Ralf Schumacher: Sainz hätte nach Piastri-Kollision härter bestraft werden müssen

Ralf Schumacher: Sainz hätte nach Piastri-Kollision härter bestraft werden müssen

 

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Es war der große Aufreger des Grand Prix von Ungarn 2026, als der bis dahin auf Siegeskurs fahrende McLaren-Pilot Oscar Piastri in Runde 38 bei einem Überrundungsmanöver von Carlos Sainz (Williams) touchiert wurde. Piastri verlor in der Folge die Führung an seinen Teamkollegen Lando Norris – und wurde später zum tragischen Helden des Nachmittags, als er auch noch mit einem technischen Defekt ausschied.  circuitpics.de Ralf Schumacher zeigt kein Verständnis für die Aktion von Carlos Sainz in Ungarh

“Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, dass ich gleich überrundet werde, und ich steckte mitten in einem Zweikampf mit Fernando”, rechtfertigt sich Sainz. “Ich hätte nicht erwartet, dass da plötzlich Oscar auftaucht. Aber selbst wenn ich ihn erwartet hätte: Er befand sich im toten Winkel. Es war von meiner Seite unmöglich, die Situation zu verhindern.” Was die TV-Bilder zunächst nicht aufschlüsselten: Wegen eines Systemfehlers konnten die Formel-1-Fahrer keine Signale für blaue Flaggen auf den Displays in ihren Cockpits sehen, wie das seit Jahren Usus ist. Stattdessen wurden die Überrundungswarnungen am Hungaroring nur konventionell mit physischen blauen Flaggen und Leuchtsignalen am Streckenrand angezeigt. Eine Irritation für viele.
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Sainz räumt ein, dass “bessere Kommunikation vielleicht geholfen” hätte – und wälzt damit einen Teil der Verantwortung auf seinen Renningenieur ab. Gleichzeitig sagt er aber: “Sowas passiert halt manchmal beim Rennfahren.” Ralf Schumacher: Null Verständnis für Sainz Eine eher flapsige “Entschuldigung”, die Ralf Schumacher dem Spanier so nicht durchgehen lässt. Der Sky-Experte kann nachvollziehen, dass Piastri “fuchsteufelswild” war: “Okay, die beiden kämpfen. Aber sorry: Da geht es um die goldene Ananas. Keiner ist um die Punkte gefahren. Dann kommt der Führende des Rennens, und die beiden sind nicht in der Lage[, ihm Platz zu machen]. Und Sainz fährt ihm dann ins Auto. Ein absolutes No-Go aus meiner Sicht.” Noch bevor die FIA-Rennkommissare den Zwischenfall bewerteten, forderte Schumacher eine harte Strafe: “Eine normale Zehnsekundenstrafe wird nicht reichen. Für mich gehört Sainz auch noch fürs nächste Rennen mitbestraft. Im Qualifying einen obendrauf. Weil das macht ja Schule. Das darf gar nicht passieren.” Video wird geladen…  

In der Realität waren die Kommissare allerdings gnädiger. Sainz kassierte eine Fünfsekundenstrafe. Eigentlich wären für so ein Vergehen im Reglement bis zu zehn Sekunden vorgesehen. Sainz’ Argumentation, er habe Piastri im toten Winkel gehabt, wurde aber als mildernder Umstand akzeptiert. Es war nicht der einzige Zwischenfall … Es war übrigens nur eine von mehreren heiklen Situationen im ungarischen Verkehr, die letztendlich auf den Ausfall der Cockpitsignale zurückgeführt werden konnten. Eine andere ereignete sich zwischen Audi-Pilot Gabriel Bortoleto und WM-Leader Kimi Antonelli. Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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Auch für den jungen Brasilianer zeigt Schumacher kein Verständnis: “Man hat den Ingenieur, man fragt, man sieht in den Spiegel. Und wenn er mir sagt, er kann nicht in den Spiegel gucken, wenn er fährt, dann ist er überfordert. Dann muss er es lassen. Das ist echt unsportlich.”

 
Formel1.de 

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