Lewis Hamilton bleibt hart: “Werde mich niemals dafür entschuldigen”

Lewis Hamilton bleibt hart: “Werde mich niemals dafür entschuldigen”

 

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Lewis Hamilton ist eine Woche nach dem Grand Prix von Mexiko 2026 weiterhin der Meinung, dass Ferrari zusätzliche Gespräche führen muss, um die teaminternen Verhaltensregeln auf der Rennstrecke zu klären. Gleichzeitig bestätigt er in seiner ersten Stellungnahme im Vorfeld des Grand Prix von Brasilien den Eindruck, dass Charles Leclerc gegen ihn härter fährt als gegen die Piloten anderer Teams.  LAT Images Für Lewis Hamilton ist das teaminterne Ferrari-Duell in Mexiko noch nicht abgehakt

Hamilton und Leclerc gerieten in der ersten Runde des Rennens in Mexiko-Stadt am vergangenen Wochenende aneinander. Beide Fahrer kamen in Kurve 4 von der Strecke ab, was Max Verstappen letztlich eine goldene Gelegenheit eröffnete, ihnen den Sieg wegzuschnappen. Ferrari kostete der Zwischenfall einen möglichen Doppelsieg. Hamilton war außer sich darüber, wie kompromisslos Leclerc in der Kurve gegen ihn gefahren war. Der Monegasse blieb anschließend dauerhaft vor seinem Teamkollegen, weil er die Strecke abgekürzt hatte. Für den dadurch erlangten bleibenden Vorteil erhielt Leclerc lediglich eine Fünfsekundenstrafe.
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Der Zweikampf in Mexiko befeuerte erneut den Eindruck, dass Leclerc gegen seinen Teamkollegen härter fährt als gegen jeden anderen Gegner. Schon beim Grand Prix von Singapur hatte Leclerc am Start zurückgesteckt, obwohl er sich neben Polesetter Max Verstappen vollständig auf der Innenseite befand. Beim anschließenden Großen Preis der USA in Austin ging Leclerc gegen den Niederländer allerdings durchaus entschlossen zur Sache und überholte den Red-Bull-Piloten in den S-Kurven des Circuit of The Americas (CoTA) außen herum. Hamilton: So begründet er seine Kritik an Leclerc Auf die Frage, ob auch ihm aufgefallen sei, dass Leclerc gegen ihn härter fahre als gegen andere Fahrer, antwortet Hamilton: “Ja. Ich sehe das Gleiche wie ihr. In Singapur war er vor Kurve 1 vollständig auf der Innenseite, er hatte die Führung schon erobert, und dann hat er zurückgesteckt. Das war definitiv anders. Aber ich meine, wenn man sich die Teamkollegen anschaut, war es bei Sebastian [Vettel] genauso. Bei Carlos [Sainz] war es genauso.” Als die Emotionen nach dem Zwischenfall in Mexiko hochkochten, forderte Hamilton Gespräche, um die teaminternen Verhaltensregeln zu klären, und warnte am Boxenfunk vor “großen Problemen” für den Rennstall. Inzwischen hat Teamchef Frederic Vasseur kurz mit beiden Fahrern gesprochen, allerdings getrennt voneinander und nicht unter sechs Augen. Hintergrund ist, dass Vasseur die Ereignisse in Mexiko als mangelnden Respekt gegenüber den 2.000 Mitarbeitern des Teams empfand. Da Vasseur zwischen den beiden Rennen jedoch nach Europa zurückgereist war und Leclerc nach der Geburt seiner Tochter Zeit mit seiner Familie verbrachte, hält Hamilton weitere Gespräche nach wie vor für notwendig: “Natürlich war ich frustriert, und ich bin immer noch frustriert”, sagt Hamilton auf die Frage, ob er die Ereignisse von Mexiko inzwischen mit etwas Abstand anders beurteile, nachdem sich die Gemüter beruhigen konnten. “Deshalb müssen Gespräche stattfinden. Wir werden sie führen, sobald es die Zeit erlaubt. Wir hatten die Chance, für das Team zu gewinnen. Das Team hat in diesem Jahr großartige Arbeit geleistet, indem es Upgrades gebracht hat, und ich finde, sie haben einen unglaublichen Job gemacht. Wir haben in den vergangenen drei oder vier Rennen mehr Punkte geholt als jedes andere Team. Wir hätten ohne Weiteres einen Doppelsieg einfahren können. Deshalb müssen wir definitiv darauf hinarbeiten, sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.” Video wird geladen…  

Hamilton erntete seinerseits Kritik dafür, dass er öffentlich eine härtere Strafe gegen seinen Teamkollegen forderte als jene fünf Sekunden, die Leclerc bei seinem Boxenstopp absitzen musste. Schließlich hatte sich Leclerc durch das Abkürzen der Strecke einen deutlich größeren Vorteil verschafft, zumal sich Überholmanöver auf dem Kurs als äußerst schwierig erwiesen.
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Doch der 41-Jährige stellt klar, dass er sich “nicht zum Schweigen bringen lassen” werde: “Es ist mir ziemlich egal, was andere über das denken, was ich gesagt habe. Ich trage mein Herz auf der Zunge und sage in dem Moment, was ich fühle”, erklärt Hamilton. Hamilton: Ich werde nicht den Mund halten “Ich habe tatsächlich gesehen, dass jemand behauptet hat, meine Aussagen seien kalkuliert. Dem möchte ich entgegenhalten, dass dein Puls während eines Rennens bei ungefähr 170 liegt. Du fährst mit 200 Meilen pro Stunde. Da hast du keine Zeit, dir genau zu überlegen, was du sagst, und darüber nachzudenken, was die Medien darüber schreiben werden. Daran denkst du nicht.”
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“Natürlich gibt es Momente, in denen man Dinge sagt, die man hinterher vielleicht bereut. Aber ich bereue es nicht, und ich werde mich niemals dafür entschuldigen, authentisch und echt zu sein. Ich werde mich nicht zum Schweigen bringen lassen. Ich habe mich noch nie zum Schweigen bringen lassen. Das Team hat mich auch nicht aufgefordert, irgendetwas nicht zu sagen. Und so ist es nun einmal.”

 
Formel1.de 

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