Katar-Grand-Prix in Imola: Warum dieses Szenario immer wahrscheinlicher wird
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Vorerst gibt es kaum mehr als ein Datum im Kalender: Am 29. November könnte die Formel-1-Saison mit dem Großen Preis von Katar zu Ende gehen. Das Rennen würde jedoch nicht wie gewohnt in Doha steigen, sondern in Imola. Dass der Weltmeister von 2026 im Autodromo Enzo e Dino Ferrari gekürt wird, ist längst keine abwegige Vorstellung mehr. Kym Illman (Getty Images)/Fotomontage Imola könnte in diesem Jahr unter der Flagge von Katar stattfinden
Eine finale Entscheidung muss bis zum 15. September fallen – im Fenster zwischen dem Großen Preis von Spanien in Madring und dem Rennen in Aserbaidschan. Bis dahin muss feststehen, ob die letzten beiden Saisonrennen (Katar sowie Abu Dhabi am 6. Dezember, das allerdings als unwahrscheinlicher gilt) abgesagt werden müssen. Grund ist die anhaltende Instabilität in der Golfregion, da zwischen den USA und dem Iran noch immer keine endgültige Einigung über die Durchfahrt von Schiffen in der Straße von Hormus erzielt werden konnte.
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Die Zeit drängt, und der organisatorische Spielraum ist nahezu aufgebraucht. Formel-1-Boss Stefano Domenicali zieht alle Register, um der Saison 2026 einen würdigen Abschluss zu verschaffen. Großer Preis von Katar in Imola Dabei ist es durchaus denkbar, dass das Rennen in Katar (oder das in Abu Dhabi) nach Imola verlegt wird – nach demselben Prinzip, mit dem am 4. Oktober bereits der Große Preis von Bahrain auf den Kurs von Sepang in Malaysia ausgewichen ist. Formel-1-Rennen, die abgesagt werden mussten
Imola könnte somit unverhofft das Rennen nachholen, das 2023 wegen der verheerenden Überschwemmungen in der Emilia-Romagna abgesagt werden musste. Das verdankt die Strecke einer Art “Finanzwunder”: Katar würde das Event komplett finanzieren und die gesamte Werbekampagne übernehmen. Die operative Durchführung vor Ort läge in den Händen des italienischen Automobilclubs ACI und von Formula Imola, dem Betreiber der Rennstrecke. Sponsoring- und Ticket-Einnahmen gingen in diesem Fall direkt an den Promoter aus dem Nahen Osten, während Imola die reinen Organisationskosten erstattet bekäme. Für alle Seiten ein Gewinn? Am Ende könnten damit alle Seiten gut leben: Katar (wie auch Bahrain) behält den eigenen Grand Prix im Kalender, und Liberty Media stellt die vertraglich zugesicherten 22 Saisonrennen sicher. Damit vermeidet der Rechteinhaber empfindliche Konventionalsstrafen gegenüber den TV-Stationen. Imola wäre völlig überraschend wieder im Formel-1-Zirkus vertreten, und ACI-Präsident Geronimo La Russa käme ohne eigenen finanziellen Einsatz zu einem zweiten Heim-Grand-Prix. Für Stefano Domenicali wäre es die perfekte Lösung eines riesigen Problems. Das letzte Formel-1-Rennen von Traditionsstrecken
Noch läuft das Projekt hinter den Kulissen, und niemand äußert sich offiziell – bis auf ACI-Präsident Geronimo La Russa: “Angesichts der angespannten internationalen Lage im Nahen Osten arbeiten wir gemeinsam mit Regierung und Sportverbänden daran, bereit zu sein, schon in wenigen Monaten ein zweites Formel-1-Rennen in unserem Land in der laufenden Meisterschaft auszutragen”, sagt er.
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“Imola, nur wenige Kilometer von Rimini entfernt, ist die ideale Lösung für ein weiteres Rennen der Königsklasse.” Zeitplan müsste angepasst werden Noch hofft die Formel 1 weiterhin darauf, dass Donald Trump eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran findet. Doch der Gedanke, dass der WM-Schlagabtausch zwischen dem jungen italienischen Mercedes-Piloten und Ferrari auf heimischem Boden entschieden werden könnte, lässt die Fans bereits träumen. Die außergewöhnlichsten Grand-Prix-Bezeichnungen
Die Teams gehen jedenfalls kein Risiko ein und haben vorab bereits Hotelkontingente in der Region Imola geblockt. Ein großes Fragezeichen bleibt allerdings das Wetter Ende November. Die Sorge gilt dabei weniger Kälte oder Regen, sondern vor allem dem Nebel: Sollten die Rettungshubschrauber nicht starten können, stünde der gesamte Rennbetrieb still.
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Da die Tage im Spätherbst deutlich kürzer sind, müsste der Zeitplan für ein Rennen in der Emilia-Romagna angepasst werden. Qualifying und Grand Prix müssten früher am Tag starten, um nicht in die Dunkelheit zu geraten.
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