FIA schafft Amtszeit-Begrenzung ihres Präsidenten ab
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Mohammed bin Sulayem arbeitet weiter daran, seine Position als Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA) noch über viele Jahre ausüben zu können. Denn nun haben die Mitgliedsklubs bei der diesjährigen FIA-Generalversammlung in Macau seinem Vorschlag zugestimmt, die Amtszeit des Präsidenten nicht mehr auf drei Perioden (oder zwölf Jahre) zu begrenzen. Das berichtet BBC unter Berufung auf FIA-nahe Quellen. Getty Images Fotomontage: FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem neben einem FIA-Logo
Die Abschaffung der Amtszeit-Begrenzung würde es bin Sulayem theoretisch erlauben, über das Jahr 2033 hinaus und unbegrenzt an der Spitze des Weltverbands zu stehen. Das verhindert Stand jetzt die aktuelle Altersbeschränkung von 70 Jahren bei Amtsantritt, doch laut BBC-Angaben will der 64-jährige bin Sulayem diese Beschränkung ebenfalls bald aufheben. Die FIA selbst gibt nur wenige Informationen über die aktuellen Entscheidungen preis. In einer Pressemitteilung heißt es lediglich, es seien verschiedene “Änderungen an FIA-Statuten und internen Regularien” verabschiedet worden.
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Der Weltverband führt beispielhaft an: “Die Amtszeit-Begrenzungen für die FIA-Gremien wurden aufgehoben und damit an die Regelungen für die Welträte und den Senat angeglichen.” Außerdem wurde bei der Generalversammlung in Macau beschlossen, “die Eignungskriterien für den Präsidenten der FIA” zu verschärfen und stärker an die “bestehenden Anforderungen für Kandidaten auf der Präsidentschaftsliste” anzupassen. Das erschwert es potenziellen Gegenkandidaten von bin Sulayem, überhaupt zu einer Präsidentschaftswahl zugelassen zu werden. Kritik an den aktuellen FIA-Beschlüssen Der 2025 zurückgetretene FIA-Vizepräsident Robert Reid übte bereits Kritik an den jüngsten FIA-Beschlüssen und verteidigte die von bin Sulayems Vorgänger Jean Todt eingeführte Amtszeit-Begrenzung im Präsidentenamt: “Sie verhindert keine Fehlentscheidungen, aber sie schafft einen Zeitpunkt, an dem Erneuerung stattfinden muss.” Eine solche Begrenzung erinnere eine Institution daran, “dass ein Amt nur auf Zeit vergeben wird, dass Legitimität immer wieder neu bestätigt werden muss und dass keine einzelne Person strukturell unersetzlich werden sollte”, erklärte Reid in einem LinkedIn-Posting. Über die verschärften Anforderungsrichtlinien sagte er: “Natürlich sollte ein Präsidentschaftskandidat die FIA verstehen. Natürlich sind Glaubwürdigkeit, Ernsthaftigkeit und einschlägige Erfahrung wichtig. [Aber] ein Schutz vor unseriösen Kandidaten kann zu einer Hürde für unbequeme Bewerber werden.” FIA betont “demokratischen Weg” im Weltverband Die Sorge vor einem (weiteren) Demokratieverfall im Automobil-Weltverband versuchte ein FIA-Sprecher auf Nachfrage von zu zerstreuen, indem er sagte: “Die Statuten der FIA wurden aktualisiert, um einen einheitlichen Umgang mit Amtszeitbegrenzungen in allen FIA-Gremien zu schaffen. […] FIA-Gremien behalten weiterhin die uneingeschränkte Befugnis, die Amtsträger, die sie für geeignet halten, auf demokratischem Weg zu wählen.”
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Dieser “demokratische Weg” sieht 2029 eine neue Präsidentschaftswahl vor. Bin Sulayem könnte dann zum dritten Mal nach 2021 und 2025 zum FIA-Präsidenten gewählt werden. Es wäre bis zu den nun erfolgten Beschlüssen seine letzte Amtszeit gewesen. Was bin Sulayem selbst zu sagen hat Bin Sulayem selbst bewertet die Entscheidungen ausdrücklich positiv und erklärte: “Sie spiegeln die kontinuierlichen Fortschritte wider, die wir als Föderation gemeinsam erzielen.” Der Weltverband wolle in Zukunft unter anderem “neue Möglichkeiten schaffen […] und sicherstellen, dass die FIA auch künftig als starke, nachhaltige und vertrauenswürdige Föderation wächst”. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Unterstützung erfährt bin Sulayem hierbei von FIA-Senats-Präsident Carmelo Sanz de Barros, der sagte: “Der Wandel innerhalb der FIA hat einen moderneren und agileren Ansatz ermöglicht, der den Bedürfnissen aller Interessengruppen der FIA besser gerecht wird.” Doch vorrangig dürften die Änderungen Bin Sulayems Machterhalt dienen.
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