Kein echtes Racing bis 2030? So denken Fahrer über kommende Regeln
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2027 soll die Power-Unit in der Formel 1 nicht mehr dem 50-50-Split zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Energie folgen. Stattdessen ist ein 60-40-Split geplant, zu dem auch die aktuellen Fahrer eine Meinung haben. LAT Images Für 2027 schraubt die Formel 1 am aktuellen Motorenreglement
Max Verstappen, seines Zeichens der wohl größte Kritiker der aktuellen Regeln, spricht von einem “Schritt in die richtige Richtung.” “Es ist das Mindeste, auf das ich gehofft habe. Es ist gut zu sehen, dass sie das umsetzen wollen, denn der Sport braucht das unbedingt.”
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Sein Teamkollege Isack Hadjar äußerst sich ähnlich optimistisch: “Das ist zu 100 Prozent ein Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen das alle sehen und die richtige Entscheidung treffen.” Norris bleibt zuversichtlich Der amtierende Weltmeister Lando Norris spricht ebenso angetan über die kommenden Änderungen: “Das ist sicherlich die richtige Richtung. Als Fahrer heißen wir diesen Schritt alle herzlich willkommen. Wir wollen das und ich glaube, dass viele Beschwerden über das Gasgeben und solche Dinge damit Geschichte sein werden.” Des Weiteren betont Norris: “Vielleicht wird es nicht perfekt, und es ist nicht die perfekte Welt, die wir uns alle wünschen. Aber es ist definitiv die richtige Richtung, und genau das wollen wir für die Zukunft, für das Racing. Es ist das, was wir als Fahrer wollen, also macht die FIA alles, was sie tun kann.” “Du musst weiterhin versuchen, verschiedenste Personen zufriedenzustellen. Aber wenn du willst, dass der Sport besser wird, dann muss das Racing besser werden. Wenn du möchtest, dass die Fahrer zufriedener sind, dann ist das sicherlich der richtige Weg.” Dicker Rückschlag für Russell: Kostet Kanada-Aus die WM? I Rennen F1 Montreal 2026 Video wird geladen…
Teamkollege Oscar Piastri hat folgende Gedanken zum Thema: “Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wenn es sich nur um eben diesen Schritt handelt, dann ist es nicht die Lösung. Sogar mit den vorherigen Motoren hatten wir einen Split von 80-20 oder 85-15.” “Auf manchen Kursen konnten wir damals auch nicht die ganze Zeit mit voller Leistung arbeiten. Wir waren nah dran, und auf vielen Strecken konnten wir genau das umsetzen. Aber bis du einen Split findest, mit dem du immer die volle elektrische Power nutzen kannst, wird es für uns als Fahrer auf den Geraden immer etwas seltsam bleiben.” Probleme im Qualifying Gerade das Qualifying bleibt für Piastri ein Problem: “Und egal, wie der Split aussieht, wirst du am Anfang der Qualifying-Runde Probleme damit haben, die Batterie auf dem richtigen Level zu halten. Die Balance für die Batterie ist da wirklich schwierig.”
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“Entweder startest du die Runde ohne volle Batterie, oder du hast keinen Ladedruck im Turbo. Dafür gibt es keine Lösung, außer die Hardware anzupassen. Das wäre die einzige wirkliche Lösung, aber [der 60-40-Split] ist ein Schritt in die richtige Richtung.” Charles Leclerc äußert sich derweil skeptisch: “Zunächst gab es schon einige Schritte in die richtige Richtung. Reichen die? Nun, es gibt weitere Schritte, die wir unternehmen können. Welche davon müssen wir umsetzen? Das ist eine andere Frage.” Unfaire Konsequenzen nach jahrelanger Entwicklung? “Selbstverständlich stellen diese Regeln eine große Änderung für Teams und Fahrer dar. Jahrelang hat man dafür gearbeitet, um sicherzugehen, dass man wirklich bereit ist und um für die nächsten Jahre eine grobe Richtung in der Entwicklung haben. Mit den Änderungen im kommenden Jahr musst du aufpassen, um die Balance der vergangenen Jahre nicht über den Haufen zu werfen. Das ist der schwierigste Aspekt.” Formel-1-Quiz
Bei wie vielen GP ist Charles Leclerc das Triple (Poles, schnellste Runde, Sieg) gelungen?
4 1 2 12 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Wir müssen etwas tun und die Situation verbessern, das ist eindeutig. Aber wir müssen aufpassen, wie wir das umsetzen, denn jedes Team hat eine andere Design-Philosophie und nutzt andere Wege, um mit den Regeln umzugehen.”
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“Etwas zu finden, das für alle Sinn ergibt und für alle fair ist, wird viel komplexer, als wir ursprünglich dachten. Deswegen glaube ich, dass es schwierig sein dürfte, einen Weg zu finden, der für alle funktioniert. Dennoch weiß ich, dass alle genau darauf hinarbeiten.” Keine Lösung bis 2030? Fahrer wie Liam Lawson, Alexander Albon oder Carlos Sainz fragen sich, ob die Änderungen wirklich ausreichend sein werden, um das Feld zu befriedigen. Lawson hatte bereits vor einiger Zeit betont, dass Formel-1-Fahrer generell schwer zufriedenzustellen seien.
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“Für uns Fahrer wird es nie genug sein”, erklärt Williams-Pilot Sainz. “Wir alle lieben eben das, was wir lieben, und das heißt: Wenn es elektrische Energie sein muss, dann sollte sie eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, anstelle eines Szenarios, in dem wir von ihr abhängig sind, wie eben zurzeit.” “In der Vergangenheit hatten wir KERS [oder] das letzte Motorenreglement, in dem sich die elektrische Energie wie ein Add-on zu dem angefühlt hat, was bereits als Power-Unit vorhanden war. Fahrer, Puristen und sogar Journalisten werden immer glauben, dass ein 60-40-Split wahrscheinlich noch nicht gut genug ist, aber zumindest etwas, mit dem wir fahren können, bis das echte Racing und echte Motoren 2030 zurückkommen.”
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Zu dieser Perspektive passt auch der zusammenfassende Satz von Fernando Alonso: “Die DNA dieser Motoren wird immer dieselbe bleiben, und es wird sich immer lohnen, langsam in die Kurven zu fahren.”
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