Marc Surer hofft auf 2027, denn: Tilke kümmert sich um Madring-Umbau

Marc Surer hofft auf 2027, denn: Tilke kümmert sich um Madring-Umbau

 

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David Coulthard fordert nach dem Formel-1-Debüt auf dem Madring Änderungen am Streckenlayout. Nach der Kritik an den mangelnden Überholmöglichkeiten hält er es für keine Option, 2027 mit dem unveränderten Kurs zurückzukehren. Damit vertritt er die gleiche Meinung wie der Schweizer Formel-1-Experte Marc Surer.  circuitpics.de Der Betonkanal von Madrid gehörte nicht zu den Highlights der Saison 2026

Im Podcast Up To Speed fordert Coulthard die Verantwortlichen der Formel 1 dazu auf, die Kritik am Madring ernst zu nehmen: “Ich denke, wir müssen auf die Fans hören”, sagt der ehemalige Rennfahrer. “Wir können nicht einfach sagen: ‘Ihr liegt falsch.’ Wenn sie sagen, dass sie das Rennen langweilig fanden, dann ist das eben ihre Meinung.” Für Coulthard ist deshalb entscheidend, dass die Verantwortlichen die Erkenntnisse aus dem ersten Rennen nutzen und entsprechende Konsequenzen ziehen: “Wir haben die Möglichkeit, Veränderungen vorzunehmen. Denn wenn wir nichts ändern, nächstes Jahr zurückkommen und wieder ein ähnlich prozessionsartiges Rennen erleben …”
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Coulthard verweist dabei auch auf Aussagen von Max Verstappen. Der habe sich selbst dann keine großen Sorgen gemacht, als Lando Norris von hinten näherkam: “Max Verstappen hat gesagt, dass es ihn überhaupt nicht beunruhigt hat, als Lando Norris zu ihm aufgeschlossen hat. Denn er meinte: ‘Ich muss einfach nur in der Mitte der Strecke fahren, so wie in Monaco.'” Coulthard: Madrid muss für 2027 etwas ändern Für Coulthard ist deshalb klar: “Wenn wir all diese Informationen haben und im nächsten Jahr trotzdem mit exakt derselben Strecke zurückkommen, dann ist das so, als würden wir dieselbe Kuchenmischung wieder in den Ofen schieben und ein anderes Ergebnis erwarten. Das wäre Dummheit.” Video wird geladen…  

Der 13-malige Grand-Prix-Sieger hat auch konkrete Vorstellungen davon, wie die Formel 1 das Problem lösen könnte. Eine Möglichkeit wäre, eine der schnellen Passagen deutlich zu verlangsamen und damit eine härtere Bremszone zu schaffen: “Eine gute, altmodische und langsamere Schikane, wie wir sie in Monza haben, schafft Überholmöglichkeiten, weil es eine richtige Bremszone gibt”, erklärt Coulthard. “Die erste und die zweite Schikane sind derzeit zu schnell. Man fährt sie auf einer flachen Linie mit zu hoher Geschwindigkeit an.” Alternativ könnte sich Coulthard eine zusätzliche Schleife mit einer engen Haarnadel vorstellen: “Irgendwo in diesem Bereich könnte man eine Schleife einbauen, eine Haarnadelkurve, die die Fahrer dazu ermutigt, einen Angriff zu versuchen. Das ist eigentlich das Einzige, was man machen kann.” Im schnellen und flüssigen Mittelteil der Strecke sieht der Schotte dagegen kaum Spielraum für größere Veränderungen: “Im mittleren Streckenabschnitt, wo alles schnell und flüssig ist, kann man kaum etwas verändern”, sagt Coulthard. “Schließlich muss die Strecke irgendwann wieder mit dem letzten Abschnitt verbunden werden, und irgendwie muss man dorthin gelangen.” Surer: Kurve 5 hätte Madrid besser machen können Heiß diskutiert wurde nach der Madring-Premiere besonders Kurve 5, ein 90-Grad-Linksknick, den man nach Ansicht mehrerer Beobachter auch anders hätte planen können. Marc Surer etwa sagt: “Als ich die Streckenbesprechung für das Fernsehen gemacht habe, stand ich in der Kurve 5 und habe mich gefragt: ‘Was haben sie denn hier gebaut?'” “Da ist dahinter ein Kreisverkehr. Das hätte eine wunderbare Auslaufzone geben können. Warum zum Teufel machen sie so eine blöde Schikane da hin? Sie könnten die Leute auf diese Auslaufzone zufahren lassen und dann entscheidet sich, wer als Erster in die Kurve einbiegt. Die Schikane wäre überhaupt nicht nötig gewesen. Also da gab es schon ein paar Dinge, wo man einfach sagt, da war kein Rennfahrer dabei.” Dabei hatte der Madring Carlos Sainz als Botschafter und Berater engagiert. Der Williams-Pilot hatte dafür schon von Nico Rosberg Kritik abbekommen. Jetzt sagt auch Surer im Interview mit : “Hatte Carlos keinen Einfluss? Entweder hat er sich da nicht reingehängt – oder der Veranstalter wollte keine fremde Meinung haben. Ich weiß es nicht. Aber da ist sicherlich was schiefgelaufen.” Außerdem stört Surer am Madring: “Ich habe mich gefragt, warum sie überall Mauern machen. Wir fahren ja nach der Autobahn in der freien Wiese. Warum kann man da nicht Auslaufzonen machen? Warum muss man überall Mauern an die Strecke stellen? Das ist ja auch für das Fernsehbild schlecht. Das habe ich nicht verstanden.” Positiv findet Surer, dass der Veranstalter bereits angekündigt hat, für 2027 Maßnahmen zu ergreifen. Ein Projekt, das in deutscher Hand liegt: “Schön zu hören, dass sich Tilke jetzt drum kümmert. Carsten Tilke hat gesagt, er schreibt alles auf, was die Fahrer ihm sagen, und dann wird versucht, das zu ändern – natürlich immer abhängig davon, was machbar ist an baulichen Veränderungen. Aber da verbessert man jetzt offensichtlich in die richtige Richtung.”
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Das erste Rennen auf dem semi-permanenten Stadtkurs war weitgehend ereignisarm verlaufen. Vor allem die wenigen Überholmöglichkeiten sorgten anschließend für Kritik. Lando Norris hatte das Rennen von der Poleposition aufgenommen, verlor die Führung allerdings durch eine für ihn ungünstig getimte virtuelle Safety-Car-Phase. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Boxeneinfahrt bereits passiert. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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