McLaren schlägt Mercedes: Warum sich Toto Wolff noch keine Sorgen macht

McLaren schlägt Mercedes: Warum sich Toto Wolff noch keine Sorgen macht

 

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Zum ersten Mal in diesem Jahr stand beim Großen Preis von Ungarn kein einziges Mal ein Mercedes ganz oben im Klassement: Im Freien Training am Freitag war Ferrari die dominierende Kraft, dann übernahm McLaren-Pilot Lando Norris das Kommando, einschließlich Poleposition am Samstag und Rennsieg am Sonntag.  circuitpics.de Mercedes macht sich (noch) keine Sorgen, dass McLaren jetzt wegfährt …

Für Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist das allerdings noch kein Alarmsignal. Dass McLaren ausgerechnet in Budapest stark auftritt, überrascht ihn nicht. “Wenn man die künstliche Intelligenz fragt, wer in Budapest der Favorit ist, wird die künstliche Intelligenz McLaren sagen”, scherzt der Österreicher nach dem Rennen. McLaren hat auf dem Hungaroring bereits in den vergangenen Jahren zu den stärksten Teams gehört, zudem feierte Norris auch im Vorjahr den Sieg. “Also definitiv eine der guten Strecken für sie, nicht sehr gut für uns”, so Wolff. Deshalb sei es falsch, aus dem Ergebnis in Ungarn direkt auf eine neue Kräfteverteilung in der Formel 1 zu schließen. Video wird geladen…  

“Wir müssen aufpassen, dass wir nicht von ‘plötzlich sind alle konkurrenzfähig’ zu ‘ein Team ist plötzlich nicht konkurrenzfähig’ umschwenken”, mahnt Wolff, der allerdings große Fortschritte bei McLaren sieht: “Ich denke, sie haben definitiv einen Schritt gemacht, sie sind im Kampf dabei.” Mercedes konzentriert sich auf zweite Saisonhälfte McLaren hatte für den Ungarn-Grand-Prix wieder einmal neue Teile an den MCL40 gebracht und die bisherige Entwicklung damit konsequent fortgesetzt. Auch Ferrari hat in dieser Saison bereits umfangreiche Upgrades eingesetzt, während Mercedes dagegen eine etwas konservativere Strategie verfolgt.
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Wolff erwartet deshalb, dass sich das Kräfteverhältnis im weiteren Saisonverlauf noch mehrfach verändern kann. “Wir haben seit einiger Zeit kein Upgrade mehr gebracht, und man kann sehen, dass dies auch im weiteren Verlauf ein Entwicklungsduell werden wird”, glaubt der Mercedes-Teamchef. Der Grund für die vorsichtigere Vorgehensweise bei Mercedes ist unter anderem die aktuelle Kostenobergrenze. Denn statt bei jedem Rennen neue Teile zu bringen, müsse das Team genau abwägen, wann ein Upgrade den größten Effekt verspricht. Budapest: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Wir müssen wirklich strategisch darauf achten, wann wir die Upgrades bringen”, erklärt Wolff. “Anstatt wie in der Vergangenheit einfach bei jedem Grand Prix etwas Neues hineinzuschmeißen, können wir das nicht tun.” Mercedes habe deshalb bewusst einen Teil seiner Entwicklung auf die zweite Saisonhälfte konzentriert. Mercedes ist weiterhin der Top-Favorit auf die WM-Krone “Man wird also irgendwann ein Upgrade bringen müssen und wahrscheinlich die anderen ein kleines bisschen überspringen, und dann flacht es sich gewissermaßen wieder ab und die anderen kommen stärker. Wir bringen Upgrades, wir beobachten genau, wie viel wir bringen können.” “Im Moment sind wir, was die Kostenobergrenze betrifft, in einer guten Position. Wir haben versucht, etwas mehr für die zweite Saisonhälfte einzuplanen, haben gewartet – und sehen wir mal, ob das genug ist.” Die Voraussetzungen für einen engen Entwicklungswettlauf sind damit geschaffen. Gerade in der neuen Reglement-Ära 2026 können selbst kleinere Upgrades noch erhebliche Performancegewinne bringen. McLaren-Teamchef Andrea Stella sprach zuletzt von möglichen Fortschritten im Bereich von zwei bis drei Zehntelsekunden, sodass weiterhin alles möglich ist. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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