Warum Haas im vorderen Mittelfeld hinter Alpine zurückgefallen ist
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Nach dem Großen Preis von Japan lag Haas überraschend auf dem vierten Platz der Konstrukteurswertung, zwei Punkte vor Alpine. Doch ein eher unscheinbares Wochenende beim Heimrennen in Miami hat das Team nun fünf Zähler hinter das Team aus Enstone zurückfallen lassen. LAT Images Hat Alpine Haas jetzt dauerhaft überholt?
Während Pierre Gasly im Sprint einen Punkt holte, wurde Teamkollege Franco Colapinto im Hauptrennen Siebter. Ein Großteil davon lässt sich auf die Effektivität der jeweiligen Updates zurückführen. Alpine brachte ein ganzes Paket an Aero-Änderungen mit, während Haas in Miami nur eine einzige Anpassung einführte: ein kleines zusätzliches Element am Diffusor-Winglet. Vom Tempo her bewegte sich Haas damit in etwa auf dem Niveau des verbesserten Williams FW48, der ebenfalls umfangreiche Updates erhalten hatte. Oliver Bearman vermutet, dass er den zehnten Platz hätte sichern können, wenn er Alexander Albon per Undercut überholt hätte.
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Nach den Boxenstopps blieb er dicht dran, hatte aber nicht genug Pace für ein Überholmanöver. Während Haas in den ersten drei Rennen noch mit Alpine mithalten konnte, sorgen die Änderungen am A526 nun für leichte Sorgen im US-Team. Zwar wird der ständige Entwicklungswettlauf Haas in den kommenden Rennen Chancen geben, zurückzuschlagen und sich von Williams, Racing Bulls und Audi abzusetzen. Doch Alpine hat große Fortschritte gemacht, indem es eine seiner größten Schwächen beseitigt hat. Alpine hat größte Schwachstelle behoben “Sie hatten ein Problem in schnellen Kurven, und es sieht so aus, als hätten sie das gelöst. Und sie haben zu diesem Rennen ein großes Upgrade-Paket gebracht”, so Bearman in Miami. “Wir haben nichts gebracht, also haben wir ein schwieriges Wochenende erwartet. Und genau so kam es.” Das erklärt auch, warum Alpine in Melbourne etwas zurückfiel und warum Colapinto in Suzuka Probleme hatte. In langsamen bis mittelschnellen Kurven verhielt sich das Auto gut, und beide Fahrer konnten daraus Kapital schlagen. F1-Technik-Analyse: Die Miami-Updates erklärt Video wird geladen… Das erste große Kräftemessen mit neuen Teilen: Wie die Formel-1-Teams Red Bull, McLaren und Ferrari ihre Autos für Miami umgebaut haben.
Das zeigte sich besonders in China, wo es nur wenige Hochgeschwindigkeitskurven gibt – und selbst die langgezogenen Kurven am Ende enger werden. Das Problem lag darin, genügend Grip an der Vorderachse in schnellen Kurven zu erzeugen. Gasly fand Wege, die Front in schnellen Passagen stabil zu halten, vor allem über das Set-up und einen angepassten Fahrstil. Für Colapinto war die Situation schwieriger. Ohne Gaslys Erfahrung und Vertrauen fand er keine Lösung, was den Abstand zwischen den beiden vergrößerte. Haas in Miami chancenlos gegen Alpine In Miami schien dieses Problem behoben. Beide Autos schafften es in Q3, und Colapinto war in allen drei Qualifying-Sessions schneller als Gasly. Alpines Strategie in Q1 sorgte bei Haas jedoch für eine trügerische Sicherheit.
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Bearman lag in der Frühphase drei Zehntel vor Colapinto, Esteban Ocon eine Zehntelsekunde vor Gasly. Doch die Alpine-Fahrer hatten in diesem Abschnitt nur einen Reifensatz genutzt. In Q2 wurde Haas dann abrupt auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Miami: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
“Ich denke, da kam das echte Tempo zum Vorschein”, so Bearman. “Am Anfang von Q1 sah es gut aus, aber wir hatten einen ganz anderen Runplan. Ich hatte das Gefühl, wir hätten zum Beispiel zu Alpine aufgeschlossen.”
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“Aber sie haben nur einen Reifensatz verwendet und in Q2 ihr wahres Tempo gezeigt – und wir waren nicht mehr im Kampf mit ihnen”, erklärt Bearman, der in Q2 am Ende eine halbe Sekunde hinter Gasly lag. Zwar hat der Haas 2026 klare Schwächen auf eine Runde, konnte das bislang aber oft im Rennen kompensieren. Schlägt Haas in Kanada zurück? In Miami verlor der Brite jedoch 36 Sekunden auf Colapinto. Allerdings hatte man im Team auch das Gefühl, dass die eigene Ausführung nicht optimal war. Beide Fahrer verloren Zeit in der Boxengasse, was laut Bearman den Undercut gegen Albon kostete. Haas hofft dennoch, den Rückstand auf Alpine teilweise wieder aufzuholen, da für Montreal ein größeres Update-Paket geplant ist. Im Gegensatz zum Konkurrenten gibt es beim VF-26 keine einzelne offensichtliche Schwachstelle, abgesehen davon, dass insgesamt Abtrieb fehlt, um regelmäßig Q3 zu erreichen. Aktuell fehlen etwa drei bis vier Zehntel dafür.
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Zudem hatte das Team in den heißen Bedingungen von Miami am Freitag und Samstag Probleme, während die kühleren Bedingungen am Sonntag etwas halfen. In Montreal dürfte es kühler sein, was Haas erneut die Chance geben könnte, Alpine unter Druck zu setzen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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Dennoch scheint Alpine im Saisonverlauf immer stärker zu werden, und die Entscheidung, 2025 früh abzuschreiben, wirkt zunehmend richtig. Haas hat allen Grund zur Sorge, dass Alpine dem restlichen Mittelfeld enteilen könnte – und muss diese Sorge in Fortschritte bei der eigenen Entwicklung ummünzen.
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