Pirelli: Warum ein Nachhol-Rennen in Nahost schwer möglich wäre
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Die Formel 1 wird 2026 kein Nachholrennen im Nahen Osten bestreiten, das steht mittlerweile fest. Aufgrund des erneut ausbrechenden Konfliktes zwischen dem Iran und den USA sieht die Königsklasse aktuell keine Möglichkeit, ein Rennen in Bahrain auszutragen. Planet Observer (Getty Images) Die Karte der Arabischen Halbinsel zeigt die aktuellen Probleme
Dabei war die Formel 1 bereits darauf eingestellt, zwischen den Rennen in Baku und Singapur noch einmal nach Bahrain zu reisen, um den im April ausgefallenen Grand Prix nachzuholen. Allerdings musste aus logistischen Gründen jetzt eine Entscheidung her – und die ließ keine andere Lösung als eine Absage zu. Pirellis neuer Motorsportchef Dario Marrafuschi erklärt, wieso ein zusätzliches Rennen im Nahen Osten eine logistische Herausforderung für den Reifenhersteller gewesen wäre: “Wir sprechen hier von einer Vorlaufzeit von etwa vier Monaten”, sagt der Italiener. “Es dauert rund 15 Wochen, um einen Transport in dieser Größenordnung zu organisieren.”
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Diese Zeit hat man aber nicht, denn bis zum geplanten Grand Prix wären es weniger als drei Monate gewesen, zumal die Ungewissheit über die Situation und mögliche Reisewege eine Planung zusätzlich erschwert, wie er im exklusiven Interview mit Motorsport.com Italien, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network erläutert. “Im Nahen Osten ist es leider nach wie vor unmöglich vorherzusagen, wie stabil die Lage im Bereich der Straße von Hormus sein wird”, sagt Marrafuschi. “Wir haben es mit zwei logistischen Nadelöhren zu tun: der Straße von Hormus selbst und dem von den Huthis kontrollierten Gebiet vor dem Jemen, was den Transit von Frachtschiffen erschwert.” Der Formel-1-Kalender 2026 zum Durchklicken
Pirelli habe sich dabei mit verschiedenen Szenarien beschäftigt. Will man den Nahen Osten erreichen, müsste man unter den aktuellen Bedingungen den ganzen afrikanischen Kontinent umschiffen. Die normale Route durch den Suezkanal und das Rote Meer ist aktuell nämlich keine Option, da Huthi-Rebellen am Nadelöhr Bab al-Mandab vor dem Jemen Angriffe auf Frachtschiffe einleiten und dies ein zu hohes Risiko darstellt. Bei beiden Wegen müsste man aber am Ende ohnehin noch durch die Straße von Hormus zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Iran, um den Persischen Golf und schließlich Bahrain zu erreichen. Eine rein theoretische Alternative, um beide maritimen Gefahrenzonen zu umgehen: “Wir könnten durch den Suezkanal fahren und dann Saudi-Arabien von Dschidda aus in Richtung des restlichen Nahen Ostens [auf dem Landweg] durchqueren, vorausgesetzt, diese Route ist passierbar und effizient”, sagt Marrafuschi. Doch da auch in Saudi-Arabien die Sicherheitslage angespannt ist, ist dies reine Theorie.
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Am Ende wurde entschieden, dass ein Rennen in Bahrain im Herbst ein zu großes Risiko wäre – sicherheitstechnisch und logistisch. “Im Moment ist die Ungewissheit leider der dominierende Faktor”, sagt der Pirelli-Chef. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Ich könnte nicht sagen, wie lange es dauern würde, ein potenzielles Rennen im Nahen Osten zu erreichen – auch weil wir, selbst wenn wir Afrika umschiffen könnten, immer noch wissen müssten, ob die Straße von Hormus offen ist.”
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