Nach Verstappen-Crash: FIA nimmt rotierende Flügel unter die Lupe

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Bislang sind Ferrari und Red Bull die einzigen Teams, die in der Formel-1-Saison 2026 mit rotierenden Heckflügeln an den Start gegangen sind; nun möchte der Automobil-Weltverband (FIA) lückenlos sicherstellen, dass hierbei sämtliche Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.  Sutton Images Die FIA schaut sich die Macarena-Flügel von Red Bull und Ferrari genau an

Nachdem Red Bull eine eigene Untersuchung zu Max Verstappens Unfall in Silverstone eingeleitet hat und Teamchef Laurent Mekies betonte, das Team werde “jeden Stein umdrehen”, hat nun auch die FIA zusätzliche Informationen angefordert. Motorsport.com hat erfahren, dass der Dachverband sowohl mit Ferrari als auch mit Red Bull bezüglich ihrer rotierenden Heckflügel Kontakt aufgenommen hat. Die Konstruktion ist seit ihrer Einführung in Miami als “Macarena-Flügel” bekannt. Ferrari und Red Bull die Vorreiter Ferrari war das erste Team, das bei den Wintertests in Bahrain einen rotierenden Heckflügel für die aktive Aerodynamik enthüllte, um den Luftwiderstand noch weiter zu reduzieren. Obwohl ursprünglich China als Renndebüt ins Auge gefasst worden war, entschied sich Ferrari letztlich dazu, das Design erst beim Grand Prix von Miami einzusetzen.  Federico Manoni / NurPhoto via Getty Images Der neue “Macarena-Heckflügel” am Ferrari SF-26

Red Bull zog in Florida mit einer eigenen Version nach, wobei Technikchef Pierre Wache betonte, dass man sich nicht von Ferrari habe inspirieren lassen. Tatsächlich entwickelte Red Bull bereits seit November 2025 ein eigenes Konzept, dessen Flügel sich in die entgegengesetzte Richtung zu dem von Ferrari dreht.
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Der Heckflügel von Red Bull ist aggressiver gestaltet, was die Größe der aktiven aerodynamischen Öffnung angeht, und kann daher auf den Geraden eine größere Reduzierung des Luftwiderstands erzielen. Während Ferrari bislang keine technischen Probleme mit seinem Macarena-Flügel hatte, erlitt Red Bull am Auto von Verstappen bereits zwei Defekte. Gefährlicher Crash von Verstappen Das Team stellte klar, dass die Zwischenfälle in Spielberg und Silverstone durch zwei unterschiedliche Probleme verursacht wurden, wenngleich Verstappen die Gesamtsituation nach seinem Unfall am vergangenen Sonntag als “super gefährlich” bezeichnete. Für die FIA sind beide Crashs Grund genug, weitere Klarheit von Ferrari und Red Bull einzufordern. Zum jetzigen Zeitpunkt zielt die Anfrage primär darauf ab, zusätzliche Informationen zu erhalten, um sicherzustellen, dass beide Teams im Betrieb des Systems alle Sicherheitsanforderungen vollumfänglich erfüllen. Zu diesen Anforderungen gehört unter anderem die maximale Übergangszeit von 400 Millisekunden, innerhalb derer sich der Heckflügel schließen muss. Logischerweise bedeutet dieses Zeitlimit jedoch nicht automatisch, dass sich der Luftstrom sofort wieder vollständig angelegt hat. Die FIA wird genau hinschauen “Jede Verstellung des RW-Flaps darf nur durch die FIA-Standard-ECU gesteuert werden und muss eine maximale Übergangszeit zwischen den beiden festen Positionen aufweisen, die 400 Millisekunden nicht überschreitet. Gemessen wird ab dem Moment, in dem der Befehl zur Modusänderung von der FIA-Standard-ECU erteilt wird, bis der mit der FIA-Standard-ECU verbundene Positionssensor bestätigt, dass die befohlene feste Position erreicht wurde”, heißt es im Technischen Reglement. Sieg für die Seele: Leclerc kontert Häme und Kritik I Rennen F1 Silverstone 2026 Video wird geladen…  

Das Hauptziel der FIA im aktuellen Stadium besteht darin, sich mit Ferrari und Red Bull auszutauschen und angesichts der jüngsten Vorfälle zu prüfen, ob beide Teams alle Auflagen komplett erfüllen.
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Erst danach wird der Dachverband entscheiden, ob zusätzliche Reglements oder Kontrollen erforderlich sind – beispielsweise für den Fall, dass Red Bull zwar jede bestehende Vorgabe erfüllt hat, solche Vorfälle aber dennoch möglich sind. Interne und externe Untersuchung Im extremsten Szenario könnte die FIA beschließen, das Konzept für den Rest der Saison oder für 2027 zu verbieten. Dies ist jedoch nicht das Ziel der laufenden Untersuchung und steht im Moment nicht unmittelbar zur Debatte.
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Red Bull hat bereits bestätigt, dass man analysieren wird, ob man in Spa-Francorchamps mit dem rotierenden Heckflügel an den Start gehen will. Unabhängig von der FIA-Anfrage kann sich Red Bull – besonders angesichts des wachsenden Frusts von Verstappen hinter den Kulissen – keinen weiteren Heckflügel-Defekt erlauben. Alle Formel-1-Autos von Ferrari seit 1950

“Wir werden den gesamten Bereich überprüfen, um sicherzustellen, dass wir absolut keine Chance zulassen, dass so etwas noch einmal passiert”, sagte Mekies am Sonntagabend. “Wir werden alles tun, was nötig ist, um auf der sicheren Seite zu sein.” McLaren will nachziehen Die Überprüfung des rotierenden Heckflügel-Konzepts hat noch mehr an Bedeutung gewonnen, da weitere Formel-1-Teams eigene Versionen einführen. McLaren brachte in Österreich erstmals einen rotierenden Heckflügel an die Strecke, hielt das Design jedoch noch nicht für einsatzbereit – nicht einmal für ein Freies Training.
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Das Team von Andrea Stella entschied sich wegen des Formatwechsels auch am Silverstone-Sprintwochenende gegen den Einsatz des neuen Heckflügels, deutete jedoch an, dass der Flügel in Spa sein Streckendebüt geben könnte. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Nach Informationen von Motorsport.com betrifft die aktuelle Anfrage der FIA ausschließlich Ferrari und Red Bull und erstreckt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf McLaren.

 
Formel1.de 

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