Lewis Hamilton: Erstmals Startreihe eins im Ferrari
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Lewis Hamilton startet beim Großen Preis von Barcelona-Katalonien von Position zwei. Dabei betont der Ferrari-Pilot, dass er in den Freien Trainings noch weit hinter der Spitze lag. “Dieses Wochenende war es echt schwer, da ich im FP1 nicht dabei war”, erklärt der siebenmalige Weltmeister. LAT Images Lewis Hamilton startet das Rennen in Barcelona auf Position zwei
Normalerweise wäre der Einsatz eines Nachwuchsfahrers wie Dino Beganovic kein Thema, so Hamilton. Doch dieses Wochenende hatte der 105-fache Grand-Prix-Sieger große Schwierigkeiten, seinen SF-26 über den Kurs von Barcelona zu bewegen. Umso überraschender ist es, dass seine Zeit weniger als ein Zehntel langsamer war als die Pole-Runde des Spitzenreiters George Russell. “Mir fehlten im FP3 noch vier oder fünf Zehntel und ich dachte nur: ‘Oh weia, wie kann ich bitte diesen Abstand aufholen?'” Kurze Pause zum Abschalten “Danach habe ich die Strecke verlassen und bin [erst] zum Qualifying wieder hergekommen”, erzählt Hamilton, der zwischen den Sessions im Motorhome war und mit seinem Ingenieur telefoniert hat.
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Im Q1 hatte sich das Blatt für den 41-Jährigen dann plötzlich gewendet. Ein entscheidender Faktor dürfte dabei das große Update sein, mit dem Ferrari dieses Wochenende an den Start geht. Formel-1-Quiz
Bei wie vielen Formel-1-Rennen ist Lewis Hamilton gestartet?
364 393 384 405 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Ich lag einfach überall hinten”, erklärt Hamilton nach dem Qualifying. “Hatte Probleme in Kurve drei, Kurve neun und mir fehlte in den High-Speed-Passagen das [Vertrauen ins Auto]. Aber die Ingenieure haben mit kleinen Anpassungen am Set-up einen tollen Job abgeliefert.” Hamilton betont, dass er im Motorhome vor dem Qualifying eine Art kleinen Reset vollziehen konnte. Seine Zusammenfassung? “Was auch immer das bewirkt hat, hat funktioniert.” Gerade im dritten Sektor konnten Hamilton und sein Teamkollege Charles Leclerc beeindrucken. Einzig der Crash des “Auserwählten” im Q3 verhinderte ein besseres Gesamtergebnis für die Scuderia. Sandbagging bei Ferrari? “Sektor drei war einfach Ferrari-Land, wie immer die Jahre zuvor”, so die Einordnung von Ralf Schumacher bei Sky. Hier schlägt Mercedes-Teamchef Toto Wolff in eine ähnliche Kerbe und sagt: “Sektor drei wieder stark, aber man sieht auch, dass das Upgrade funktioniert.” “Die haben wahrscheinlich ein bisschen Sandbagging gemacht vorher”, so Wolff, “aber so viel, wie die auf das Auto getan haben, muss man überlegen, wie man damit umgeht.” Des Weiteren ist der ehemalige Chef des siebenmaligen Champions von dessen jüngster Performance alles andere als überrascht: “Wenn der sich im Kopf wohlfühlt, dann fliegt der. Und gerade [auf] Strecken, wo er in der Vergangenheit sehr gut war”, betont Wolff. “Also vor Silverstone müssen wir uns warm anziehen, weil dort wird er alles versuchen.” Video wird geladen…
Den Crash seines Teamkollegen kommentiert Hamilton nach der Session folgendermaßen: “Ich denke, die Autos sind generell schwer zu fahren.”
“Für mich hat sich das Auto gut angefühlt. Wir hatten im Qualifying prinzipiell dasselbe Set-up. Ich weiß, dass Charles am gesamten Wochenende schnell war.”
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Dazu erwähnt Hamilton, dass er selbst gerade in Kurve vier versuchte, so spät wie möglich zu bremsen. “Ich glaube, Charles hat versucht, so viel Geschwindigkeit wie möglich in diese Kurve mitzunehmen”, so seine Einschätzung, “und leider hat sich das nicht für ihn ausgezahlt.” “Aber er wird im Rennen trotzdem wirklich schnell sein. Wir versuchen mit dem Auto einfach immer, die perfekte Balance zu finden, und das ist fast unmöglich. Aber du versuchst immer und immer näher heranzukommen.” Schmaler Grat bei den Reifen Das Fenster, in dem die Pirelli-Reifen funktionieren, ist laut Hamilton sehr klein. “Du musst in den Kurven eins, zwei und drei wirklich pushen, nur, damit du in Kurve vier und auf dem Rest der Runde strauchelst.”
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An einen schmaleren Grat zwischen Sekt oder Selters kann sich Hamilton in seiner Karriere nicht erinnern. Dennoch betont er stolz: “Ich bin mit dem Fortschritt, den wir in puncto Balance gemacht haben, sehr zufrieden. Selbstverständlich können wir uns immer noch ein wenig steigern.”
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