Verstappen schlägt Mercedes: Überraschende Bestzeit im Baku-Training
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Max Verstappen hat im Abschlusstraining beim Grand Prix von Aserbaidschan 2026 für eine kleine Überraschung gesorgt und sich in 1:43.922 Minuten die Bestzeit gesichert. Damit verwies der Red-Bull-Pilot den favorisierten Mercedes-Fahrer George Russell (+0,099) und Lewis Hamilton (+0,111) auf die Plätze. LAT Images Max Verstappen sicherte sich die Bestzeit im dritten Freien Training in Baku
Allerdings musste Verstappen für den ersten Platz tief in die Trickkiste greifen. Zunächst noch zwei Zehntelsekunden hinter Russell auf Rang 2 gelegen, touchierte er auf seiner schnellsten Runde sogar eine der Streckenbegrenzungen leicht. Bemerkenswert allerdings, dass er die Bestzeit auf seiner achten Runde fuhr – und nicht mit brandneuen Reifen. Ein Baku-Trend, der nicht Red-Bull-spezifisch ist. Für Sky-Experte Jacques Villeneuve ist Verstappen trotzdem nicht Favorit: “Russell ist schneller”, sagt er. “Wenn er einen Windschatten bekommt, wird er schwer zu schlagen sein. Max ist voll am Limit, das kann man am Funk hören. Letztendlich wird es auf den Windschatten ankommen. Der bringt eine halbe Sekunde – aber den kannst du im Vorhinein kaum planen.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Dazu kommt: Legt man die jeweils schnellsten Runden von Verstappen und Russell in der Onboard-Perspektive nebeneinander, zeigt sich zwar, dass Verstappen auch im kurvenreichen Mittelsektor exakt gleich schnell ist (jeweils 42,053 Sekunden). Doch Verstappen muss für diese Pace am Lenkrad wesentlich aggressiver arbeiten als Russell.
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Russell erzielte schon früher in der Session eine Zeit von 1:44.021 Minuten. Sein Vorsprung auf Kimi Antonelli (4.) betrug nach 60 Minuten Training 0,252 Sekunden. “Jetzt sehen wir wieder den alten Russell”, lobt ServusTV-Experte Mathias Lauda. “Er fährt sehr selbstbewusst und ist in jeder Session dominant. Vielleicht könnte Baku für ihn ein kleiner Wendepunkt sein.” Allerdings hatte Russell auch Glück, als er acht Minuten vor Schluss in Kurve 7 mit stehendem Vorderrad geradeaus rutschte und sich beinahe den Frontflügel abgeschlagen hätte. Lauda dazu im Live-Kommentar: “Das war haarscharf. Da hatte er Glück, dass sich das ausgegangen ist. Aber Fakt ist: George hat Kimi in jeder Session gut im Griff.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Nur Augenblicke später erlebte dann Antonelli eine ähnliche Situation, mit einem spektakulären Verbremser in Kurve 1. Auch Verstappen war mehrmals neben der Strecke. Trotzdem liegt die Favoritenrolle für das Qualifying vermutlich bei Mercedes. Der Stellvertretende Teamchef Bradley Lord hält fest: “Es wird jedenfalls nicht die erste Runde mit neuen Reifen sein, die entscheidet.” Charles Leclerc (Ferrari/+0,622) belegte Platz 5, gefolgt von Pierre Gasly (Alpine/+0,715), Oscar Piastri (McLaren/+0,824) und Lando Norris (McLaren/+0,977). Interessant: Bei McLaren musste über Nacht provisorisch mit Kabelbinder am Auto nachgearbeitet werden, nachdem sich im Donnerstagstraining offenbar Teile unerwünscht gelockert hatten. Zum Thema: Ergebnis: 3. Freies Training GP Aserbaidschan, Baku F1-Ticker Baku: Paddock live mit Ruben Zimmermann
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Extremer Wind macht den Fahrern das Leben schwer Die Session war in der ersten halben Stunde geprägt von schwierigen Bedingungen. Manche klagten über extrem wenig Grip, Piastri meinte, das Fahrverhalten sei in Kurve 1 unberechenbar, und Antonelli wunderte sich über einen Windstoß, der laut Auskunft seiner Box über 50 km/h schnell war. Einmal wurde sogar ein Ast von einem Baum auf die Fahrbahn geweht, was eine kurze VSC-Phase erforderlich machte, damit ein Sportwart den Ast entfernen konnte. Dementsprechend waren die erzielten Rundenzeiten zunächst nur bedingt repräsentativ. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Nach etwa einer halben Stunde rollte dann Lance Stroll aus und stellte seinen Aston Martin am Streckenrand ab. Passend zu diesem Wochenende, schließlich sind er und sein Teamkollege Fernando Alonso wegen eines Powerunit-Wechsels ohnehin schon mit einer Gridstrafe vorbelastet.
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Stroll hatte in Kurve 1 die Ideallinie nicht getroffen und hatte außen die Streckenbegrenzung touchiert. Unmittelbar darauf erfragte er am Boxenfunk, ob die Daten auf einen Reifenschaden hindeuten. Daraufhin erteilte ihm sein Renningenieur die Anweisung, nicht zurück zur Box zu fahren, sondern das Auto sofort anzuhalten. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); ServusTV-Experte Christian Klien hat eine Vermutung, warum viele Fahrer im Freitagstraining so große Schwierigkeiten hatten: “Die ganzen Verbremser in Kurve 7 waren durch dieses neue Asphaltband, das über Nacht gelegt wurde.”
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“Da gibt es dann immer so eine kleine Kante, und wenn du eh schon am Limit bist beim Bremsen und kommst dann auf den neuen Asphalt, der weniger Grip hat als der ältere, wo ja schon Gummi drauf ist von gestern, dann ist es ganz einfach, dass da ein Rad stehenbleibt. Das haben wir heute öfter gesehen. Da muss man wirklich aufpassen, jetzt dann auch im Qualifying. Weil die Runde ist dann einfach kaputt”, analysiert Klien. Bradley Lord, an diesem Wochenende Ersatz-Teamchef für den zu Hause gebliebenen Toto Wolff, ergänzt: “Bei Kimi gab es auf seiner ersten Runde so etwas wie eine Windböe mit 50 km/h Rückenwind in Richtung Kurve 16. Im Qualifying im vergangenen Jahr ist ihm schon das Gleiche passiert. Für die Fahrer ist das unberechenbar.” “Es ist gewissermaßen eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft, herauszufinden, wie viel Sicherheitsmarge man lassen muss: Kann man direkt ans Limit gehen und wird dann von so etwas überrascht? Oder hat man gerade genug Spielraum gelassen, um damit umgehen zu können? Das wird wirklich, wirklich entscheidend sein. Und die Bedingungen verändern sich zudem von Runde zu Runde. Es ist also knifflig.” Fahrerbriefing: Hamilton-Forderung wird nicht erfüllt Bereits im zweiten Freien Training am Donnerstagnachmittag war es zu einer heiklen Situation zwischen Lewis Hamilton und Liam Lawson gekommen, als Lawson von Hamilton behindert und der Ferrari-Fahrer dafür offiziell ermahnt wurde (“Reprimand”). Hamilton hatte später gefordert, für die Kurven 16 bis 18 auch in Out-Laps volle Elektro-Energie freizugeben, damit es im weiteren Verlauf des Wochenendes nicht mehr zu derart gefährlichen Impeding-Zwischenfällen kommen kann. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Nach Informationen von wurde das während der Fahrerbesprechung am Donnerstagabend tatsächlich diskutiert, letztlich jedoch von den Teams abgelehnt. Die Situation ähnelt jener beim Saisonauftakt in Australien, als Kurve 9 in Melbourne von den Fahrern unter dem neuen technischen Reglement als heikel bezeichnet wurde. Der Grund: Die Kurve befand sich am Ende einer von fünf Straightline-Mode-Zonen (SLM), in denen die aktive Aerodynamik der Autos zum Einsatz kommt.
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Vor dem dritten Freien Training in Melbourne kündigte die FIA an, diese SLM-Zone zu entfernen. Nach Widerstand der Teams musste sie jedoch wieder zum ursprünglichen Format zurückkehren. Damals wie auch an diesem Wochenende in Baku lagen die Gründe dem Vernehmen nach im technischen Bereich und bei der Performance: Das Entfernen dieser SLM-Zone hätte die gesamte Arbeit zunichtegemacht, die die Teams in die Planung ihres Energiemanagements investiert hatten.
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Daher blieben die ursprünglichen Anweisungen des Rennleiters für das dritte Freie Training und das Qualifying in Baku letztendlich ohne Änderung bestehen. Zeitplan Formel 1 Baku: Wie geht’s weiter? Das Rennwochenende in Baku folgt 2026 einem ungewöhnlichen Zeitplan. Trainingsbeginn war nämlich am Donnerstag statt am Freitag, und der Grand Prix findet bereits am Samstag statt. Der Grund ist ein nationaler Gedenktag in Aserbaidschan. Der 27. September, also der eigentlich vorgesehene Rennsonntag, ist dort der “Tag der Erinnerung”. Er erinnert an die Gefallenen des Zweiten Bergkarabach-Kriegs, der am 27. September 2020 begann. Auf Wunsch des aserbaidschanischen Veranstalters und staatlicher Stellen haben Formel 1 und FIA deshalb den gesamten Ablauf um einen Tag vorgezogen.
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Auf dem Stadtkurs fanden im Rahmen eines klassischen Rennwochenendes wie üblich drei Freie Trainings statt. Die erste sportlich relevante Entscheidung steigt mit dem Qualifying, am Freitag um 14:00 Uhr deutscher Zeit (16:00 Uhr Ortszeit bei zwei Stunden Zeitverschiebung). Der Start zum Grand Prix von Aserbaidschan erfolgt am Samstag um 13:00 Uhr deutscher Zeit. (Hier geht’s zum Formel-1-Kalender 2026!) Die gewohnten Formel-1-Livestreams können Fans am Freitag- und Samstagabend auf dem YouTube-Kanal von verfolgen. Mit einer Zusammenfassung des Geschehens und Analysen weit über das Ende der TV-Übertragungen hinaus. Host Kevin Scheuren präsentiert die Streams wieder in der Stammbesetzung mit Chefredakteur Christian Nimmervoll als Experte. Video wird geladen…
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Die provisorische Startzeit der Livestreams am Freitag und Samstag ist auf jeweils 20:00 Uhr MESZ angesetzt. Im TV wird das Rennwochenende auf Sky (Deutschland), ServusTV (Österreich) und im SRF (Schweiz) übertragen (Hier geht’s zur kompletten TV-Übersicht zur Formel 1 in Baku!).
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