McLaren warnt vor neuen “B-Teams”: Was steckt dahinter?

McLaren warnt vor neuen “B-Teams”: Was steckt dahinter?

 

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Es ist ein besonders abgedroschenes Klischee, dass eine Woche in der Politik eine lange Zeit ist. In der Goldfischglas-Welt der Formel-1-Politik wirken zwei Jahre da schon fast wie ein komplett vergangenes Zeitalter.  Getty Images McLaren-Boss Zak Brown und Mercedes-Teamchef Toto Wolff

Wie sonst lässt sich erklären, dass McLaren-Boss Zak Brown aktuell zwar die Frage nach “B-Teams” in der Formel 1 erneut aufwirft, während er seine langjährigen Einwände gegen Red Bulls Besitz von zwei Teams aber scheinbar beiseiteschiebt? “Soweit ich weiß, erlaubt kein anderer Sport die Miteigentümerschaft an zwei Teams, die gegeneinander antreten”, sagte Brown während einer Pressekonferenz beim zweiten Wintertest 2024 in Bahrain – also vor mehr als zwei Jahren.
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“Ich denke also, dass sich der Sport – jetzt im Budget-Cap-Zeitalter – dahin entwickelt hat, dass wir zehn [inzwischen elf] unabhängige Teams wollen, aus sportlicher, politischer und technischer Sicht. Ich denke, sie [Red Bull] halten sich sehr an die Regeln”, so Brown. “Ich habe ein Problem mit den Regeln, und ich glaube, die FIA muss das angehen”, sagte er damals. Aber heute ist heute, und bei einer Medienrunde in der vergangenen Woche in der McLaren-Fabrik in Woking klang die Stimmung subtil anders. Nicht massiv, denn Brown betonte ausdrücklich, dass sich seine grundsätzliche Haltung nicht geändert habe – Aber es wirkte wie eine neue Variation eines bekannten Themas, mit ein paar zusätzlichen Tönen. Das Ergebnis: Auch wenn er Mercedes oder Alpine nicht namentlich nannte, ist er bereit, die Red-Bull-Situation zu akzeptieren (wenn auch unter ständiger Beobachtung), während neue Allianzen dagegen ein “Fehler” wären. Das ist eine klare Anspielung auf das Interesse von Mercedes, die derzeit von Otro Capital gehaltenen 24 Prozent an Alpine zu erwerben. Dabei handelt es sich um seine Investmentgesellschaft, die unter anderem von den Schauspielern Michael B. Jordan und Ryan Reynolds unterstützt wird. Davor warnt Brown konkret “Es hat sich überhaupt nicht geändert”, betont Brown, als er nach seiner Haltung zu Team-Allianzen gefragt wird. “Ich glaube, ich war immer konsequent. Das ist jetzt meine neunte oder zehnte Saison [als McLaren-CEO]”, stellt er klar.
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“Ich denke, von A-B-Teams müssen wir so schnell wie möglich wegkommen. Miteigentümerschaft – die wir aktuell bei einer Gruppe sehen und bei der ich verstehe, wie und warum sie entstanden ist – ist heutzutage in fast allen großen Sportarten nicht erlaubt.” “Ich denke, sie birgt ein hohes Risiko, die sportliche Integrität zu beeinträchtigen. Und das führt zurück zur Frage: Was würde Fans abschrecken? Wenn sie nicht das Gefühl haben, dass es elf unabhängige Teams gibt”, so Brown. “Ich habe das von Anfang an deutlich gesagt. Wir haben es auf der Strecke erlebt: Daniel Ricciardo hat uns den Punkt für die schnellste Runde weggenommen, um dem anderen Team [Red Bull] zu helfen”, spielt er auf eine Situation beim Großen Preis von Singapur 2024 an.
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Und er nennt weitere Beispiele: “Wir haben IP-Verstöße bei den Racing-Point-Bremskanälen [2020] gesehen. Wir haben Mitarbeiterwechsel über Nacht erlebt, während wir warten oder finanzielle Deals machen müssen, was uns im Budget-Cap belastet.” “Das ist ein unfairer finanzieller Vorteil, ein unfairer sportlicher Vorteil. Wir haben gesehen, wie Ferrari und Haas Personal hin- und herschieben. Wir wissen, dass viel geistiges Eigentum im Kopf steckt.” “Stell dir vor, es gäbe ein Premier-League-Fußballspiel mit zwei Teams im Besitz derselben Gruppe: Das eine steigt ab, wenn es verliert. Das andere kann sich eine Niederlage leisten. Genau dieses Risiko gehen wir ein”, warnt Brown.
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“Ich denke, Motorenlieferanten sollten das Maximum sein. Und dann sollten alle elf Teams so unabhängig wie möglich sein, weil sonst ein hohes Risiko besteht – und wir haben es gesehen -, dass die Integrität des Sports leidet. Und das würde die Fans schneller abschrecken als alles andere.” Red-Bull-Situation muss “kontrolliert und beobachtet” werden Es war ein faszinierendes Schlusswort. Nicht nur wegen dem, was gesagt wurde, sondern auch wegen dem, was nicht gesagt wurde. Es wirkte nicht unbedingt einstudiert, aber auch nicht völlig spontan. Eher so, als wollte man bewusst einen Köder auswerfen. Was natürlich funktionierte, denn es folgte ein weiterer rhetorischer Schlenker über Red Bull, bevor Brown erneut auf den eigentlichen Streitpunkt anspielte. “Das war ein großes Thema im letzten Concorde-Agreement”, so Brown.
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“Ich habe vergangenes Jahr dazu an die FIA und die Formel 1 geschrieben, weil wir ständig Dinge sehen und melden. Ich denke, es gibt inzwischen mehr Aufmerksamkeit und Kontrolle durch die FIA.” Formel 1 vor Neustart: Kommt jetzt besseres Racing? Video wird geladen… Die Formel 1 feiert nächstes Wochenende in Miami ihren zweiten Saisonstart mit neuen Regeln!

“Ich bin ehrlich gesagt froh zu sehen, dass Racing Bulls und Red Bull nicht wie dasselbe Auto aussehen. Ich habe darüber auch mit Laurent [Mekies] gesprochen. Ich will ihn nicht herausgreifen, aber er ist der Einzige mit zwei Teams. Und er war sehr offen: ‘Wenn dir etwas nicht gefällt, lass uns darüber sprechen.'” “Ich denke, sie erkennen das und wollen die Grenzen nicht überschreiten. Im Concorde-Agreement gab es Diskussionen darüber, ob langfristig eines der Teams verkauft werden sollte”, verrät Brown.
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“Aber ich habe auch großen Respekt dafür, was sie für den Sport getan haben und wie das damals entstanden ist. Solange es also kontrolliert und beobachtet wird – aber es weiter auszubauen, wäre meiner Meinung nach ein Fehler”, betont er. Auf Nachfrage, ob sich dieser letzte Punkt auf Mercedes und Alpine beziehe, antwortet er: “Das gilt für alle. A-B-Teams, Miteigentum – egal wer. Ich halte das nicht für gesund für den Sport. Es ist nichts Persönliches gegen ein Team oder eine Person.” Wer schnappt sich die Alpine-Anteile? Hier spielen auch diplomatische Feinheiten eine Rolle, denn McLaren wollte sich zuvor von Vorwürfen distanzieren, Mercedes habe Leistungsdaten seines neuen Antriebs nicht vollständig an Kundenteams weitergegeben.
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Auch wenn Brown betont, es sei nichts Persönliches: Mercedes ist klar der Kern dieser Debatte, da es aktuell das einzige Unternehmen ist, das eine Beteiligung an einem anderen Team anstrebt. Wie wahrscheinlich ist es also, dass ein solcher Einstieg echten Einfluss bringt? Mercedes betont, es handle sich um eine rein finanzielle Investition – und zwar durch das Unternehmen selbst, nicht persönlich durch Miteigentümer und Teamchef Toto Wolff. Es wäre keine Mehrheitsbeteiligung, doch das könnte sich ändern, falls Renault weitere Anteile verkauft. Manche behaupten, Mercedes habe vor allem eingegriffen, um Christian Horners Versuch zu blockieren, sich die Anteile zu sichern. Falls das stimmt, wäre es ein bemerkenswert kleinlicher Machtzug – aber nicht ausgeschlossen.
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Dennoch existiert im Fahrerlager die Sorge, Alpine könnte zu einem Partner- oder Kundenteam von Mercedes werden. Und es gibt gute Gründe, das zu verhindern – auch jenseits der von Brown genannten Beispiele. Formel-1-Quiz
Wie viele der 16 Grands Prix des Jahres 1988 konnten die McLaren-Stars Prost und Senna gewinnen?
15 zwölf 16 13 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern So behauptete etwa Norberto Fontana, Sauber-Pilot von 1997, Jahre später, er sei angewiesen worden, Williams-Fahrer Jacques Villeneuve aufzuhalten, um Ferraris Michael Schumacher im Titelentscheid von Jerez zu helfen. Ferrari war damals Motorenlieferant von Sauber. Mitte der 2000er-Jahre kaufte Red Bull innerhalb eines Jahres Jaguar Racing und Minardi und rettete beide vor dem Aus. Jaguar wurde symbolisch für ein Pfund übernommen, inklusive Schulden.
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Dietrich Mateschitz’ Plan war, das ehemalige Minardi-Team als Nachwuchsschmiede zu nutzen und möglichst günstig zu betreiben – unter anderem durch den Kauf von Chassis des Hauptteams statt eigener Entwicklung. Das führte zu Protesten der Konkurrenz und zwang zu Regelanpassungen, inklusive formal getrennter Entwicklungsstrukturen. Später wurden sogenannte “Kundenteams” verboten, und Red Bulls zweites Team musste sein Auto eigenständig konstruieren. Doch zuvor galt für viele Rivalen: Wenn du sie nicht schlagen kannst, mach es wie sie. 2007 veröffentlichte die FIA eine Teilnehmerliste für 2008, in der Prodrive als neues Team bestätigt wurde. Das Projekt scheiterte zwar, aber geplant war, Motoren und Chassis von anderen Herstellern zu beziehen.
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Von wem? Mercedes und … McLaren.

 
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