Ferrari-Update bringt zu wenig: Der Antriebsrückstand bleibt

Ferrari-Update bringt zu wenig: Der Antriebsrückstand bleibt

 

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“Wenigstens in einer Sache hatte ich recht!” Obwohl Frederic Vasseur scherzte, wollte der Ferrari-Teamchef damit eine Aussage unterstreichen, die er bereits vor dem Grand Prix von Italien getroffen hatte und die sich anschließend bestätigte: Der mit den durch ADUO2 ermöglichten Weiterentwicklungen ausgestattete Ferrari-Antrieb konnte den Leistungsrückstand auf die Referenzaggregate von Mercedes und Red Bull-Ford nicht schließen.  circuitpics.de Auspuff und Antriebseinheit am Ferrari SF-26 aus der Formel-1-Saison 2026

Monza, eine Strecke, auf der die Antriebe entscheidenden Einfluss auf die Performance haben, zeigte deutlich, wie richtig Vasseur mit seiner Einschätzung lag: Im Freien Training und im Qualifying waren die SF-26 von Lewis Hamilton und Charles Leclerc noch nahe an den Autos der Konkurrenz. Im Rennen ergab sich jedoch ein anderes Bild: Mercedes feierte einen ungefährdeten Doppelsieg, während Hamilton als einziger Ferrari-Fahrer im Ziel auch hinter dem Red Bull von Max Verstappen sowie den McLaren von Lando Norris und Oscar Piastri lag. Das Monza-Fazit von Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur “Unterm Strich fehlt es uns schlicht an Leistung”, sagte Vasseur nach dem Grand Prix. “Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber wenn es dir an reiner Leistung fehlt, beginnst du mit der Energieabgabe zu spielen, um das auf einer Geraden auszugleichen. Aber wenn du an einer Stelle mehr Energie abgibst, steht dir an einer anderen zwangsläufig weniger zur Verfügung. So gerätst du in eine Negativspirale.” Warum ADUO die Formel-1-Welt spaltet Video wird geladen… Die ganze Formel-1-Welt diskutiert über ADUO – das neue FIA-System zur Unterstützung zurückliegender Motorenhersteller. Doch wie funktioniert dieser?

Die Energieabgabe an sich sei nicht Ferraris Problem. “Die war ziemlich gut”, erklärte Vasseur. “Die Realität ist jedoch: Wenn dir in Zandvoort X fehlt, beträgt dein Rückstand zwei oder drei Zehntelsekunden. Wenn dir in Monza etwas weniger als X fehlt, ist der Rückstand auf Mercedes doppelt so groß.”
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Genaue Zahlen nannte Vasseur dabei übrigens bewusst nicht: “Ich verwende Buchstaben, weil ich weiß, dass ihr versuchen werdet, daraus etwas hochzurechnen.” Solange X aber eine Unbekannte bleibt, bringen sämtliche Rechenspiele nicht viel. Wie gut ist das Ferrari-Update? Klare Worte von Oliver Bearman Klar ist nur: Ferrari hat weiterhin Nachholbedarf. Das bestätigt Haas-Fahrer Oliver Bearman, der am vergangenen Wochenende ebenfalls die Ausbaustufe des Ferrari-Antriebs verwendete. Sein Urteil: “Der neue Antrieb ist ein deutlich kleinerer Schritt als das [Aerodynamik-] Update, sagen wir es einmal so. Die Aero brachte uns zwei- oder dreimal so viel.” Formel-1-Quiz
Das Ferrari-Team erzielte in der Formel 1 wie viele Start-Ziel-Siege?
52 50 54 48 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Natürlich bringt der neue Antrieb etwas auf einer Strecke wie Monza. Aber über die gesamte Saison betrachtet hätte er nicht ausgereicht, um uns aus dem Kampf in Q1 herauszubringen, wenn wir diesen Antrieb schon in Zandvoort eingesetzt hätten. Ich glaube nicht, dass er ein Gamechanger gewesen wäre.” Ferrari: Ein echter Fortschritt frühestens 2027? Und zu einem solchen Gamechanger wird der Ferrari-Antrieb wohl erst 2027 werden können. Denn mehr Leistung aus einem Formel-1-Antrieb herauszuholen, ist laut Vasseur nicht nur technisch komplex, sondern auch ein “extrem langwieriger Prozess”. Denn Entwicklung und Produktion der Komponenten benötigen viel Zeit. Hinzu kommt, dass die Kosten bis ins Detail kontrolliert werden müssen. “Wir produzieren Antriebe für die laufende Saison und müssen eine neue Charge produzieren, wenn man die Weiterentwicklung anstößt. Das ist kompliziert”, erklärte der Ferrari-Teamchef. Immerhin: Ferrari mache “kleine Fortschritte”, versicherte Vasseur. “Wir hatten nicht erwartet, innerhalb von zwei Monaten den Rückstand mit ADUO1 oder ADUO2 aufzuholen. Aber man darf nicht vergessen: Wenn man beim Antrieb einen kleinen Fortschritt erzielt und selbst nur ein paar PS gewinnt, kann das im Kräfteverhältnis bereits ein guter Schritt sein.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Darüber hinaus bleibt das Ziel unverändert: Wir wollen den gesamten Rückstand aufholen, und zwar so schnell wie möglich.” Realistisch erscheint das aus Ferrari-Sicht aber erst 2027.

 
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