell klar im Griff
Mit 59 Punkten liegt Racing Bulls in der Konstrukteurs-WM inzwischen nur noch einen Zähler hinter Alpine (60). Während Alpine zuletzt an Boden verlor, konnte Racing Bulls den Abstand kontinuierlich verkürzen und gilt aktuell als Favorit im Kampf um Rang fünf der Teamwertung. Den Grund für den Leistungssprung sieht Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad vor allem in einem einzigen, aber entscheidenden Entwicklungsschritt. Radikale Änderung am Unterboden als Schlüssel Laut Lindblad war das große Kanada-Update deutlich umfangreicher, als es von außen den Anschein hatte. Vor allem beim Unterboden änderte Racing Bulls seine Herangehensweise grundlegend.
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“Es war ein riesiges Update. Im Grunde hat sich die gesamte Philosophie des Unterbodens verändert”, erklärt der Brite. “Er ist eindeutig deutlich besser geworden und genau deshalb funktioniert das Auto jetzt auf praktisch jeder Strecke.” Üblicherweise spielt der Unterboden die mit Abstand wichtigste Rolle für die Performance eines Formel-1-Autos. Kleine Veränderungen können große Auswirkungen auf das gesamte Fahrzeugverhalten haben. Racing Bulls scheint genau an diesem Punkt den entscheidenden Durchbruch geschafft zu haben. Für Lindblad ist das kein Zufall. Vielmehr habe das Team die ersten Saisonrennen genutzt, um die Schwächen des ursprünglichen Konzepts genau zu analysieren. “Sie haben die Grundlagen verstanden” Der eigentliche Fortschritt sei deshalb weniger eine einzelne neue Komponente gewesen als vielmehr ein besseres Gesamtverständnis des Fahrzeugs. “Wir befinden uns immer noch relativ früh in diesem Reglement”, sagt Lindblad. “Wenn man die Grundlagen des Autos richtig versteht, funktioniert das Auto am Ende überall.” Genau das sei Racing Bulls gelungen. “Ich glaube, das Team hat die ersten Rennen genutzt, um das Auto wirklich zu verstehen. Und in Kanada haben sie es dann perfekt umgesetzt.” Verstappen vor Red Bull-Aus? Diese Teams kommen 2027 infrage! Video wird geladen… Max Verstappen und Red Bull stehen in der Formel 1 vor einer entscheidenden Zukunftsfrage. Wie geht es 2027 weiter?
Das erklärt auch, warum Racing Bulls seit Montreal auf völlig unterschiedlichen Rennstrecken konkurrenzfähig ist. Ob schnelle Kurven, langsame Passagen oder verschiedene Asphaltbeläge – das Auto funktioniert inzwischen unter nahezu allen Bedingungen deutlich konstanter als zuvor. Konkurrenz erkennt den Entwicklungsvorsprung an Wie groß der Schritt tatsächlich war, zeigt auch der Blick auf die Aussagen der direkten Konkurrenz. Alpine-Pilot Pierre Gasly macht keinen Versuch, den Aufschwung kleinzureden. Im Gegenteil: Der Franzose bescheinigt Racing Bulls derzeit die beste Entwicklungsarbeit im gesamten Mittelfeld.
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“Wenn wir ehrlich sind, hat VCARB in den vergangenen Wochen einfach einen besseren Job gemacht”, sagt Gasly. “Sie haben wirkungsvollere Updates an ihr Auto gebracht.” Besonders beeindruckt zeigte sich der ehemalige AlphaTauri-Fahrer vom Qualifying in Silverstone.
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“Ihre Pace in Silverstone war gewaltig”, lobt Gasly. “Sie lagen im Qualifying nur zwei Zehntelsekunden hinter dem schnellsten Red Bull. Davor kann man nur den Hut ziehen.” Für Alpine sei das gleichzeitig ein Weckruf. “Wir müssen einen Weg finden, unser eigenes Niveau in den kommenden Rennen wieder anzuheben.” Alpine vorerst ohne Antwort Während Racing Bulls mit seinem Kanada-Paket einen Volltreffer landete, steckt Alpine derzeit in einer schwierigeren Phase. Neue Upgrades wird es in Belgien nicht geben, weshalb Gasly keine großen Veränderungen in der Kräfteverteilung erwartet. “Wir bringen an diesem Wochenende keine Updates mit”, erklärt der Franzose. “Deshalb rechnen wir nicht mit einer wesentlich anderen Reihenfolge.” Im Gegenteil: Alpine stellt sich auf ein weiteres schwieriges Wochenende gegen Racing Bulls ein. “Wir erwarten eine große Herausforderung, überhaupt mit ihnen kämpfen zu können.”
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Trotzdem will das Team die Trainings intensiv nutzen, um das bestehende Paket besser zu verstehen. Gerade die jüngsten Entwicklungen hätten nicht den erhofften Fortschritt gebracht. Das Auto liefert nicht die erhoffte Performance Gasly räumt offen ein, dass Alpine derzeit noch nicht vollständig versteht, warum die jüngsten Updates hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. “Wir wollen unser aktuelles Fahrzeugpaket besser verstehen. Es hat in den vergangenen Wochen nicht die Performance gebracht, die wir uns erhofft hatten.” Deshalb seien umfangreiche Testprogramme geplant, sofern das Wetter mitspiele. “Für Freitag haben wir viele Dinge vorgesehen. Hoffentlich bleibt es trocken, damit wir möglichst viele Erkenntnisse sammeln können.”
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Selbst wenn nicht alles optimal gelaufen sei, ändere das laut Gasly nichts an der grundsätzlichen Situation. “Auch wenn manches nicht perfekt war, haben wir im Moment schlicht nicht die Pace, um Racing Bulls wirklich herauszufordern.”
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