Franz Tost: Was Sebastian Vettel und Co. von anderen Fahrern abhebt
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Als Teamchef bei Toro Rosso hat Franz Tost mit zahlreichen späteren Stars der Formel 1 zusammengearbeitet. Daniel Ricciardo und Carlos Sainz gingen dort beispielsweise für ihn an den Start, und auch Sebastian Vettel und Max Verstappen fuhren zu Beginn ihrer Karriere in der Königsklasse unter Tost. Sutton Images Gerhard Berger, Sebastian Vettel und Franz Tost im Jahr 2007
Während Vettel und Verstappen später mit Red Bull jeweils viermal in Folge Weltmeister wurden, schafften andere Piloten den ganz großen Durchbruch nie. Durch seine jahrelange Arbeit mit Nachwuchsfahrern weiß Tost daher ganz genau, was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Fahrern unterscheidet. Der wichtigste Punkt sei, dass Vettel und Verstappen “ein wahnsinniges Talent” haben, erklärt Tost im Gespräch mit 15 Love – der Business Podcast. Ohne Talent könne man nicht Weltmeister werden, stellt der Österreicher klar, doch das alleine reiche nicht aus. Man müsse auch den nötigen Einsatz zeigen.
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So hätten Vettel und Verstappen eine riesige “Leidenschaft für den Sport”, berichtet Tost. “Diese ganzen Fahrer, die Weltmeisterschaften gewonnen haben, für die zählt nur der Rennsport, sonst gar nichts”, betont er. Das habe zum Beispiel auch Michael Schumacher ausgezeichnet. “Dann sind diese Fahrer wahnsinnig diszipliniert”, nennt Tost einen weiteren Punkt. Das bedeute nicht nur, “dass sie pünktlich zum Meeting kommen”, erklärt er. “Die achten darauf, wie sie sich physisch weiterbilden, also das körperliche Training, auch das mentale Training.” Red-Bull-Junioren in der Formel 1
Zudem würden die Fahrer sich beispielsweise auch darum kümmern, “wie sie sich richtig ernähren müssen, um das Optimale rauszuholen”, so Tost. Dazu komme nach einem Rennen ein intensives Studium der Daten – und auch ein gewisses Maß an Selbstkritik. “Diese Fahrer sind sehr kreativ. Die machen sich immer Gedanken: Wie kann ich noch besser werden? Die sind auch ehrlich zu sich selber. Die sagen nicht: Das Auto war schlecht oder die Reifen waren schlecht oder der Motor war schlecht”, erklärt Tost. Stattdessen würden die Piloten ihre eigenen Fehler analysieren, um sie zukünftig zu vermeiden. Neben eigenen Schwächen würden die Piloten außerdem ihre Gegner genau unter die Lupe nehmen, um deren Schwachpunkte zu erkennen. “Die sind über alles informiert”, so Tost. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Zusammenfassend erklärt der inzwischen 70-Jährige: “Für die zählt nur der Rennsport und sonst gar nichts. Das sind auch wahnsinnige Egoisten alle zusammen. Aber sie sind sehr erfolgreich.”
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