“Komplett lächerlich”: Warum fährt die Formel 1 einen Sprint in Monaco?
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Die vielleicht größte Überraschung beim Formel-1-Kalender 2027 war die Tatsache, dass es im kommenden Jahr einen Sprint in Monaco geben wird. Denn zwar hatte Formel-1-Boss Stefano Domenicali bereits angekündigt, die Anzahl der Sprintrennen erhöhen zu wollen. LAT Images Wird der Sprint in Monaco ein Reinfall mit Ansage?
Dass einer der zehn Sprints 2027 aber ausgerechnet in Monaco stattfinden wird, sorgt im ersten Moment für Verwunderung. Denn in der Vergangenheit war man sich eigentlich einig, dass Sprints auf einer Strecke wie dem engen Stadtkurs im Fürstentum kaum Sinn ergeben. 2022 sagte der damalige Formel-1-Sportchef Ross Brawn beispielsweise über die damals noch recht neuen Sprints in der Königsklasse: “Wir müssen die richtigen Strecken auswählen, und ehrlich gesagt, werden wir in Monaco keinen Sprint veranstalten.”
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Noch deutlicher wurde Lewis Hamilton, als er später im gleichen Jahr erklärte: “Ich glaube, dass wir das sehr sorgfältig auswählen müssen. Lasst uns die Saison anschauen, feststellen, wo am meisten überholt wird, und da fahren wir dann die Sprintrennen.” “Zum Beispiel wäre es komplett lächerlich, ein Sprintrennen in Monaco zu fahren. Mir gefällt, dass wir etwas Neues ausprobieren. Aber für Monaco brauchen wir eine andere Lösung”, sagte der Formel-1-Rekordweltmeister damals. Zusätzliches Qualifying als weiteres Highlight Warum hat sich die Königsklasse nun also doch für einen Sprint in Monaco entschieden, obwohl sich die Überholsituation dort in den vergangenen Jahren nicht gebessert hat? Die Antwort findet man vermutlich nicht am Samstag im Sprint selbst, sondern bereits am Freitag. Denn durch den Sprint wird es in Monaco 2027 bereits am Freitag ein weiteres Qualifying für das Kurzrennen geben. So kann man den Fans neben dem Haupt-Qualifying am Samstag ein weiteres “Highlight” bereits einen Tag zuvor bieten. Top 10: Die knappsten Formel-1-Qualifyings seit 2000
Gerade wegen der schwierigen Überholsituation im Fürstentum gilt die Qualifikation in Monaco als die spannendste im gesamten Jahr. 2027 wird es nun zwei davon geben, und dafür nimmt man auch einen vermutlich langweiligen Sprint am Samstag in Kauf. Unterm Strich bleibt für die Fans damit noch immer ein größerer Mehrwert als bei drei freien Trainings am Freitag und Samstag. Zudem ist es nicht das erste Mal, dass die Formel 1 versucht, das Monaco-Wochenende spannender zu gestalten.
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2025 experimentierte man mit zwei Pflichtboxenstopps im Rennen. Der Plan ging allerdings nach hinten los, weshalb er für 2026 schon wieder verworfen wurde. Der Sprint ist 2027 nun ein weiterer Versuch, den traditionsreichen Monaco-Grand-Prix aufzuwerten.
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