Steiner: Hat Gene Haas das Interesse an der Formel 1 verloren?
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Hat Gene Haas das Interesse an der Formel 1 verloren? Das glaubt zumindest dessen früherer ausführender Arm Günther Steiner. Der Südtiroler, der neulich zugab, seit seinem Aus als Teamchef des Haas-Teams keinen Kontakt mehr zum Teameigner zu pflegen, ist sich nämlich immer noch unsicher, was die Identität und der Weg seines Ex-Teams sein soll. LAT Images Gene Haas: Hat er noch Spaß an der Formel 1?
“Was Gene Haas angeht, müsstest du ihn selbst hier in deinen Podcast einladen und ihn fragen, was er [mit dem Team] eigentlich vorhatte, denn ich habe es bis heute nicht verstanden”, sagt Steiner im Podcast High Performance. “Wenn ich in einem Sport bin, wenn ich mich in einem konkurrenzfähigen Umfeld bewege, dann will ich gewinnen. Das ist mein Ziel”, sagt er. “Es kann nur einer schaffen, dessen bin ich mir vollkommen bewusst. Aber man gibt alles und gibt sich nicht einfach damit zufrieden, nur dabei zu sein.”
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Habe es zu Beginn einen klaren Plan für das Team gegeben, die vor Cadillac als bislang letzter Rennstall neu eingestiegen waren, so nahmen Erfolg und Vision im Laufe der Zeit ab. Aus Haas, die immer wieder Achtungserfolge feiern konnten und 2018 sogar Rang fünf in der Gesamtwertung wurden, wurde ein permanenter Hinterbänkler. Video wird geladen…
“Und irgendwann – ich weiß auch nicht – hat er vielleicht das Interesse am Sport verloren”, sagt Steiner über Gene Haas. “Oder er dachte, man sollte es anders angehen.” Das Verhältnis zwischen Steiner und Haas verschlechterte sich, bis es schließlich zum Bruch kam, sodass Steiner das Team vor der Formel-1-Saison 2024 verließ. Dessen Nachfolger Ayao Komatsu teilt Steiners Ansicht nicht, dass Haas das Interesse an der Formel 1 verloren hat. Im Gegenteil: “Ich meine, er war dieses Jahr bei jedem einzelnen europäischen Rennen”, betont der Japaner. LAT Images Ayao Komatsu hat Gene Haas bei vielen Rennen gesehen
Zwar sei Haas ausgerechnet in Zandvoort nicht dabei, bei allen anderen anstehenden Europa-Events in Monza und Madrid soll er aber wieder vor Ort sein. “Ich habe Gene, glaube ich, noch nie bei so vielen Rennen gesehen. Und zu den amerikanischen Rennen kommt er natürlich auch.”, betont er. Für Komatsu sei Haas ein “sehr, sehr begeisterungsfähiger Typ”, der auch hohe Erwartungen an den Tag lege. “Aber das ist gut”, sagt der Japaner. “Ich meine, er wird frustriert, weil er so sehr auf das Ergebnis fokussiert ist. Er denkt immer: Wir müssten eigentlich besser abschneiden.”
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“Ja, ich weiß, Gene, wir versuchen es! Aber er ist sehr, sehr engagiert, fokussiert und extrem leidenschaftlich.”
Formel1.de
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