McLaren-Geheimnis in Zandvoort: Neue Felgen als Schlüssel zum Erfolg

McLaren-Geheimnis in Zandvoort: Neue Felgen als Schlüssel zum Erfolg

 

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Oft machen Details den Unterschied. Der Sieg von McLaren in den Niederlanden – der zweite in Folge nach Budapest – bestätigt eine wichtige Erkenntnis: Die vor und nach der Sommerpause eingeführten Updates haben nicht nur funktioniert und dem MCL40 den fehlenden Anpressdruck zurückgegeben, sondern dem Team auch zu einem deutlichen Sprung nach vorne verholfen.  Clive Mason (Getty Images) Ein Teil der McLaren-Pace steckt in den neuen Felgen

Bereits in Spanien zeichneten sich die Stärken des McLaren ab, ebenso wie in Spa, wo die bis dahin beste Version des MCL40 zu sehen war. Je schneller und langgezogener eine Kurve ist, desto konkurrenzfähiger wird das Auto. Genau hier lieferten die Updates den nötigen Extra-Abtrieb, der das Auto in diesen Abschnitten zum Maß der Dinge machte. Die Wirkung der Entwicklungen überraschte selbst McLaren, da die gezeigte Stärke in den schnellen Abschnitten die internen Erwartungen übertraf. Doch hinter dem Erfolg in den Niederlanden steckt noch ein weiteres Element, das bisher eher unter dem Radar flog: das Debüt der neuen Vorderradfelgen, das Neil Houdley, einer der technischen Direktoren, im Vorfeld angekündigt hatte.
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“Wir haben eine kleine Änderung im hinteren Bereich des Unterbodens vorgenommen, um etwas mehr Abtrieb zu generieren, zusammen mit einigen kleineren Anpassungen an den hinteren Bremsbelüftungen”, sagte er. “Zudem haben wir neue Vorderradfelgen dabei, die uns helfen werden, mehr Temperatur in die Reifen zu bekommen. Diese Updates bringen im Hinblick auf die reine Rundenzeit keine riesigen Sprünge, tragen aber dazu bei, uns ein Stück wettbewerbsfähiger zu machen.” Abtrieb nicht das einzige Argument Warum ist dieses Thema so interessant? Nach dem Rennen betonte Teamchef Andrea Stella zu Recht, dass sowohl Budapest als auch Zandvoort zwei Strecken mit hohem Abtriebsniveau sind, die dem MCL40 gut liegen. Blickt man jedoch auf Monaco zurück, wo Stella vorab noch gehofft hatte, um den Sieg mitzufahren und den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen, blieb der Wagen blass. Der Grund dafür lag weniger an den Kurvengeschwindigkeiten – in Monte Carlo hat man bei der Abstimmung mehr Freiheit und muss weniger Kompromisse eingehen -, sondern an fehlendem Abtrieb und der Schwierigkeit, die Vorderreifen auf Temperatur zu bringen, was den Grip spürbar reduzierte.  Clive Mason (Getty Images) Ein Vergleich der alten und der neuen Felgen von McLaren

Diese Schwäche zeigte sich zuvor bereits in Australien und China, wo der MCL40 mit Graining zu kämpfen hatte. Eine der Befürchtungen vor dem Wochenende in Zandvoort war das Auftreten von Graining an der Vorderachse, was sich letztlich jedoch in Grenzen hielt. Der Knackpunkt lag vor allem darin, die Reifen auch auf einer einzelnen schnellen Runde auf Temperatur zu bringen.
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Das zeigte sich deutlich im letzten Q3-Versuch am Samstag: McLaren fuhr auf Anhieb Pole-Zeit, während andere Teams wie Ferrari Mühe hatten, die Reifen aufzuwärmen, und eine zusätzliche Vorbereitungsrunde einlegen mussten. Felgenentwicklung wieder freigegeben Hier greifen die in den Niederlanden eingeführten Neuerungen: Seit diesem Jahr ist die Felgenentwicklung wieder freigestellt. Dies stellt einen wichtigen Hebel dar, um Betriebstemperaturen und Reifendruck zu steuern. Je nach Bauweise der Felge ermöglichen speziell geformte Taschen den Ingenieuren eine passive Kontrolle darüber, wie die Luft auf den Reifen einwirkt.  Gianluca d’Alessandro Die deutlichen Unterschiede dienen dem gezielten Temperaturmanagement.

In Zandvoort hat McLaren genau an dieser Schraube gedreht, um höhere Temperaturen in der Felge und folglich im Reifen zu erzeugen. Nicht ohne Grund wurde nur die vordere Felge des langjährigen japanischen Partners Enkei überarbeitet und mit einer geschlosseneren Radabdeckung versehen, die das Einströmen kühler Außenluft reduziert.
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Die Hinterradfelge blieb hingegen unverändert. Im Laufe des Wochenendes hatten die Teams ohnehin mit dem Verschleiß an der Hinterachse zu kämpfen – verstärkt durch den starken Wind, der das Auto in den schnellen Mutkurven und beim Rausbeschleunigen aus langsamen Ecken zum Rutschen brachte.

 
Formel1.de 

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