Max Verstappen: Hätte es bei Gelb genauso gemacht wie Russell!
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Max Verstappen sagt, dass er im Qualifying von Spielberg genauso gehandelt hätte wie George Russell, kritisiert aber das Vorgehen der Rennleitung bei seinem Unfall und fordert Konsequenzen, wenn ein Fahrer anderen die Runde versaut. circuitpics.de Max Verstappen verunfallte im Qualifying zum Rennen in Spielberg
Der Unfall des Red-Bull-Piloten in Österreich am vergangenen Wochenende hatte für eine kontroverse Szene gesorgt. Verstappen war in Q3 kurz vor Schluss in Kurve 9 abgeflogen und hatte eine gelbe Flagge verursacht. Obwohl Mercedes-Pilot George Russell an der Unfallstelle vorbeifahren musste, holte sich der Brite die Poleposition, weil er trotz eines Lupfers schnell genug war, um die bis dato geltende Bestzeit von Lewis Hamilton zu unterbieten.
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Während Teamkollege Kimi Antonelli seine Runde abbrach, hatte Russell die Situation erkannt und erhielt dafür Lob für seine Cleverness: “Dass der Fahrer das dann natürlich für sich optimiert, finde ich legitim. Ich hätte wahrscheinlich versucht, dasselbe zu tun”, gibt Verstappen vor dem Formel-1-Rennen in Silverstone zu. “So läuft das nun mal.” Nach Verstappen-Crash: Russell trickst alle aus I Qualifikation F1 Spielberg 2026 Video wird geladen…
Sein Kritikpunkt geht in eine andere Richtung: “Es sollte gar nicht erst erlaubt oder unmöglich sein, seine Runde so zu beenden”, sagt er. Viele Fahrer – sofern sie nicht George Russell heißen – waren nach dem Qualifying der Auffassung, dass eine einfache gelbe Flagge für einen solchen Unfall nicht ausreichend war. Nur so konnte Russell überhaupt zu Ende fahren. Bei Rot oder Doppelgelb wäre die Runde automatisch ungültig gewesen, bei Gelb reicht schon ein kleiner Lupfer im richtigen Moment aus, um die Vorgaben zu erfüllen. Braucht es eine andere Gelbregel? Genau diese schwammige Regel und ihre Auslegung ist auch immer wieder ein Gegenstand von Debatten. Ich habe diese Diskussion schon oft geführt, weil ich das Gefühl hatte, dass einige Fahrer ziemlich nah an dieser Grenze operieren”, sagt Verstappen. “Ich denke, wir haben diese Dinge bei einer einfachen gelben Flagge immer noch nicht wirklich im Griff. Also wie viel man verlangsamen muss, oder zum Beispiel bei Doppelgelb. Weil einige mehr verlangsamen als andere. Der eine macht es richtig, der andere falsch. Es ist ein sehr schwieriges Thema”, so der Niederländer. Die kontroversesten Formel-1-Kollisionen
Das macht es auch für die Rennleitung schwierig: Einerseits sollte natürlich Sicherheit an oberster Stelle stehen, auf der anderen Seite möchte man aber Fahrern auch nicht unnötig die Chance nehmen, ihre Qualifying-Runde zu beenden.
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“Die Tendenz geht immer dahin, die Runde zu beenden, wenn es sich nicht um den schwersten Unfall handelt”, weiß Carlos Sainz, der in dem Fall aber trotzdem mindestens Doppelgelb vorgesehen hätte. Denn: “Wenn es um die Sicherheit geht, bricht selbst bei dem Versuch, die Runde zu beenden, bei einem anderen Red Bull vielleicht der Heckflügel und du crashst an derselben Stelle …” Im Zuge dessen keimt aber eine weitere Diskussion erneut auf: Sollte ein Fahrer, der anderen die Runde versaut – absichtlich oder unabsichtlich – bestraft werden? Taktikspiele im Qualifying gab es schon oft Das Phänomen ist in der Formel 1 nicht neu: Michael Schumachers Parkmanöver in Rascasse 2006 sicherte ihm zunächst die Pole, bevor diese ihm aberkannt wurde, und auch Nico Rosberg fuhr in Monaco in der Mirabeau geradeaus, um zu verhindern, dass Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton seine Polezeit noch einmal unterbieten kann.
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So hätte es theoretisch auch in Spielberg sein können, weiß Sainz: “Wenn Max im ersten Versuch auf Pole gestanden hätte und dann diesen Unfall verursacht, und dann sind alle von der roten Flagge betroffen und niemand verbessert seine Zeit – dann wäre das unfair gegenüber George, Kimi und allen anderen, weil der Typ auf der Pole uns keine Chance gibt, die Rundenzeit zu verbessern.” “Das ist typisch für Monaco, und ich hätte es letztes Jahr in Baku tun können, als ich auf Pole stand und als erstes Auto aus der Box fuhr. Ich dachte mir: Wenn ich jetzt crashe, bin ich auf der Pole”, gibt der Spanier zu und sagt, dass alle Fahrer diese Gedanken haben. “Wir alle wägen das im Hinterkopf ab, und wir alle wissen, wie das Regelwerk funktioniert.” Fotos: F1: Grand Prix von Großbritannien (Silverstone) 2026
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“Ich habe mittlerweile so viele Fälle erlebt, in denen die Leute an Orten wie Baku und Monaco in Q1, Q2 und Q3 gelbe Flaggen erzwingen. Für mich muss da eine Lösung gefunden werden”, sagt Sainz und hat einen Vorschlag, den er beim nächsten Fahrermeeting einbringen möchte.
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“Ich finde, dass jeder, der im Qualifying eine gelbe oder rote Flagge verursacht, um drei Startplätze nach hinten versetzt werden sollte”, sagt er. “So wird man zumindest bestraft und verliert den Anreiz, absichtlich eine Flagge zu provozieren.” Verstappen würde mit diesem Vorschlag konfrontiert sogar noch weiter gehen: “Ich denke, wenn es jemand absichtlich macht, sollte die Strafe sogar noch höher sein als das”, meint der Red-Bull-Pilot. “Aber was mich betrifft, so lag es natürlich außerhalb meiner Kontrolle, was dort passiert ist.” Strafe – egal ob Absicht oder nicht Auch Sainz ist bewusst, dass Verstappen den Unfall nicht mit Absicht herbeigeführt hat, weil der Niederländer überhaupt keinen Anreiz gehabt habe, das Qualifying so zu beenden, da er ohnehin zu dem Zeitpunkt nicht in den Top 3 lag, doch Absicht zu erkennen und diese einem Fahrer auch nachzuweisen, sei für die Kommissare nicht so einfach.
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“Für die Kommissare ist es unmöglich, das zu erkennen, es sei denn, man ist ein sehr cleverer, ehemaliger F1-Fahrer und weiß, wie das läuft”, sagt er. Am Ende läuft das bei ihm aber unter dem Thema Kollateralschaden. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Wenn man Gelb oder Rot verursacht, sollte man eine Strafe bekommen”, betont er. “Ich meine, wenn man voll am Limit pusht, aber zu weit geht und die anderen sich dadurch nicht verbessern können, dann sichert man sich eine Position, indem man die anderen daran hindert, einen besseren Job zu machen. Selbst wenn es unbeabsichtigt war.” “Gleichzeitig könnte man dasselbe Argument anführen und sagen: Ihr habt zehn Minuten Zeit, um eine Runde zu fahren, warum müssen wir das alle bis zum letzten Moment ausreizen? Warum gehen wir nicht alle acht Minuten vor Schluss raus, setzen unsere Runde und sind sicher, dass kein Gelb oder Rot uns dazwischenfunkt?”, widerspricht er sich selbst.
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“Das wäre ein perfektes Argument, um zu sagen, dass wir keine Strafe für das Verursachen von Rot brauchen.” “Auf beiden Seiten Pro und Kontra” Egal, wie man sich am Ende entscheidet: Die Diskussionen werden vermutlich bleiben. “Es gibt auf beiden Seiten Pro und Kontra”, merkt auch George Russell an. “Wenn jemand eine gelbe oder rote Flagge verursacht, sollte das gewissermaßen bestraft werden – weil es eben Auswirkungen auf die anderen Fahrer hat.” “Aber auf der anderen Seite würden die Leute dann auch sagen, dass die Fahrer nicht mehr so viel Risiko eingehen. Wenn es in Richtung Q3 geht, will man sehen, wie die Fahrer ans Limit gehen. Man will natürlich niemals sehen, dass sich jemand verletzt, aber man möchte eben sehen, dass die Fahrer manchmal von der Strecke abkommen und über das Limit hinausgehen”, so der Brite.
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“Ja, das ist ein Thema, über das wir schon seit langer Zeit sprechen”, sagt auch Verstappen. “In anderen Rennserien ist es so: Wenn du Doppelgelb oder Rot verursachst, verlierst du zum Beispiel deine Runde. Das sind also definitiv Dinge, die man sich anschauen sollte, aber das löst immer noch nicht das Problem, was dort eigentlich passiert ist.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Zuallererst hätte das keine einfache gelbe Flagge sein dürfen. Das war mindestens Doppelgelb oder Rot.”
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