So bastelt die Formel 1 langfristig an ihrem 24-Rennen-Kalender
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Was muss ein neuer Austragungsort tun, um eine Chance auf einen der begehrten Plätze zu haben? Da der Kalender aktuell auf 24 Rennen fixiert ist, das Interesse aber weiter steigt, scheint es schwieriger denn je, sich einen Platz in der Formel 1 zu sichern. Miami ist eines der neuen Projekte von Liberty Media
Die Popularität der Rennserie hat zu einer Flut von Anfragen potenzieller Gastgeberstädte, Länder und Regierungen geführt, von denen einige glaubwürdiger sind als andere. Politiker, die voreilig einen Grand Prix als beschlossene Sache verkünden, dürften die Rennserie jedoch kaum beeindrucken.
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Wenn überhaupt, deutet dies darauf hin, dass ein Deal keine gute Idee sein könnte – etwa wenn der potenzielle Gastgeber den Umfang und die langfristige Nachhaltigkeit der Organisation eines Events in der Liberty-Media-Ära unterschätzt oder wenn die Formel 1 lediglich als Werkzeug für innenpolitische Profilierung missbraucht wird. Die Kommentare indischer Offizieller, die Serie würde 2027 zurückkehren, waren für das Formel-1-Management völlig neu und wurden umgehend dementiert; ähnlich fantasiereiche Behauptungen kommen regelmäßig aus Südafrika. Auch eine Rückkehr der Formel 1 nach Argentinien scheint in absehbarer Zeit nicht auf dem Plan zu stehen, da Buenos Aires zunächst versucht, die MotoGP auf dem renovierten Autodromo Oscar y Juan Galvez erfolgreich auszurichten. Es gibt zwar eine neue Interessenswelle in dem hochverschuldeten Land dank der Ankunft des Nationalhelden Franco Colapinto, aber da es keine Garantie gibt, dass der Alpine-Fahrer von 2026 überhaupt noch in der Startaufstellung stehen wird, wenn Argentinien für ein Rennen bereit ist, kann die bloße Anwesenheit eines lokalen Fahrers allein kein solides Fundament für einen Grand Prix sein. Was das Formel-1-Management von einem neuen Markt wirklich sehen will, ist ein finanziell nachhaltiger Plan, der das Vertrauen gibt, einen langfristigen Vertrag abzuschließen. Immer langfristigere Verträge Es ist kein Zufall, dass die Formel 1 in den letzten Jahren in Schlüsselmärkten zu extrem langfristigen Verträgen übergegangen ist, wobei der Großteil des Kalenders mindestens bis 2032 gesichert ist. Der beliebte Event am Red-Bull-Ring in Österreich wurde sogar bis 2041 verlängert, während Melbourne, Madrid, Bahrain und Montreal alle für mindestens ein weiteres Jahrzehnt im Kalender bleiben.
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Es ist eine Win-Win-Situation, die einem börsennotierten Unternehmen wie Liberty Media mehr Stabilität und garantierte Einnahmen verschafft, aber auch lokalen Promotern und Regierungen hilft, erhebliche Investitionen in die Infrastruktur über einen längeren Zeitraum abzuschreiben. Der Formel-1-Kalender 2026 zum Durchklicken
Es ist für einen Organisator eine harte Forderung, dem Bau eines brandneuen Paddock-Komplexes zuzustimmen, ohne die Garantie zu haben, dass dieser öfter als nur ein paar Mal genutzt wird. “Einer der relevanten Punkte ist nicht ein Spitzenwert für ein einzelnes Jahr”, sagt Formel-1-Boss Stefano Domenicali gegenüber der globalen Ausgabe von Motorsport.com auf die Frage nach neuen Märkten. “Es geht darum, wie wir die Gewissheit haben können, dass es eine Vision für mehrere Jahre gibt, wenn wir an einen neuen Ort gehen, und dass es ein relevanter Markt sein muss.”
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“Wir können nicht an einen Ort gehen, wo sie vielleicht ein fantastisches Spitzenjahr haben, und was ist im Jahr darauf der Businessplan? Wie sieht die Fangemeinde aus? Wie ist der kommerzielle Status, der uns das Vertrauen gibt, dass ein Aufenthalt von fünf oder zehn Jahren gesichert ist? Wir müssen diesen Beweis sehen.” Warum langfristige Verträge sinnvoll sind Der kommerzielle Rechteinhaber der Formel 1 gibt an, weiterhin weltweit auf erhebliches Interesse potenzieller Promoter zu stoßen; bei einer harten Grenze von 24 Rennen bleibt es ein Verkäufermarkt. Das bedeutet, dass die Formel 1 nicht nur hohe Antrittsgebühren verlangen kann, sondern auch ihre anderen Ziele in den Bereichen Mobilität, Hospitality, Entertainment und Nachhaltigkeit durchsetzen kann.
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“Es gibt viel Interesse aus anderen Regionen, aber wir sind ziemlich gut aufgestellt mit Partnern, die uns mit einer langfristigen Investition vertrauen, was wir für gut halten”, fügt Domenicali hinzu. Ist das Racing in der Formel 1 ein Problem? Das sagt F1-Boss Domenicali dazu! #Autosport #Racing #F1 Video wird geladen…
“Etwas, das ich bei Telefonkonferenzen mit Investoren immer gesagt habe, wenn sie mich fragten, warum ich so langfristige Verträge abschließe: Erstens tue ich es, weil wir an diesen Markt glauben. Zweitens aber, weil wir den Promoter zu Investitionen auffordern können. Wenn man eine Vereinbarung über drei Jahre hätte, wie könnte man den Promoter zu Investitionen drängen?” “In den nächsten Jahren wird Miami beispielsweise einen neuen Hospitality-Bereich bauen. Wir drängen Australien dazu, nächstes Jahr ein neues Fahrerlager und neue Einrichtungen zu bauen, weil wir den Vertrag langfristig verlängern. Bei Ungarn und Austin ist es dasselbe”, so der Italiener.
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Das Beispiel Budapest ist deshalb relevant, weil es in Europa naturgemäß schwieriger war, diese langfristigen Investitionen zu sichern als in Petro-Staaten oder anderen Schwellenmärkten. Was machen Europa und Asien? Die Anzahl der Rennen auf dem alten Kontinent geriet unter Druck, wobei Barcelona und Belgien rotieren werden und die Organisatoren des Großen Preises der Niederlande erkannten, dass eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus ein zu großes finanzielles Risiko darstellte. Die Formel 1 konnte jedoch einige ihrer europäischen Eckpfeiler in Silverstone, Monza und Monaco verlängern. Zudem verschaffen kurzfristigere Deals wie mit Portugal – das für 2027 und 2028 unterschrieben hat, um den Platz von Zandvoort zu übernehmen – eine gewisse Flexibilität, den 24-Rennen-Kalender weiter zu füllen, bis einige dieser langfristigen Events Realität werden. Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Strecken
Potenzielle Promoter, die es bisher offenbar richtig angegangen sind, sind Thailand und Südkorea, die Pläne für Stadtrennen in Bangkok beziehungsweise Incheon entworfen haben.
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Obwohl keines der Länder unmittelbar vor dem Abschluss steht – in Thailand verzögern die jüngsten politischen Umwälzungen die Angelegenheit -, haben beide solide wirkende Pläne vorgelegt, die erhebliche Investitionen beinhalten, ob öffentlich oder privat. Incheons Pläne hängen zudem vom Ausgang der kommenden Bürgermeisterwahlen ab, was weiter verdeutlicht, wie schwierig es für die Formel 1 sein kann, das richtige Zeitfenster für einen Vertragsabschluss zu finden. Keine weiteren Rennen in den USA geplant Doch während die Expansion in den USA ein Kernziel für die Formel 1 bleibt und viel von dem neuen TV-Vertrag mit Apple abhängt, hat Domenicali Ideen, noch mehr Rennen im Land hinzuzufügen, eine Absage erteilt – trotz des Interesses aus Städten wie New York, Chicago und San Francisco.
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Die Formel 1 mag bestrebt sein, ihre Präsenz im Fernen Osten auszubauen, wenn die Gelegenheit passt, doch in Nordamerika richtet sie bereits fünf Rennen aus: Miami, Montreal, Austin, Mexiko und Las Vegas. Formel-1-Quiz
Wie viele Grands Prix brauchte Rubens Barrichello bis zum ersten Sieg?
114 123 126 121 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Ich denke, es gibt in den USA großes Interesse von anderen Orten, das weiter wächst”, sagt Domenicali und merkt an, dass eine Erweiterung realistischerweise nur möglich wäre, wenn eines der bestehenden Rennen wegfallen würde.
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Von den nordamerikanischen Rennen läuft der kürzlich verlängerte Vertrag von Mexiko als Erster aus – im Jahr 2028 -, obwohl die lokalen Behörden an einer weiteren Verlängerung arbeiten möchten. “Wir müssen achtsam sein. Natürlich könnten wir es in Erwägung ziehen, wenn wir in Zukunft Mexiko nicht mehr haben oder andere Dinge in dieser Weltregion passieren. Übrigens wollen sie verlängern. Aber jetzt noch mehr [Rennen] wäre meiner Meinung nach nicht ausgewogen.” Sinnvollere Kombinationen möglich Der Aufbau langfristiger Beziehungen verschafft der F1 auch mehr Spielraum, um den Kalender geografisch weiter zu optimieren, während sie ihre ehrgeizigen CO2-Ziele verfolgt. Ein langgehegter Wunsch, den sie nun realisiert hat, ist der Tausch von Kanada und Monaco, sodass Ersteres mit Miami kombiniert werden kann, um zusätzliche Frachtflüge über den Atlantik zu vermeiden.
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Die zweiwöchige Pause zwischen den beiden Rennen bedeutet aber immer noch, dass das Personal diesen Extra-Trip machen muss, was darauf hindeutet, dass das Ziel, das Reisen nachhaltiger zu gestalten, eher auf die Logistik als auf die personellen Ressourcen ausgerichtet ist. Nimmt man Faktoren wie das lokale Klima, öffentliche und religiöse Feiertage sowie die Notwendigkeit einer Winter- und Sommerpause hinzu, wird klar, warum das Zusammenstellen eines 24-Rennen-Kalenders ein so komplexes Puzzle ist. Geografische Nachbarn sind zudem darauf bedacht, ihre Rennen zeitlich zu trennen, um eine direkte Konkurrenz um denselben Kundenstamm zu vermeiden. Rennstrecken, auf denen die Formel 1 fahren könnte
Domenicali ist der Meinung, dass der aktuelle Kalender der Formel 1 nun die richtige Balance zwischen kommerziellen und logistischen Anforderungen gefunden hat, die oft in unterschiedliche Richtungen ziehen.
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“Ich denke, dass wir bereits einen großen Schritt bei der Optimierung des Kalenders gemacht haben, auch wenn wir bedenken müssen, dass nicht nur der logistische Fluss respektiert werden muss, sondern auch die kommerzielle Seite jedes Events”, sagte er. “Man könnte logistisch sagen, man legt die vier Rennen im Nahen Osten hintereinander und die amerikanischen ebenfalls, aber kommerziell würde das nicht passen. Daher denke ich, dass wir in Bezug auf die Balance in diesem Jahr bereits einen großen Schritt nach vorne gemacht haben, indem Kanada nach den USA stattfindet.”
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“Und daher denke ich, dass der Kalender logistisch gut aufgestellt ist, unter Berücksichtigung der kommerziellen Einschränkungen.”
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