Günther Steiner sicher: Norris’ Dominanz-Ansage ist “ein Psychospielchen”

Günther Steiner sicher: Norris’ Dominanz-Ansage ist “ein Psychospielchen”

 

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Günther Steiner hält die jüngsten Aussagen von Lando Norris über die Stärke von McLaren für eine Mischung aus Realität und Psychospiel. Der ehemalige Haas-Teamchef glaubt zwar, dass der Rennstall aus Woking mit seinem neuen Unterboden einen deutlichen Schritt gemacht hat. Dass McLaren deshalb bereits wieder über eine Dominanz wie in der vergangenen Saison verfügt, will Steiner allerdings nicht gelten lassen.  LAT Images Lando Norris sorgte vor dem Zandvoort-Wochenende für Schlagzeilen

Norris hatte vor dem Großen Preis der Niederlande in Zandvoort für Aufsehen gesorgt. Nach seinem Sieg in Budapest erklärte der McLaren-Pilot, die Performance seines Autos sei am Rennsonntag wahrscheinlich besser gewesen als zu jedem Zeitpunkt der vergangenen Saison. Noch deutlicher wurde Norris beim Vergleich des Vorsprungs: Der Pace-Vorteil von McLaren sei größer gewesen als bei jedem Rennen im gesamten Jahr 2025. Steiner sieht darin durchaus eine Botschaft an die Konkurrenz – aber nicht nur eine technische Bewertung.
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“McLaren ist gut”, sagt Steiner bei ServusTV. “Aber ich glaube, dass Lando auch ein bisschen mit den Worten spielt, um die anderen ein bisschen unsicher werden zu lassen.” Der Südtiroler stellt damit nicht infrage, dass McLaren einen großen Fortschritt gemacht hat. Vielmehr glaubt er, dass Norris mit seinen Aussagen bewusst Zweifel bei Mercedes und Ferrari säen kann. Denn angesichts des engen Kampfes an der Spitze können bereits kleine psychologische Vorteile eine Rolle spielen. Steiner sieht Mercedes weiter als Favoriten Für Steiner ist ohnehin nicht McLaren der klare Favorit auf den WM-Titel. Seine aktuelle Einschätzung fällt zugunsten von Mercedes aus. Der Rennstall aus Brackley habe weiterhin einen kleinen Vorteil, während sich Ferrari und McLaren gegenseitig Punkte wegnehmen könnten. “Ich sehe immer noch Mercedes als Favoriten”, erklärt Steiner. “Ferrari war vorher ziemlich nahe dran, aber jetzt ist auch McLaren gekommen. Die nehmen sich gegenseitig Punkte weg. Ich glaube, Mercedes hat doch ein bisschen Vorsprung.” Damit sieht Steiner eine klassische Konstellation, in der der vermeintlich dritte Kandidat profitieren kann: “Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte, sozusagen. Ich glaube, das passiert jetzt.” Video wird geladen…  

Gleichzeitig warnt er davor, die Kräfteverhältnisse zu stark zu verallgemeinern. Gerade die bisherigen Rennen hätten gezeigt, dass alle drei Topteams je nach Strecke unterschiedliche Stärken ausspielen können.
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“Alle drei können streckenspezifisch gewinnen”, lautet Steiners Fazit. Zandvoort sei dafür bereits ein gutes Beispiel. Im Sprint-Qualifying lagen Mercedes, McLaren und Ferrari erneut eng zusammen – und mit George Russell, McLaren und Charles Leclerc standen gleich drei verschiedene Hersteller an der Spitze des Klassements. Vom vierten Team zur dritten Kraft Dabei erkennt Steiner ausdrücklich an, wie stark McLaren sich entwickelt hat. Gerade der Ausgangspunkt der Saison macht den Fortschritt für ihn bemerkenswert. “McLaren sind sicher sehr gut geworden, von wo sie gestartet sind”, sagt er. Zu Beginn des Jahres sei der Rennstall noch “die vierte Kraft” gewesen. Mittlerweile könne man dagegen von “drei ersten Kräften” sprechen. Der neue Unterboden scheint dabei tatsächlich einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben. Norris selbst hatte erklärt, dass McLaren noch nicht genau wisse, wie universell der Performance-Gewinn aus Budapest sei. Zandvoort liefert nun eine erste wichtige Antwort darauf, weil sich die Strecke in Charakter und Bedingungen deutlich vom Hungaroring unterscheidet.
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Steiner glaubt allerdings, dass die Konkurrenz McLaren ohnehin ernst nehmen muss – unabhängig davon, wie groß der konkrete Vorsprung in Budapest war. “Man weiß, was sie können”, betont er. “Die letzten zwei Jahre waren sie ja nicht umsonst Weltmeister.”

 
Formel1.de 

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