Sackgasse Formula 1 Academy? “Hatte erwartet, dass die Ergebnisse zählen”
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An der F1 Academy scheiden sich die Geister. Während die Serie einerseits eine großartige Plattform bietet, um Frauen im direkten Umfeld der Formel 1 mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, entgegnen Kritiker, dass sie für die teilnehmenden Fahrerinnen nicht unbedingt ein Schritt nach vorne in der eigenen Karriere ist. Getty Images North America Maya Weug mit Formel-1-Boss Stefano Domenicali, Doriane Pin und Toto Wolff
Ein gutes Beispiel dafür ist die 22-jährige Maya Weug, die im vergangenen Jahr noch mit Unterstützung von Ferrari in der Frauenserie an den Start ging – und das durchaus erfolgreich. Weug gewann in der Saison 2025 insgesamt drei Rennen und wurde am Ende der Saison Vizemeisterin. Der erhoffte nächste Karriereschritt blieb anschließend jedoch aus, weshalb Weug in den sozialen Medien nun ein emotionales Statement veröffentlicht hat, in dem sie schreibt: “Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das hier formulieren soll. Ich habe euch die ganze Saison über nur die positiven Seiten gezeigt, aber in Wahrheit war dies mit Abstand das härteste Jahr meiner Karriere.”
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“Vor einem Jahr kämpfte ich noch um die Meisterschaft, holte Siege und stand fast jedes Wochenende auf dem Podium. Ich hätte nie gedacht, dass ich nicht einmal ein Jahr später in dieser Situation sein würde”, so die 22-jährige, die 2025 ihre zweite Saison in der F1 Academy absolvierte. Weil eine Fahrerin maximal zwei Jahre in der Frauenserie fahren darf, war bereits vorher klar, dass 2025 ihre letzte Saison sein würde. Weug hoffte, sich mit guten Leistungen für weitere Aufgaben im Motorsport zu empfehlen – wurde allerdings bitter enttäuscht. Keine Rennen mehr für den Rest des Jahres Sie verrät: “Für diese Saison gab es einen großartigen Plan. Kurz vor Saisonbeginn ist alles in die Brüche gegangen, aus Gründen, auf die ich keinen Einfluss hatte. Da war es bereits zu spät, um noch etwas anderes auf die Beine zu stellen, und ganz allein war es wirklich schwierig, überhaupt an Rennen teilzunehmen.” So kam Weug 2026 bislang lediglich zu einigen Rennen in der Belcar Endurance Championship, einer belgischen Langstreckenserie. “Aber das bevorstehende 24-Stunden-Rennen von Zolder, an dem ich teilnehmen sollte, findet nun auch ohne mich statt”, verrät sie. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Daher stehen bei mir derzeit keine Rennen auf dem Programm”, offenbart Weug, die betont, dass sie abseits der Rennstrecke in diesem Jahr weiterhin hart an sich gearbeitet habe. “Ich habe in diesem Jahr unglaublich viel gelernt und mich stark weiterentwickelt”, betont sie. “Aber ich will nicht nur zuschauen. Ich will Rennen fahren – auf höchstem Niveau – und zeigen, wozu ich wirklich fähig bin”, so Weug, die weiß: “Der Motorsport ist ein hartes Umfeld. Ich glaube, ich hatte einfach erwartet, dass die Ergebnisse, die ich in den letzten Jahren erzielt habe, etwas gezählt hätten.” Gegenbeispiel Pin: Es kann auch besser laufen Weug hatte ihre erste F1-Academy-Saison im Jahr 2024 auf P3 in der Meisterschaft und mit einem Sieg beendet. 2025 folgte der Vizetitel hinter der von Mercedes unterstützten Doriane Pin – für die es in ihrer Zeit nach der Frauenserie deutlich besser weiterging.
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2026 geht sie unter anderem in der European Le Mans Series (ELMS) an den Start, nahm in der LMP2-Klasse an den 24 Stunden von Le Mans teil und ist Entwicklungsfahrerin für Mercedes in der Formel 1 und für Peugeot in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Zudem absolvierte sie als als erste Frau einen Formel-1-Test für die Silberpfeile. Mercedes Doriane Pin hat in diesem Jahr einen Formel-1-Test für Mercedes absolviert
Nicht jede Fahrerin ereilt alsodasselbe Schicksal wie Weug, wobei Pin durchaus das Vorzeigebeispiel dafür ist, wie es nach der F1 Academy weitergehen kann. Chloe Chambers, die Drittplatzierte des vergangenen Jahres, fährt 2026 beispielsweise in ihrer Heimat Nordamerika in der unbedeutenden Lamborghini Super Trofeo.
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Weug gibt sich dennoch kämpferisch und erklärt: “Die Menschen, die mir nahestehen, sagen mir immer wieder, dass sich eine neue Tür öffnet, wenn sich eine andere schließt, und ich entscheide mich, ihnen zu glauben.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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Mit Mathilda Paatz gibt es 2026 auch eine deutsche Pilotin in der F1 Academy. Sie liegt nach den ersten drei Rennwochenenden der Saison auf dem siebten Gesamtrang. In Führung liegt zur Sommerpause die von Red Bull unterstützte Alisha Palmowski vor Emma Felbermayr aus Österreich.
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