Honda-Debakel in Mexiko: Warum Aston Martin nur fünf Runden durchhielt
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In seiner Vorschau auf den Grand Prix von Mexiko-Stadt 2026 hatte Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara das Autodromo Hermanos Rodriguez als “eine sehr anspruchsvolle Strecke für den Antrieb” bezeichnet. Doch vermutlich hatte auch er nicht damit gerechnet, dass das Wochenende von Aston Martin derart aus dem Ruder laufen würde. LAT Images Fernando Alonso im Aston Martin AMR26 beim Formel-1-Rennen in Mexiko 2026
Im Freien Training hatten Pace und Laufleistung noch ordentlich gewirkt: Fernando Alonso fehlten im zweiten Training lediglich 0,769 Sekunden auf den schnellsten Mann Charles Leclerc im Ferrari, und die beiden AMR26 von Alonso und Lance Stroll absolvierten in den drei Trainings insgesamt 144 Runden. Doch sobald es ernst wurde, lief alles schief. Honda konnte zwischen dem dritten Freien Training und dem Qualifying zwar einige Probleme mit der Fahrbarkeit und dem Turboloch beheben, doch Alonso stellte am Samstagnachmittag “ungewöhnliche Signale im Wassersystem” fest. Das hinderte ihn zwar nicht daran, Stroll im Qualifying zu schlagen, dennoch schieden beide Autos bereits in Q1 aus. Auf den Einzug in Q2 fehlten rund vier Zehntelsekunden.
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Im Rennen mussten beide Fahrer bereits nach fünf Runden wegen Kühlungsproblemen aufgeben. Honda will Kühlungsprobleme nach Mexiko-Debakel lösen “Wir wussten, dass uns aufgrund der besonderen Bedingungen durch die Höhenlage von Mexiko-Stadt bei der Kühlung zusätzliche Herausforderungen im Vergleich zu anderen Rennstrecken erwarten würden”, sagte Orihara nach dem Grand Prix. “Allerdings haben wir festgestellt, dass unser ERS-Kühlkreislauf stärker belastet wurde als erwartet. Deshalb mussten wir das Auto in verschiedenen Sessions abstellen. Obwohl wir in den Trainings etliche Runden absolviert hatten, trat das Problem im Qualifying und im Rennen auf.” Formel-1-Quiz
Das Aston Martin-Team erzielte in der Formel 1 wie viele Podestplätze?
11 9 4 10 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Orihara gelobt Besserung: “Bei jedem Rennen in diesem Jahr müssen wir für 2027 lernen, auch aus den schwierigen Lektionen. Wir haben viele Daten gesammelt, die wir im kommenden Jahr wieder mit an diese Strecke bringen können, auch im Hinblick auf das Turboloch. Und wir werden an Lösungen arbeiten.” Orihara hatte bereits am Donnerstag darauf hingewiesen, dass die MGU-H in den vergangenen Jahren den Turbolader unterstützte und dadurch das Turboloch verringerte. Die neuen, einfacheren Antriebseinheiten verfügen jedoch nicht mehr über eine MGU-H. Angesichts der geringeren Luftdichte in der Höhenlage von Mexiko-Stadt erwies sich auch das als Problem. Wie Alonso die Situation in Mexiko einordnet Während ein frustrierter Stroll am Ende des Wochenendes gegenüber den Medien nur knappe Antworten gab, äußerte sich Alonso etwas ausführlicher und unterstrich das Ausmaß der Herausforderung für Aston Martin und Honda.
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“Das Auto ist sehr gut”, sagte der Spanier. “Das Problem ist nur, dass wir mit dem Motor offenbar nicht mehr als eine bestimmte Anzahl von Runden fahren können. Hoffentlich haben wir daraus gelernt und kommen nächstes Jahr besser vorbereitet hierher.” Was möglich gewesen wäre für Aston Martin Dabei hatte das von Adrian Newey konstruierte Auto durchaus Potenzial – selbst in Mexiko. Alonso und Stroll hatten im Rennen allerdings kaum Gelegenheit zu zeigen, was möglich gewesen wäre. Addiert man Alonsos drei schnellsten Sektoren vom Sonntag – er kam in Runde drei an die Box, weshalb ihm keine vernünftige komplette Runde gelang -, war er beinahe so schnell wie Williams-Fahrer Carlos Sainz. Und das, obwohl sein Auto mit vollem Tank vermutlich deutlich schwerer war.
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“Als wir am Donnerstag zusammensaßen, haben wir gesagt: Das ist eine Strecke mit vielen langsamen Kurven”, erklärte Aston Martins Einsatzleiter Mike Krack. “Und wenn wir die Fahrbarkeit in den Griff bekommen, können wir konkurrenzfähig sein. Zum Beispiel in Kurven wie im Stadionabschnitt, den Kurven 4, 5 und 6 – eben in den langsamen Passagen.” Wie steht es um die Motivation von Alonso und Co.? Damit ist die Zuverlässigkeit der entscheidende Punkt – ebenso wie die Aufgabe, die Moral im Team aufrechtzuerhalten. “Wir kämpfen bereits das ganze Jahr über”, räumte Krack ein. “Wir hatten einen sehr schwierigen Saisonstart. Dann kam die Phase, in der wir die Updates und das ADUO eingeführt haben, und wir erzielten etwas bessere Ergebnisse. Jetzt haben wir größere Probleme mit der Zuverlässigkeit. In Austin hatten wir aufgrund verschiedener Zwischenfälle andere Probleme. Das gehört zum Rennsport dazu.”
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“Entscheidend ist: Jeder gibt sein Bestes, jeder ist motiviert, es besser zu machen, und ich habe keinerlei Zweifel an der Motivation”, sagte Krack. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Und wenn einer seine Motivation nicht verliert, dann Alonso. Er sagte nach seinem bereits siebten Ausfall des Jahres: “Ich gebe jedes Mal mein Bestes, in jeder Runde, die ich fahre, jeden Morgen, wenn ich aufwache, bei jeder Vorbereitung, bei allem, was ich esse – alles ist darauf ausgerichtet, hinter dem Lenkrad meine bestmögliche Leistung zu bringen.”
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